Scalvinikäfige

  • Also meine Rechnung war:

    16+8=24

    24-21=3


    Folglich 3 Tage Zeit zu behandeln.

    Was hat das mit Reifefraß zu tun?

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Servus Simon,


    also für normal sterbliche übersetzt: Du lässt die Kö an Tag 16 frei und behandelst dann an den Tagen 22/23/24? Richtig?


    Gruß

    Jürgen

    "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen." (Karl Valentin)

  • Simons Rechnung etwas aufgedröselt:

    16 Tage Käfig + 5 Tage warten, bis alle Milben mit der alten Brut an Tag 21 geschlüpft sind.

    Jetzt wird einmal behandelt.

    Man hat dafür 3 Tage Zeit, weil erst dann die frische Brut wieder Unterschlupf für die Milben bietet: am Tag 17 -19 Stifte, bis Tag 24 die 5-tägigen Maden.

    Tag 22-24 bieten den Milben keinen Schutz.

    (Die Drohnen sind jetzt mal außen vor gelassen)


    Liebe Grüße

    Marieke

  • An alle: Ich lese hier öfter Behandlung am Tag der Freilassung. Das ist unnötig langes käfigen und dadurch unnötiger Brutverlust. Es reichen doch 16 Tage käfigen locker aus!

    Denke daran, dass ca. 60% der Milben Jungmilben sind und dass die ca. 10 Tage Reifefraß brauchen. Wenn man nur die Arbeiterbrut beachtet, dann ergibt sich folgende Rechnung:

    • Letzte Brut geschlüpft nach 21 Tagen
    • Letzte Jungmilben reif nach 31 Tagen
    • Erste Brut reif zur Besiedlung nach 8 Tagen

    Daraus ergibt sich korrekterweise, dass die Königin nach 31-8 = 23 Tagen freigelassen werden kann. 16 Tage ist zu kurz!

    Gruß Ralph

    Hallo Ralph,

    wenn du eine Fangwabe einsetzen willst, dann verstehe ich die Berücksichtigung der Reifezeit der Jungmilben - weil wir sie vorher nicht zum Absteigen bekommen. Wenn aber medikamentös (mit Oxalsäure) behandelt wird, sollte es keine Rolle spielen, wie alt (jung) die "behandelte" Milbe ist. (Solange sie sich nicht in Brut verstecken kann.)

    Oder was habe ich übersehen?


    Gruß

    Ludger

  • Eines der größten Probleme am Scalvini-käfigen ist meiner Meinung nach das Verpollen des Brutnestes. Das sind keine guten Voraussetzungen für ein neues warmhaltiges Brutnest.


    Zu dieser Jahreszeit sind auch in erstaunlich vielen Völkern mehr als eine Königin. Zu spät gesehen versaut das den ganzen Behandlungsplan (Von wegen ganzen Stand gleich behandeln...)


    Daher habe ich dieses Jahr keine Scalvini mehr benutzt. Habe sie aber im Hinterkopf mit zeitgleicher Pollenfalle vorm Flugloch...

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Wieder ein Update:

    3 von 13 Völkern haben nach Freilassung der Königin dieselbe verloren, sind also weisellos. Die anderen 10 Königinnen stiften. Die Freilassung erfolgte nach 22 Tagen.


    Heute habe ich wieder 3 Königinnen nach 22 Tagen freigelassen. Bemerkenswert war, dass in einem dieser Völker ca. 6-tägige Drohnenbrut angelegt war, z.T. in Weiselzellen. Das zeigt, dass in diesem Volk die Attraktivität der Königin nachgelassen hatte, obwohl der Käfig bestiftet war. Es wird sich zeigen, ob diese Königin überlebt.


    Meine Schlussfolgerung: Die Königin 22 Tage lang zu käfigen, ist nicht gut. Ich würde das Konzept aber nicht komplett verwerfen, sondern erwäge für das nächste Jahr eine Restbrutentnahme und Freilassung der Königin nach 16 Tagen. Das ist in etwa der Zeitpunkt, wo das oben genannte Volk angefangen hat, Drohnenbrut anzulegen.


    Gruß Ralph

  • Hallo Ralph,

    Ich habe heute meine 20 Königinnen nach 24 Tagen wieder freigelassen. Alle waren noch da. Teilweise waren neben dem Käfig unbestiftete Schwarmzellen (Spielnäpfchen?).

    Mal schauen wie es nächste Woche aussieht.


    Gruß Jörg

    Imkerforumstreffen 2019 am 8.-10. März 2019 in Kleinlüder

  • Hallo,

    Habe am Wochenende meine 11 gekäfigten auch kontrolliert.

    10 waren noch putzmunter und haben gestift.

    Bei der 11. sah es so aus

    Der klägliche Rest meiner Königin welcher nicht durchs Gitter gepasst hat;(;(

    Sie hatte dieses Jahr schon mal das Weite gesucht und lag 2m vor der Beute im Gras.

    Da sie so schlecht nicht war, hatte ich sie wieder rein getan. War auch alles problemlos.

    Ob die wieder schwärmen wollten, oder was könnte die Ursache sein:/

  • Sagt man aber nicht auch, dass einige Milben dann auch im Futtersaft abtauchen können und so der Ox-Behandlung entgehen können?

  • Das Problem ist meiner Meinung nach die stark verzögerte Wirkung der OS. Wenn die Wirkung wirklich über die Haftlappen an der Beinen geht, können die Milben vor ihrem Tod in den Futtersaft abtauchen, was zur Folge hätte, dass die OS über die Haftlappen wieder aus der Milbe heraus diffundiert.

    Auf jeden Fall erwischt man so die Jungmilben, also 60% der Milben. Sicher wird man auch einen Teil der Altmilben erwischen, aber wie viele? Das lässt sich schwer sagen. Es kommt auf einen Versuch an.

    Ich habe noch 3 Völker, wo die Königinnen in den Scalvinis sitzen. Die werde ich am 16. Tag freilassen und dann am 21. Tag die OS-Behandlung durchführen. Was dann geschieht, wird sich erweisen.

    Gruß Ralph

  • Moinsen,


    ich hatte dieses Jahr 12 Völker gekäfigt und am WE alle kontrolliert.


    Ergebnis: Eine Königin war tod. Sie hatten hier im Scalvini nachgeschafft. Waren also nicht weisellos. Der Rest lebte noch, aber ich hatte in mindestens zwei weiteren Nachschaffungszellen. Aber alles in den Scalvinis. Das bestärkt mich zu der Annahme, dass ich zukünftig direkt weiter umweisel (solange die Königinnen nun angenommen werden heißt das).


    Ich hatte übrigens nach 16 Tagen die Königinnen nicht wieder frei gelassen, da ich damals noch dachte, dass ich noch Waben raus nehmen wollte. Das hab ich jetzt jedoch nicht mehr gemacht. Dann hätten das bestimmt die Königinnen auch besser (bis auf die eine) überstanden.


    Schönen Gruß


    Frank