Drohnenmaden als Kükenfutter für exotische Singvögel...

  • Einfrieren und dann mit einem Brotmesser die Wachsdeckel Köpfen

    Danach auf separatem Tuch ausklopfen: Schon hat man einigermaßen Wachsfreie Maden.

    Die noch gefrorenen Maden kurz abkochen: Fertig ist die Mahlzeit, die auch wieder eingefroren werden kann.
    Allerdings eignen sich diese nur bedingt zur Vogelaufzucht, da sie sehr Kalorienreich sind. Als Alleinfutter keineswegs zu gebrauchen. Ebenso fehlt es dann an Vitaminen. Ich gehe aber davon aus, das weiß Dein Bekannter

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • :whistling: Die Maden werden natürlich in der Voliere verfüttert. Aus der können die Exoten natürlich nicht raus und (Achtung!) die heimischen Piepmätze können da nicht rein! Nix da Infektionsgefahr! :P

    Mit zwitschernden Grüßen Klaus

    Hallo Klaus.

    Es geht hier nicht um die Vögel, sondern um die Bienen die locker durch den Volierendraht rein

    und auch wieder rauskommen und sich dann bei den Drohnenmaden die Krankheiten einfangen. Die Bienen riechen sowas Meilenweit. Also doch Infektionsgefahr.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Einfrieren und dann mit einem Brotmesser die Wachsdeckel Köpfen

    Danach auf separatem Tuch ausklopfen

    Trotz mehrerer Versuche klappt das bei mir nicht: Die Wachsdeckel lösen sich bei - 20 Grad nur schlecht und spätestens beim Ausklopfen zerbricht das Wabenstück vollends. Allerdings friere ich ohne Rä. ein, weil die zu groß sind. Wenn man nicht im Kühlhaus bzw. bei frostiger Umgebungstemperatur arbeitet, darf das bearbeitete Wabenstück ohnehin nicht zu groß sein, weil sonst die Maden an-/auftauen, bevor sie vom Wachs getrennt sind.

  • Die Methoden zur Trennung von Wachs und Maden wurden hier schon einmal diskutiert:

    Drohnenmaden zubereiten

    Die dort in #36 verlinkte Studie berichtet auch nur über 3 Methoden (händisches Auspulen an kleinen, tiefgefrorenen Wabenstücken, Flüssigstickstoff-Gefriermethode, Auspreßmethode mit Seihtuch/Preßsack) und benannt die jeweils damit verbundenen Unzulänglichkeiten.

    Für die Apitherapie werden elektrisch betriebene Zentrifugen/Separatoren eingesetzt, um Bienenbrot vom Wachs zu trennen:

    https://wilara.lt/de/parduotuv…sieb-sind-ausgeschlossen/

    Hier gibt es ein Video, bei dem man die Funktionsweise eines solchen Separators gut nachvollziehen kann:


    Ob solche Separatoren auch mit Drohnenbrut funktionieren, weiß ich nicht und fürchte die Wärmeentwicklung, die zwangsläufig mit jeder mechanischen Bearbeitung - zumindest in diesen Drehzahlbereichen - verbunden ist. Bisher konnte ich noch niemand finden, der damit Erfahrungen gesammelt hat.

  • Es geht hier nicht um die Vögel, sondern um die Bienen die locker durch den Volierendraht rein

    und auch wieder rauskommen und sich dann bei den Drohnenmaden die Krankheiten einfangen. Die Bienen riechen sowas Meilenweit. Also doch Infektionsgefahr.

    Vielen Dank Josef, diese Klarstellung war nötig. Deshalb heißt die entsprechende Bestimmung ja auch BIENEN-SeuchenVO (und nicht VogelSeuchVO).

    Aber: Wenn man nur kleine Wabenstücke darbietet, sollten die in Minutenschnelle ausgefressen sein, noch ehe Kundschafterinnen das bemerkt oder gar Stockgenossinen dorthin gewiesen haben. Die Wabenreste müssen selbstverständlich sofort bienenunzugänglich weggeräumt werden, sofern Flugwetter herrscht.

    Inwieweit das vorherige Tieffrieren der Drohnenbrut Seuchenkeime abtötet, weiß ich nicht. Gegen den Kleinen Beutenkäfer ist das Tieffrieren ja eine etablierte Sanierungsmethode (zumindest in der Schweiz).

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  • Einfrieren und dann mit einem Brotmesser die Wachsdeckel Köpfen

    Danach auf separatem Tuch ausklopfen

    Trotz mehrerer Versuche klappt das bei mir nicht: Die Wachsdeckel lösen sich bei - 20 Grad nur schlecht und spätestens beim Ausklopfen zerbricht das Wabenstück vollends. Allerdings friere ich ohne Rä. ein, weil die zu groß sind. Wenn man nicht im Kühlhaus bzw. bei frostiger Umgebungstemperatur arbeitet, darf das bearbeitete Wabenstück ohnehin nicht zu groß sein, weil sonst die Maden an-/auftauen, bevor sie vom Wachs getrennt sind.

    Brotmesser muss es sein, mit einem anderen klappts auch nicht.
    Ich friere auch ungedrahtet ein.
    Das Entdeckeln geht mit der ganzen Wabe, das Ausklopfen nicht, da bricht sie.
    Letzendlich das Ganze ausgeklopfte nochmals mit den Fingern bröseln: Die Puppen bleiben am Stück, der Wachs und die Häutchen zerfallen, dann grob sieben!
    Ein bisschen Pulerei ist natürlich auch dabei.
    Und man muss schnell arbeiten
    Ein paar Wachs oder Puppenhautreste an der gekochten Made bringen den Piepmatz nicht um
    Ich hatte die letzten Jahre immer sehr gute Erfahrungen damit.
    Je nach Vogelart eigenen sich zusätzlich Beoperlen, Heimchen (ohne Beine) und diverses Anderes (hängt vom Vogel ab!!)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Also doch Infektionsgefahr.

    Also wenn ich den geringsten Verdacht einer Infektionsgefahr auf meinem Stand hätte, würde ich kein Stückchen Wabe frei zugänglich raushängen. Aber da wir ja schon so viel vom Insektensterben gelesen haben, bin ich der Meinung, das ausgeschnittene Waben mit Drohnenmaden nicht nur als Futter für exotische Vögel verwendet werden sollten. Ich hänge da im Frühjahr diese Drohnenwaben für die Singvögel raus und die putzen sie dankbar sauber. Solange Tracht herrscht, habe ich noch nie eine Biene an den Waben gesehen. Nur im Herbst wenn dann noch Drohnenwaben anfallen sollten, verirrt sich manchmal eine Biene auf die Waben. Ich stelle die Waben etwas abseits im Schatten auf, die Vögel finden die schneller als die Bienen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Von mir werden Fledermaushelfer mit Drohnenbrut versorgt. Die Drohnenbrut wird eingefroren und an junge oder verunfallte Fledermäuse auch in den Wintermonaten verfüttert. Der Deckel wird von der Brut mit einer Gabel abgekratzt und mit einer Plastikpipette für die ganz schwachen Fledermäuse rausgesogen. Für die etwas Fressfreudigeren werden die Drohnenmaden mit einer Pinzette aus der Wabe gezogen.