Dadant - wieviele Honigräume??

  • Moin,


    für dieses Jahr spielt es bei uns zwar noch keine Rolle, da wir erstmal unsere 3 Ableger aufbauen und erst im nächsten Jahr Honig ernten wollen, aber da der Winter schneller da und wieder vorbei ist, bevor man Blaubeerpfannkuchen sagen kann, schon mal jetzt die Frage zur Vorbereitung auf die erste "richtige" Saison:

    Wie viele Honigräume sollte man pro Volk vorhalten?

    Bei unseren 3 Dadant-Beuten waren jeweils 2 Honigzargen dabei - reicht das für ein durchschnittliches Jahr oder sollte man besser über Winter noch Zargen dazu kaufen bzw. bauen?

  • Wenn du ständig Schleudern willst damit du genügend Platz für Honig hast, dann reichen dir 2 Honigräume locker.

    :cool:

    Solltest du auch noch was anderes außer Schleudern machen wollen, dann Kauf dir je Volk weitere 2 Honigräume. Bei Wanderimkern können es auch schon Mal 4 weitere sein.

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ich würde mit 5-6 zusätzlichen Honigräumen aufstocken.

    Ich kenne euren Trachtverlauf nicht, aber bei zu erwartenden Trachtlücken und enger Führung schleuderst du den ersten Honigraum ja nicht ab. Das sind dann ca. 15-20kg Honig. Das kann ausreichen, aber gerade wenn Raps in der Nähe ist, kann es eng werden, oder wenn die Linde viel und lange honigt, oder du einfach ein super Volk hast, oder....

    Ich versuche bei vergleichbarer Honigmenge 3-4 Zargen für die Wirtschaftsvölker vorzuhalten. Brauchte ich die letzten drei Jahre nicht immer, aber manchmal...und man weiß nie was kommt. Nichts ist schlimmer als festzustellen, dass da Honigräume drauf müssen und man hat keine - dann kannste gleich einen Brutraum und ne Leiter holen.


    Das ganze hat auch einen weiteren Vorteil. Honigräume, die du doch nicht brauchtest, kannst du super verwenden, um ausgeschleuderte Waben ausschlecken zu lassen, einen AS-Verdunster reinzustellen, einzufüttern....Als Anfänger glaubt man garnicht, wie oft man eine leere Zage benötigt...wenn alles mit Waben und Rähmchen belegt ist wird es eng.

  • Tachchen


    Es reicht meist für ein normales Jahr. Aber wenn wie dieses Jahr bei mir ein Volk extrem stark wächst und sammelt und man selbst dann eine Schwarmzelle übersieht, dann sind einfach mal die Hälfte der Bienen weg. Und der Honigraum verwaist. Und wenn die anderen Völker auch schon je die 2 Standardset-HR drauf haben, braucht man dringend noch mdst. 1 HR, um die angetragenen Rähmchen wenigstens beim nächstgrösseren Volk voll tragen und verdeckeln zu lassen.

    Und wenn es mal honigt, also so richtig, dann braucht man auch mehr als die üblichen 2 HR. Gibts bei dir grosse Rapsfelder, Robinienwälder oder Lindenalleen ? Dann brauchst du mehr als 2 HR. Und wenn es nur dafür ist, 2HR zu ernten und 2 HR aufgesetzt zu lassen, damit sie weiter sammeln und einlagern können.

    Also ich würde mittlerweile eher empfehlen, 3-4 HR je Volk vorbereitet zu haben. Ich habe jetzt für meine Völker in den 10er Kisten je 3,5HR und für die in den 12er Kisten je 3 HR. Und noch ein paar verschraubfertige Bausätze im Keller.


    Grüsse, Robert

  • Ja, Rapsschläge gibt es ums Dorf herum einige und direkt vor unserem Grundstück steht eine Lindenallee mit 8 Winterlinden, an der nächsten Kreuzung folgen nochmal ca. 6-8 Sommerlinden.

    Danke für eure Antworten, da werden wir wohl noch bissl einkaufen gehen... :-)

  • Bei mir komme ich bei etwa der Hälfte der Völker mit zweien aus. Zur Sicherheit habe ich aber mehrere komplette Beuten auf Vorrat. Damit kann ich mal schnell einen Königinnen-Ableger machen oder einen einen Schwarm fangen, wenn es nötig ist.

    Nachdem nur große Schwärme/Ableger auch im gleichen Jahr noch Honig bringen, habe ich somit immer mindestens den zweiten Honigraum dieser Komplettbeuten als 3. oder sogar 4. Honigraum für die Wirtschaftsvölker als Reserve. Bei meinem Standort hat es bisher gereicht, wenn ich dann einmal Frühtracht und einmal Sommertracht geschleudert habe.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)