Scalvinikäfige

  • Hallo Imkers,


    also ich habe das dieses Jahr zum ersten mal probiert mit den Scalvinis. Zunächst mal mit 4 Völkern. Käfige in bestehende Waben reingebastelt.


    Ergebnis: nach 2 Wochen reingeschaut, von den 4 Königinnen waren 2 tot in ihrem Käfig, Völker weisellos. 50% erscheint mir eine schlechte Erfolgsquote.


    Werde ich so nur noch mit Königinnen machen, die ich eh austauschen möchte.


    Gruß,


    Jan

  • Wenn man die Teile in vorhandenen Waben einbaut muss man schauen, das der Abstand noch passt. Außerdem ist das eine riesen bastellei. Ich mache das nicht mehr und nehme stattdessen Mittelwände. Nach dem Käfigen nehme ich die Käfige da raus und die können den REst noch ausbauen. Klappt super.Bei mir leben alle zehn noch. Genau wie letztes Jahr.

  • Der Abstand sollte eigentlich ausreichend sein, habe die Waben ein ganzes Stück weiter auseinandergeschoben. Aber es war eine schöne Bastelei. Die Käfige passen bei mir nicht zwischen die Drähte.


    Und wie befestigst du das AUF die MW?


    Gruß,


    Jan

  • Befestigung auf MW:

    1. Rähmchen mit eingelöteter MW nehmen.

    2. Käfig im oberen Bereich auf die MW setzen.

    3. An beiden Seiten des Käfigs ein kleines Loch in die MW stechen.

    4. Wabendraht durch beide Löcher fädeln und vorne vor dem Käfig verrödeln. Dabei aufpassen, dass der Zusetzverschluss nicht blockiert wird.

    Beim Einsatz aufpassen, dass die Vorderseite des Käfigs nicht von der Nachbarwabe verdeckt wird. Es ist ratsam, an dieser Seite andere Abstandshalter zu verwenden. Ich habe Hoffman-Rähmchen und nagele zusätzlich einen Polsternagel auf.

    Nach dem Einsatz wird der verrödelte Draht mit dem Stockmeißel geöffnet, die Klappe aufgemacht und die Königin frei gelassen. Der Käfig ist dann fest angebaut und kann ohne Draht weiter verwendet werden.

    Gruß Ralph

  • Einen Zwischenstand von mir:

    15 Königinnen in Segeberger DN 1,5 gekäfigt.

    4 Königinnen in Liebigbeuten DN gekäfigt.

    Segeberger:

    Von den 15 Königinnen haben bis zur Freilassung 14 überlebt. Ich vermute, dass die eine tote Königin bei der Käfigung verletzt wurde.

    3 Völker hatten eine unerkannte Zweitkönigin, die fleißig weiter gelegt hatte. Das ist aber nicht durch die Käfigung verursacht worden, sondern war eine normale Umweiselung deutlich vor der Käfigung: 2 Königinnen waren aus 2015 und eine aus 2016. Dennoch haben auch alle diese Königinnen die Käfigung überlebt.

    Liebig-Beute:

    Alle Königinnen haben ganz unspektakulär überlebt.


    Wie geht es weiter:

    In den Segebergern sitzen die Völker jetzt auf 2 Altwaben und 5 Mittelwänden und werden vorsichtig gefüttert, damit die Altwaben nicht mit Futter vollgefüllt werden, sondern damit dort Köderbrut angelegt wird. Das wird nach 10 Tagen kontrolliert, nach 21 Tagen wird die Köderbrut entnommen.

    In den Liebigbeuten sitzen die Völker auf 2 Altwaben und 6 Mittelwänden. Ansonsten ist die Behandlung die gleiche wie bei den Segebergern.


    Gruß Ralph

  • Moinsen,


    zum befestigen des Käfigs auf der Mittelwand:


    1. Ich nehme ein Rähmchem mit Mittelwand

    2. ich drücke den Käfig auf die Mittelwand. Dadurch drückt man die vier Stifte auf der Rückseite in die Mittelwand.

    3. Ich hänge das so ins Volk und das Volk baut den Käfig dann ein.


    fertig...


    Hat super geklappt. Einzig bei einem Volk ist der Käfig etwas abgerutscht. Ggf. nehme ich nächstes Jahr etwas flüssiges Wachs auf die Rückseite.

  • Nächsten Freitag wird mit OX behandelt und anschließend (Samstag) Die Königin ausgetauscht und neue direkt rein.

    Hallo Frank, das würde ich nicht machen. Lass lieber die alte frei und weisle um, wenn das Volk wieder "Normalzustand" erreicht hat. Also, Brut in allen Stadien und legende Königin.


    An alle: Ich lese hier öfter Behandlung am Tag der Freilassung. Das ist unnötig langes käfigen und dadurch unnötiger Brutverlust. Es reichen doch 16 Tage käfigen locker aus!


    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo,


    ich hab auch am WE Königinnen bei 13 Völkern gekäfigt.


    Für den Einbau hab ich einfach DNM 1/2 Rähmchen genommen, die Seitenleisten auf Höhe des Käfigs eingekürzt, die Rähmchen zusammengebaut und vertikal gedrahtet. Dadurch konnte ich den Käfig optimal zwischen Ober- und Unterträger einklemmen. Keine MW oder ähnliches.


