Scalvinikäfige

  • Soweit ich das erkennen kann auf den Bildern vom Shop, wird die Brut darin verdeckelt und die Königin kann nicht mehr legen. Ich dachte, der Vorteil vom Scalvini ist, dass die Königin in Eilage bleibt?

  • Habt ihr eigentlich schon mal dieses Absperrgitter-Königin-Rähmchen gesehen? Es wurde in der "Biene und Natur" vorgestellt. Ich würde es verlinken, aber das wäre vermutlich Werbung. Man kann es unter imkerwelt-as.de ansehen. Es ist ein MittelDing zwischen Bannwabe und Scalvini.

    Mir scheint es wegen des Platzbedarf in der Beute schlechter als Scalvini, jedoch hat die Königin im Käfig mehr Platz.

    Da ich überlege, dieses Jahr neben TBE auch Scalvini/& Co auszuprobieren , werde ich es wohl mal versuchsweise bestellen.

    Für den Preis kann ich das nicht selber bauen.;)

    Hallo, ich las in der" Bienen und Natur" auch diesen Artikel und auf Anhieb gefiel mir die Art und Weise des Käfigens der Königin. Immerhin ist die Bewegungsfreiheit für sie wesentlich größer als im kleineren Scalvinikäfig. Ich baute mir also 10 solche Käfige und los ging's. Start war die Zeit des Abschleuderns Mitte Juli. Die gezeichneten Weiseln waren schnell gefunden und in diese Rähmchen gesperrt, welche mitten ins Brutnest platziert wurden. Die im Rähmchen befindlichen Mittelwände wurden ausgebaut und bestiftet, es kam bis zur Verdeckelung der Brut, ist sicherlich auch trachtabhängig. Allerdings konnten sich zwei Königinnen befreien, sie waren wohl zu zierlich. Nach 25 Tagen habe ich die Weiseln wieder befreit und die Völker einmal schonend behandelt. Alle 8 Königinnen gingen tadellos wieder in Brut und bauten noch schöne starke Völker auf, die den mit AS behandelten nicht nachstanden.

    Allerdings ist die Zeitspanne bis zur Restentmilbung ohne eine weitere Behandlung im Spätherbst grenzwertig. Dieser warme Herbst und die lange Brutzeit förderte die Vermehrung der Milben meiner Bienenvölker enorm.


    VG Stefan

  • Kräuterle :

    Danke für den Erfahrungsbericht. Sehr interessant. Ob allerdings Scalvini oder TBE oder diese Rähmchen - vielen hier ging es letztes Jahr so, dass die Völker milbentechnisch nochmal richtig loslegten im Herbst.

    Wirst du es diesen Sommer noch mal mit den Rähmchen probieren?

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Hallo Honigbanane, hallo Imkers,

    Da die Prozedur des Käfigens im Mini+ Rähmchen so gut funktionierte, probiere ich es 2019 natürlich wieder. Klar macht es ein bißchen mehr Arbeit als eine Behandlung mit AS, aber trotzdem überwiegen die Vorteile des Käfigens der Königin. Speziell für meine Imkerei bedeutet das,

    die Bienen bekommen eine artgerechte Brutpause,

    die Bienen werden von einer AS Behandlung verschont durch Verwendung von OS,

    ich bekomme eine weitere Möglichkeit alte Waben zu tauschen oder evtl Meli zu entfernen,

    mit exaktem Timing reduziere ich die Bienenmasse vor dem Einengen, denn ich möchte meinen Völkerbestand nicht vergrößern,

    nach dem Befreien der Königin setzt ein enormer Bruteinschlag ein, damit gibt es reichlich milbenfreie und gesunde Winterbienen.......


    Einen schönen Gruß aus dem noch verschneiten Erzgebirge!

  • Was mich dabei so interessiert , ist , dass das Volk an sich ja bestehen bleibt. Ich hatte bei meiner ( allerersten) TBE im letzten Jahr schon, und das wird ja hier auch oft geschrieben, den Eindruck eines doch recht stark geschockten Volkes ob der Teilung bei TBE.

    Daher möchte ich das gern mal ausprobieren mit dem Käfig, vielleicht probiere ich einfach mal beides, Scalvini und den von dir benutzten. Und das dann im Vergleich zur TBE ( AS kommt eh möglichst gar nicht mehr in Frage).

    Eigentlich brauche ich dann noch mehr Völker.

    Und ich wollte doch nicht mehr wachsen.....

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Dann würde ich aber noch 10 Völker mit Bannwabentasche testen. Da kannst du jede Woche eine neue Wabe reinhängen und mit den 10 entnommenen ein neues Volk bilden! Einfach von jedem Volk noch eine Wabe voll Bienen dazu und gleich behandeln, solange die Brutwaben noch nicht verdeckelt sind. So wird die Legeleistung der Königinnen wenigstens nicht verschwendet.:u_idea_bulb02:

    Nur mal so als Idee. Hab ich noch nicht ausprobiert, die Bannwabentaschen sind auch nicht ganz billig...

    Ich teile bis jetzt lieber komplett in Brut mit Altkönigin + wenig Bienen und Flugling auf neuen Waben mit neuer Königin. Der neue Teil kann brutlos behandelt werden. So kann man die Völkerzahl nach der Ernte auf einen Schlag verdoppeln. Mit den vielen Brutwaben mach ich auch gerne nochmal einen starken Sammelbrutableger für die letzte Zuchtreihe mit Krabbelzellen und Königinnen zum umweiseln.


    Diese Minipluswabe mit eingeklemmtem Mittelwandstück ist jedenfalls Murks. Die paar Eier, die von der Königin dort gelegt werden können..., erst muß sie warten, bis das ausgebaut ist, dann legt sie vielleicht 1/2 Tag und das wars.

    Skalvinikäfige sind sicherlich besser, auch wenn die Königin darin weniger "Auslauf" hat, aber immerhin kann sie weiterlegen. Das ist wohl wichtiger.

    Mir wäre es zu Schade, um die ganze Brut, die sie normaler Weise in der Zeit anlegen könnte.

  • Bannwaben sind rausgeschmissenes Geld. Zeitlich terminierte Arbeit ist nur bei Weisel-Zucht notwendig, sonst sollte man sich und den Bienen Zeit lassen. Ich mag 2 Wochen Intervalle.

    Wenn ich krank werde oder einen Unfall habe, will ich keine Weiseln in Käfigen in 200km Entfernung haben.

  • Hach, ist das wieder genial! Diese unfassbar vielen Möglichkeiten und Meinungen.;)

    Bannwabentasche hatte ich auch schon mal angedacht, aber 40 Euro / Tasche erscheint mir dann doch happig.

    Zeitlich terminiert ist auch TBE und TUB, daher wäre mir das egal, zumal meine Völker in 15 mtr Entfernung stehen.

    Na mal sehen, was sich ergibt.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Ja, Bannwabentasche ist schon recht teuer.


    Was haltet ihr davon einen Honigraum mit 2 Honigraumwaben (mit Schied) mit Absperrgitter unter dem Brutraum zu setzten und dort die Königin die 3 Wochen brüten zu lassen und danach die beiden bebrüteten ehemaligen Honigraumwaben einzuschmelzen.


    Wildbau sollte es zu der Jahreszeit wenn oben genug Platz ist nicht geben.

    Es kostet kein zusätzliches Material.