Scalvinikäfige

  • Hier wurde die Methode mit zweimaliger AS-Behandlung verglichen.


    Die Wirkung scheint wohl deutlich besser zu sein.


    Allerdings wird die Käfigung ja nur einmalig gemacht. Somit hat die Milbe bis zur Winterbehandlung deutlich mehr Zeit, sich zu vermehren.


    Man müsste die Aktion also im Oktober wiederholen, wenn man zu Weihnachten eine vergleichbare Situation haben möchte wie bei der zweimaligen AS-Behandlung. Oder Blockbehandlung. Oder sowas...

  • Naja, ich denke die Wirkung im (mehrstöckigen) Sammelbrutableger ist anders als in geteilten Wirtschaftsvölkern. Ich habe auch vor, dass ich eine kurze Kontrolle auf NZ´s mache. Eingeweiselt wird dann mit Mini oben drauf.

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)



  • Allerdings wird die Käfigung ja nur einmalig gemacht. Somit hat die Milbe bis zur Winterbehandlung deutlich mehr Zeit, sich zu vermehren.


    Man müsste die Aktion also im Oktober wiederholen, wenn man zu Weihnachten eine vergleichbare Situation haben möchte wie bei der zweimaligen AS-Behandlung. Oder Blockbehandlung. Oder sowas...

    Du behandelst die Völker ja brutfrei! Natürlich reicht hier eine Behandlung und die nächste im Winter... Überleg mal wieviel Zeit von Winterbehandlung bis erster Behandlung im Juli/August vergeht.

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Du behandelst die Völker ja brutfrei!

    Ja, klar! Deswegen ist die Wirkung auch deutlich besser. Habe ich oben ja geschrieben.

    Natürlich reicht hier eine Behandlung und die nächste im Winter... Überleg mal wieviel Zeit von Winterbehandlung bis erster Behandlung im Juli/August vergeht

    Schau Dir mal die Abbildung 4 im von mir oben verlinkten Artikel an. Da ist die Varroa-Population im Winter wesentlich grösser als bei zweimaliger AS-Behandlung. Das liegt daran, dass sie nach der Behandlung einen Monat länger Zeit haben, sich zu vermehren.


    Die doppelte Population im Winter bedeutet, dass die Schadschwelle im Sommer 3 Wochen früher erreicht ist. Nicht die Welt. Aber ob es nun Juli/August oder Juni/Juli ist, kann durchaus einen Unterschied machen.

  • Hallo joew!


    Die Behandlung mit AS schädigt die Bienen ebenso, wie die Varroamilben.

    Nur ist die Schadschwelle bei der Varroamilbe niedriger.

    Noch!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Meine Völker dürfen Milben haben und an denen brechen sie auch nicht zusammen. Wenn man nach einer Behandlung bei Brutfreiheit Anfang/Mitte August über eine weitere Behandlung bis zur Winterbehandlung nachdenken muss, dann hat man definitiv kein Milbenproblem sondern es stimmt was nicht mit dem Volk.


    Außerdem wurden in deinem verlinkten Bericht Versuche mit nur 16 Völkern gemacht und dann die Varroapopulation auch noch durch Totenfall ermittelt. Das ist sehr sehr unsicher. Man bräuchte eine viel höhere Versuchsgruppe und die Restmilben müsste mit einem Akarizid oder durch Abtöten der Völker ermittelt werden.

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Danke Simon!

    :liebe002:

    Grüße Luffi


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  • Hallo,


    leicht OT jetzt zum Beeboost als andere Möglichkeit, den Brutsammler "weiselrichtig" zu halten aber gleichzeitig brutfrei zu bekommen und vor allem den Abflug und Varroashift zu verhindern.

    Hatte ich auch überlegt, ist mir auf der einen Seite echt auch zu teuer jedesmal und andererseits plus viel relevanter:


    Es gab mal hier vom Rudi Maurer und anderen glaubhafte Berichte von mehrfacher darunter stattgehabter Entwicklung von "Monstervölkern" (von ihm so genannt", die sich im Anschluss auch ohne BeeBoost nicht weisellos fühlten, die auf eine Königin irgendwie dankend verzichten konnten.

    Die haben Weiselproben nicht angenommen ohne drohnenbrütig zu sein und haben in Serie die Zusetzversuche durch Abstechen der Kandidatinnen zunichte gemacht. Sicher nachweislich weisellos!

    In der Phase nach der Hochzeit der Völker und ohne Vermehrungstrieb und Drohnen solle dies nicht so selten auftreten. Die entsprechenden Bienen verkunstschwarmt hingen auch ohne Queen vorbildlich ruhig in der Schwarmtraube und benahmen sich tadellos wie weiselrichtige.

    Der Rudi hatte da keinen Bock mehr drauf und hat die Bienen auch nicht weiter nutzen wollen zu irgendwas und fährt siese Methode deswegen nicht mehr.


    Die Variante Nr 2 ist eben, dass sie damit trotzdem umweiseln, und man unbedingt kontrollieren und finden sollte...


