Drohnenmaden als Kükenfutter für exotische Singvögel...

  • Ein Freund züchtet exotische Singvögel. Die jungen Küken werden bei ihm u.a. mit Drohnenmaden gefüttert. Er gewinnt diese, indem er Drohnenbrut tiefgefriert und dann an einer Bruchkante händisch die Maden der richtigen Altersstufe aus den Zellen puhlt. Die Maden werden dann gekocht und erneut eingefroren. Nur dieses System bringt saubere Maden .....

    Dieses System ist unbefriedigend langwierig, umständlich und .....

    Der Freund hat wahrscheinlich schon alle anderen Methoden ausprobiert und ist dabei aber zu keinem brauchbaren Ergebnis gekommen. Weiß jemand Rat und kennt ein System zur Gewinnung sauberer Maden für empfindliche Vogelküken? ... aus eigener Erfahrung?

    Es war schon schöner auf der Welt, als ich noch den Überblick hatte. Sofie Pfister-Odermatt

  • Hmm, mit Waben kochen und beim Abseihen heiss abbrausen? Oder die Brut in einen Wäschesack geben und in reichlich Wasser auskochen und das Wachs oben abgiessen oder erstarren lassen während der Sack mit passendem Gerät beschwert wird und unten in der Wasserphase bleibt?

    Selber nicht getestet aber mal von einem meiner Drohnenwabenkunden gehört.


    M.

  • Versteh ich nicht, und wenn die Singvögel noch so exotisch sind.

    Lebende Fliegenmaden soll man nicht, die können Ärger machen.


    Bienenmaden können an Vögel lebend verfüttert werden. Kein Problem. Sauberer als frisch aus der Zelle geht nicht.

    Wenn Mensch die entpult und gekocht und abgeschöpft und in ein paar Arbeitsschritten bewirtschaftet hat, sind die mit mehr Keimen behaftet als je zuvor.


    Tiefgefroren sofort aus der Zelle ziehen, fertig.


    Das Tiefgefrieren dient in diesem Falle der Haltbarmachung.


    Gruß


    Marion,


    die mal eine Amsel mit der Hand aufzog

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Zellendeckel mit einer dickeren Kanüle (geschliffene scharfe Spitze) oberflächlich "schlitzen"

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Servus,


    wenn er die Jungvögel nicht mit der Hand füttert, sondern die Altvögel füttern lässt, würde ich die gefrorenen Waben entdeckeln und die Altvögel die Arbeit machen lassen, die haben schließlich Zeit.

  • Ist es eigtl erlaubt Drohnenrähmchen als Vogelfutter aufzuhängen (im Bezug auf Ansteckungen/Krankheitsübertragungen)?


    Ich denke da besonders an die kalte Jahreszeit, in der sich Singvögel über solche Leckerbissen bestimmt freuen werden. Immer wieder sehe ich sie eifrig nach toten Bienen unter dem Balkon grasen. So proppere Maden wird ihnen bestimmt auch munden;)

  • :whistling: Die Maden werden natürlich in der Voliere verfüttert. Aus der können die Exoten natürlich nicht raus und (Achtung!) die heimischen Piepmätze können da nicht rein! Nix da Infektionsgefahr! :P

    Mit zwitschernden Grüßen Klaus

    Es war schon schöner auf der Welt, als ich noch den Überblick hatte. Sofie Pfister-Odermatt

  • Bei starkem Frost lassen sich Maden + Wachs einfacher trennen:

    In östlichen Gefilden habe ich auch schon Imker mit Bohrmaschinen (Mörtelrühraufsatz oder Quirl), Handmixern u.ä. das Frostgut zerkleinern und anschließend wie die schweizer Kollegen sieben sehen. Es gibt auch Zentrifugen (Industriefertigung, aber auch Eigenbau), die das Zerkleinern der gefroreren Drohnenwabenstücke übernehmen und Wachs und Maden zentrifugal getrennt auswerfen.

  • :whistling: Die Maden werden natürlich in der Voliere verfüttert. Aus der können die Exoten natürlich nicht raus und (Achtung!) die heimischen Piepmätze können da nicht rein! Nix da Infektionsgefahr!...

    Aber Bienen könnten in die Voliere rein...

    Aber Jörg, es ging doch um die kalte Jahreszeit;)


    Mir wäre der Aufwand zu groß, die Drohnenrahmen erst einzufrosten und dann im Winter wieder rauszuholen. Außerdem ist mein Frost mit vielen anderen leckeren Sachen für mich aus dem Garten jetzt voll. Da ist kein Platz.

    Die Vögelchen bekommen bei mir Körner und Kiloweise Walnüsse, die meine Eltern jedes Jahr aus dem Urlaub mitbringen.

  • Meine Grüße


    Eigene Erfahrungen habe ich keine.

    Ich habe aber einen Kunden für Drohnenrähmchen (also Rähmchen mit Drohnenmaden und Puppen ;)). Der züchtet Vögel die zur Gruppe der Fruchtfresser gehören, dessen Jungtiere halt tierisches Protein zum Wachstum brauchen.

    Der portioniert jedes Rähmchen in Summe X teile und friert die einfach ein.

    Bei Bedarf werden die Stücke einfach aufgetaut und den Altvögeln hingelegt.

    Beim ersten mal hat es wohl ein wenig gedauert bis die Vögel was damit anfangen konnten. Mittlerweile wissen sie ganz genau, was diese Stücke bedeuten ;)

    Da wird nichts geschlitzt, ausgekocht gesiebt oder ähnliches.

    Läuft mittlerweile schon zwei Jahre so.


    Wolkenflug