    Dann hab ich das Rähmchen mit Käfig einfach mitten ins Brutnest gehangen. Eigentlich hab ich dann alle Rähmchen wieder ganz normal zusammengeschoben und nur darauf geachtet das vorne noch Bienen am Käfig vorbei kommen. Hab letzte Woche schonmal 2 Königinnen auf dieses Weise gekäfigt und die machten noch einen ganz ordentlichen Eindruck.


    An alle: Ich lese hier öfter Behandlung am Tag der Freilassung. Das ist unnötig langes käfigen und dadurch unnötiger Brutverlust. Es reichen doch 16 Tage käfigen locker aus!



    Täusche ich mich, aber wenn du hier und da noch Drohnenecken hast/hattest an dem Tag der Käfigung und diese nach 24 Tagen schlüpfen, deine freigelassene Königin aber sofort anfängt zu stiften, dann schlüpfen an dem Tag wo die neue Brut verdeckelt wird die letzten alten Drohnen. Dann hast du keine Überschneidung!


    Weiterhin hab ich auch an eine direkte Umweiselung gedacht. Dies hat m.E. den Vorteil das alle (Winter-)Bienen ab diesen Zeitpunkt schon von der neuen Königin kommen. Plane aber die alte Königin zum Schluss komplett zu entnehmen, das Volk ein paar Stunden (hoffnungslos) Weisellos zu belassen und die neue Königin direkt im Minivolk (EWK oder Mini-Plus), also quasivereinigung zweier Völker, zuzusetzen.

    Wie geht es weiter:

    In den Segebergern sitzen die Völker jetzt auf 2 Altwaben und 5 Mittelwänden und werden vorsichtig gefüttert, damit die Altwaben nicht mit Futter vollgefüllt werden, sondern damit dort Köderbrut angelegt wird. Das wird nach 10 Tagen kontrolliert, nach 21 Tagen wird die Köderbrut entnommen.

    In den Liebigbeuten sitzen die Völker auf 2 Altwaben und 6 Mittelwänden. Ansonsten ist die Behandlung die gleiche wie bei den Segebergern.


    Gruß Ralph


    Die Idee finde ich gut und hab auch schon mit dem Gedanken gespielt. Zusätzlich zur MS-Behandlung entweder alles auf neue MW+1 Altwabe oder die erste bestiftete Wabe zu markieren und nach der Entdeckelung zu entnehmen. Somit hat man zusätzlich zur MS-Behandlung noch eine weitere Milbenreduktion durch eine Fangwabe!

  • An alle: Ich lese hier öfter Behandlung am Tag der Freilassung. Das ist unnötig langes käfigen und dadurch unnötiger Brutverlust. Es reichen doch 16 Tage käfigen locker aus!



    Täusche ich mich, aber wenn du hier und da noch Drohnenecken hast/hattest an dem Tag der Käfigung und diese nach 24 Tagen schlüpfen, deine freigelassene Königin aber sofort anfängt zu stiften, dann schlüpfen an dem Tag wo die neue Brut verdeckelt wird die letzten alten Drohnen. Dann hast du keine Überschneidung!


    Weiterhin hab ich auch an eine direkte Umweiselung gedacht. Dies hat m.E. den Vorteil das alle (Winter-)Bienen ab diesen Zeitpunkt schon von der neuen Königin kommen. Plane aber die alte Königin zum Schluss komplett zu entnehmen, das Volk ein paar Stunden (hoffnungslos) Weisellos zu belassen und die neue Königin direkt im Minivolk (EWK oder Mini-Plus), also quasivereinigung zweier Völker, zuzusetzen.

    Zur Überschneidung: Was denkst du kannst du im Spätsommer erreichen? Wo du weiterhin Reinvasion und Verflug hast? Glaubst ernsthaft die paar vielleicht noch vorhandenen Drohnenecken spielen eine Rolle? Zudem kann von denen höchstens die Muttermilbe direkt abtauchen, die anderen machen erstmal Reifefraß.


    Zum Einweiseln: Warum soll das ein Vorteil sein?

    Du machst dir Gedanken wegen ein paar Drohnenecken, willst aber ein Minivolk mit Brut und Bienen aufsetzen? Hoffentlich sind die gut behandelt ;-)


    Kann es nur nochmal wiederholen, würde auf jeden Fall erst die alte nochmal durchstarten lassen!

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • MOin zusammen,


    ich habe 20 Königinnen gekäfigt, alle leben nach 14 Tagen noch. Mit der Befestigung habe ich mir keinen großen Aufwand gemacht. Siehe Bildchen.

    Mittlerweile sind die Rähmchen halb ausgebaut. Die Völker sind ruhig.


    gruß Jörg

  • An alle: Ich lese hier öfter Behandlung am Tag der Freilassung. Das ist unnötig langes käfigen und dadurch unnötiger Brutverlust. Es reichen doch 16 Tage käfigen locker aus!

    Denke daran, dass ca. 60% der Milben Jungmilben sind und dass die ca. 10 Tage Reifefraß brauchen. Wenn man nur die Arbeiterbrut beachtet, dann ergibt sich folgende Rechnung:

    • Letzte Brut geschlüpft nach 21 Tagen
    • Letzte Jungmilben reif nach 31 Tagen
    • Erste Brut reif zur Besiedlung nach 8 Tagen

    Daraus ergibt sich korrekterweise, dass die Königin nach 31-8 = 23 Tagen freigelassen werden kann. 16 Tage ist zu kurz!

    Gruß Ralph

  • Also meine Rechnung war:

    16+8=24

    24-21=3


    Folglich 3 Tage Zeit zu behandeln.

    Was hat das mit Reifefraß zu tun?

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)