    Ich finds grad nicht....hab noch parallel zu tun


    Noch ein Argument für Scalvini oder halt Halbzarge drunter etc.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Kann dazu am Ende des Jahres mehr sagen, dann haben 35 Testvölker 21 Tage Beeboost hinter sich. Am Beutenrand und auch nur 1 Röhrchen. Bei Einweiselung mit Mini kann ich es mir nicht vorstellen dass sie diese dann nicht annehmen, aber wir werden sehen :thumbup:

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  • Die Behandlung mit AS schädigt die Bienen ebenso, wie die Varroamilben.

    Klar. Hier sind wir uns einig. Sonst würden wir wohl kaum über alternative Methoden nachdenken.


    Wenn man nach einer Behandlung bei Brutfreiheit Anfang/Mitte August über eine weitere Behandlung bis zur Winterbehandlung nachdenken muss, dann hat man definitiv kein Milbenproblem sondern es stimmt was nicht mit dem Volk.

    Die zweimalige Behandlung ist die offizielle Lehrmeinung. Siehe auch "Varroa unter Kontrolle". Ob das nun tatsächlich notwendig ist steht auf einem anderen Blatt. Tatsache bleibt, dass die Milben bei einer einmaligen Behandlung einen Monat länger Zeit haben. Und das Ergebnis, dass die Population im Winter doppelt so hoch ist, ist zumindest plausibel. Und das hat nun einmal die Verlagerung der Schadschwelle im Hochsommer zur Folge.


    Außerdem wurden in deinem verlinkten Bericht Versuche mit nur 16 Völkern gemacht und dann die Varroapopulation auch noch durch Totenfall ermittelt.

    Dass die Milben-Population ungefähr doppelt so hoch ist wenn die Milben einen Monat länger Zeit haben sich zu vermehren ist zumindest plausibel. Korreliert das doch sehr stark mit der Erkenntnis, dass sich die Milben-Population alle drei Wochen verdoppelt.


    Dass die Datenlage sehr dünn ist, ist unbestritten. Das heisst aber doch noch lange nicht, dass bereits lange bekannte Zusammenhänge (wie zB die Verdoppelung alle drei Wochen) plötzlich nicht mehr gelten.


  • Varroa unter Kontrolle, und Winterbehandlungsfragen dann aber auch bitte oder wie?

    Welch ein Ton, Joew, herrlich!:oops:


    Eine Methode, die zu Brutfreiheit bei Nicht-Weisellosigkeit führt ist die Pheromongabe.

    Die hier diskutierte Alternative ist die Käfigung - eine ganz spezielle Art allerdings.

    Noch eine Alternative ist die Kleinraumgabe z.B. Halbzarge unter Brutraumsammler


    Also thematisch alles nicht sehr weit hergeholt und durchaus hier passend. Mal im Gesamtkonzept betrachtet.


    Denn bei der Käfigung mit Scalvini oder Raumtrennung mit Königin passiert so etwas wie oben beschrieben eben gerade NICHT.

    Man muss es nur mal eben wissen oder gehört haben.

    Ansonsten wird ja vorgegaukelt, das sei völlig gleichwertig einsetzbar.

    Eben nicht

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    Hans Kasper

  • Es gibt echt viele Arten die Brut Freiheit zu erreichen. Ein Imker hat mal einen Vortrag gehalten, dass er Anfang Juli alle Königinnen killt bis auf seine Zuchtkönigin. Die hat er in einer Mini. Dann errechnet er sich die Brutfreiheit und Startet eine Serie Königin die er dann als Weisezellen in die Völker gibt, so dass er 3 Tage nach dem die letzten Bienen geschlüpft sind die Bienen mit Milch oder Oxalsäure behandel (weiss nicht mehr was er genau nimmt) und die Prinzessinnen 2 Tage Später Schlüpfen. So spart er sich nach eigener aussage eine Materialschlacht, kann Waben austauschen und für die Honigernte macht es auch keinen unterschied mehr, sofern man nicht eine Tracht nach Juli ansteuert. Zudem würde man so wohl einen direkten Cut von Sommerbiene zu Winterbiene haben. Und könnte mit AS noch eine Behandlung nach schieben, wenn man es für nötig hält z.b. durch reinvasion.


    Ich finde diese Methode interessant, weil man keine Minis vorhalten muss, der Materialbedarf wohl geringer ist erscheint, und man nur ein paar Königinnen als Ersatz zurückhalten muss, falls eine Prinzessin verloren geht.


    Wenn man hier so mit Lesen tut, dann tun sich da auch ein paar Nachteile auf. Der Knick in der Bienenpopulation, der Späte Zeitpunkt der Begattung, Standbegattung, keine Nutzung einer möglichen Spättracht.




    So als Standimker klingt das doch ziemlich brauchbar. Und jede Königin wird im Volk geboren. Erscheint mir noch als Vorteil


    Und man spart sich dieses verwenden von Käfigen, Banwabben usw. Alles wieder extra Material. Das scheut mich schon sehr muss ich zugeben.