Ableger und Königin

  • Hallo Zusammen.


    Ich habe da ein kleines Problem. Ich habe am 21.05. (also vor 32 Tagen) zwei Ableger gebildet. In einem habe ich die Konigin gefunden welche auch schon ordentliich Stifte legt und Larven sind auch bereits vorhanden.

    Im anderen Ableger jedoch sind bis heute weder Stifte vorhanden noch kann ich die Königin finden, obwohl eigentlich eine da sein müsste. Die Bienen des Ableger sind total ruhig und ausgeglichen, auch eine frische Brutwabe mit Eiern und frischen Larven, die ich vorgestern eingehängt habe wird super gepflegt. Von Nachschaffungszellen keine Spur! Deshalb meine Annahme, dass ein Königin da sein muss.

    Welche Erklärung kann es dafür geben? Könnte die Konigin beschädigt sein (ich hatte alle Nachschaffungszellen auf verschiedenen Anraten stehen lassen), so dass sich nicht zum Begattungsflug ausfliegen kann (ja ich weiß, ich sollte sie erstmal finden ;-))? Wie lange bleibt oder kann eine Königin zur Begattung dem Volk fernbleiben ohne das sich die Bienen Weisellos fühlen, falls sie unterwegs verloren gegangen ist.


    Oder soll ich einfach warten, weil wird schon noch? Ich hätte am Samstag nämlich die Möglichkeit mir auf der Belegstelle eine neue Königin zu besorgen, damit der Ablger schnellstens in Brut geht.


    VG,

    Jimi

  • Ich weiss nicht, ob Dir das weiterhilft, Jimi, aber ich hatte dieses Jahr erstmals ein drohnenbrütiges Volk. Das war total ruhig, friedlich und sehr produktiv. Ich hätte eine Unruhe oder dergleichen erwartet, aber da war kaum etwas festzustellen. Ich weiss deshalb nicht, ob Du noch viel länger zuwarten kannst. Aber hören wir mal, was die Erfahrenen meinen. ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Noch ist es nicht Buckelbrütig. Wie gesagt keine Stifte vorhanden! Aber, das ist ja meine Befürchtung, dass es das werden wird, wenn ich noch länger warte.

    Die Frage ist wie lange es dauert bis ein weiselloses Volk buckelbrütig wird, also verschiedene Arbeiterinnen Fortpflanzungsorgane ausbilden?


    Mir ist allerdings klar, dass ich unbedingt noch einmal die Waben nach einer vermutlich vorhandenen Königin auseinander nehmen muss, bevor ich eine neue einhänge.

  • Hallo


    alles durchsieben

    wenn Du eine findest, raus und neue zusetzen


    Wenn nicht auflösen


    Wenn noch ein Ableger gewünscht ist
    mit der Neuen einen Kunstschwarm machen
    (aber nicht mit diesen Ablegerbienen)


    Gruß Uwe

  • Weiselproben sind sehr zuverlässig. Höchstwahrscheinlich ist eine Königin da, zumal das Volk sich ruhig verhält und keine Nachschaffungszellen angezogen werden.

    Buckelbrütig wird ein Volk angeblich erst, wenn es mindestens 4 Wochen weisellos war, dann allerdings fällt die Weiselprobe negativ aus, also wie bei einer vorhandenen Königin.

    Eine Belegstellenkönigin würde ich in Deinem Fall nicht riskieren.

    Gruß, Jürgen

  • Hi,
    hier ein Update um den Thread abzuschließen.


    Ich hatte 4 Tage nach einhängen der Brutwabe (Weiselprobe) doch noch 2 Nachschaffungszellen gefunden. Die Bienen hatten 32 Tage ohne Königin aber nie mehr Theater gemacht wie meine zwei weiselrichtigen Völker. Von daher dachte ich ja, sie hätten im ersten Anlauf schon erfolgreich eine Weisel nachgezogen. Dem war aber anscheinend nicht so.


    Ich bin dann wie bereits angekündigt so vorgegangen, dass ich mir eine begattete Königin von der Belegstelle organisiert habe, die Nachschaffungszellen gebrochen habe und die junge Dame zwei Stunden später im Ausfresskäfig eingesetzt hatte.


    Jetzt eine Woche später ist die Königin noch da, wird umsorgt und ist gut in Eilage. Also alles auf dem richtigen Weg!


    Danke,

    Ralf