Bauerneuerung mal anders - ob das geht?

  • Ich will da was machen was sich bewährt hat, aber ganz anders und jetzt hätte ich gerne ein Lob.


    Heute möchte ich beim Lesen der neuen IF Beiträge verstärkt keine Biene sein und auch nicht als solche wiedergeboren werden.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ja Marion, im Wirtschaftsvolk geschlüpft.

    Du würdest mir also raten ein Wirtschaftsvolk bei Brutfreiheit zu behandeln? Mitsamt den 3 Honigräumen - oder verstehe ich da was falsch?


    >>Wenn ich Du wäre, was ich ja gottseidank nicht bin


    Ja, da bin ich auch sehr froh. Und meine Bienen erst! ;)



    Ich will da was machen was sich bewährt hat, aber ganz anders und jetzt hätte ich gerne ein Lob.
    Heute möchte ich beim Lesen der neuen IF Beiträge verstärkt keine Biene sein und auch nicht als solche wiedergeboren werden.

    Ralf, danke, sehr konstruktiv. Man spürt förmlich daß du genau verstanden hast worums mir geht :rolleyes:


    Warum ich KEINE Brutentnahme machen möchte: die Völker überaltern mir sonst. Die junge Königin legt gerade los - wenn ich nun diese Brut gleich wieder weg nehmen würde, ich weiß nicht recht...


    Aber naja, egal.

  • Du hast das oben falsch verstanden, das war ein Standardsatz von Sonnenblümchen=Regina. Kam früher andauernd.


    Und:


    Ja, das rate ich Dir so. Die HR werden vorher abgeschleudert. Oder man macht eine korrekte TBE, dann können sie draufbleiben.

    Du schreibst das in Deinem Eingangsposting doch schließlich selber: nach Abräumen oder nicht?

    Drauflassen und gleichzeitig behandeln, das sind doch Dinge, über die wir uns hier nicht ernsthaft unterhalten müssen.


    Und: nicht egal.

    Du hast es Dir selbst beantwortet.

    Der Zug ist abgefahren. Lass sie einfach so und mach alles nächstes Jahr und fertig.


    Hätte, hätte, Mopedkette


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Der Zug ist abgefahren. Lass sie einfach so ...

    ... und wenn Du unbedingt noch was tun willst, dann wie Imker_luis geschrieben hat:

    abräumen, Varroa behandeln, 2. Zarge drauf, nix hochhängen (sonst sind die alten Waben ja wieder dazwischen), und flüssig 1:1 beginnen zu füttern.

    Und dann schauen, was sie von der oberen Kiste noch schaffen auszubauen.

    Letztendlich Überwinterung mit 2 BR und dann im Frühjahr die untere Kiste weg, wenn das Volk nach oben gewandert ist.

    So habe ich es über den letzten Winter mit meinen DN1.0-Völkern gemacht - und war zufrieden.


    Ich finde es immer keine gute Idee, nach dem Abräumen noch die Brutnester auseinander zu nehmen.


    Gruß, iJörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Habe vor Jahren mit DNM 2-zargig gearbeitet, nun einräumig bei einigen nicht so starken Völkern.


    Nach der Honigernte kommt ein DNM-HR oben drauf und es wird gefüttert und Varroa dezimiert. Und im FJ kommt die untere Zarge kpl. raus - das ist aus meiner Sicht der einzige Vorteil bei zweizargiger Betriebsweise.


    Worin liegt der Vorteil einer einzargigen Überwinterung ?


    Danke für einen Tipp


    Rainer

  • Haha, pure Semantik:

    Juli bis Februar/März zweizargig und Februar/März bis Juli einzargig (mit Schied) ist also was? Zweizargige Betriebsweise? Oder Imkern mit 1 (angepassten) Brutraum und großzügiger Futtergabe inkl. Wabenerneuerung über den Winter?


    Wie auch immer, es klappt.


    Gruß, iJörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • ...Worin liegt der Vorteil einer einzargigen Überwinterung ?...

    Es gibt immer Vor- und Nachteile. Man muss halt abwägen, was wichtiger ist.


    Eng gehaltene Völker entwickeln sich im Frühjahr besser, haben aber auch schneller ein Futterproblem.

    z.B. DNM-einzargig für schwächere Völker (Jungvölker) vs. 2-räumig für größere Völker, die den Raum Ende September auch wirklich ausfüllen.


    Gruß Jörg

  • Worin liegt der Vorteil einer einzargigen Überwinterung ?

    Ich habe beim Einengen im Spätsommer immer das Problem, daß ich die Völker nicht in eine Zarge bringe.

    Im September stehen dann 2 Zargen da und man denkt sich, die hätten jetzt in einer Zarge leicht Platz.

    Dementsprechend schimmeln dann über den Winter schon mal einige Waben.


    Daher gefällt mir die Idee nun recht gut, nach dem Abräumen eine zweite Zarge auf zu setzen und erst mal schauen was sie damit machen. Die untere weg nehmen kann man ja im September immer noch, wenn es paßt.


    Servus,


    Alex

  • Hallo Alex,


    das klingt bei dir so als möchtest du alles irgendwie nach "Schema F" durchziehen. Sorry, falls ich mich täusche!


    Aber warum willst du die Völker im Herbst von 2 auf 1 Zarge bringen, wenn sie den Raum besetzen? Es gibt bei der klassischen 2-Raumbetriebsweise ganz simple Methoden die Völker zu führen, z.B. die Steuerung über die Futtermenge im Sommer. So kann man sie nach oben ziehen oder nach unten drücken... Aber es hängt immer von den Gegebenheiten (Tracht, Volksgröße, Klima...) ab. Es gibt keine allgemeingültige Regel!


    Meine Empfehlung: Lies dir mal die gängigen Bücher dazu in Ruhe durch und guck mal die Videos von Simon Hummel auf ytube.


    Gruß Jörg

  • Sorry, falls ich mich täusche!

    Tust Du, macht aber nichts :)


    Aber warum willst du die Völker im Herbst von 2 auf 1 Zarge bringen, wenn sie den Raum besetzen?

    Tun sie eben nicht (alle), siehe oben.

    Meine bisherigen Erfahrungen mit 2 Bruträumen waren die letzten Jahre bei vielen Völkern so, daß sie im Herbst locker auf einer Zarge Platz gehabt hätten, beim eigentlichen Termin zum einengen jedoch noch nicht.


    Da ich in diesem Jahr erstmals mit nur einem Brutraum imkere - und noch vieles Neuland ist, inkls. das bevorstehende Einengen - mache ich mir jetzt viele Gedanken wie ich die alten Schwarten aus dem Brutraum rausbekomme. Bisher haben meine Bienen jedes Jahr 20 MW ausgebaut (2. BR und HR). Da ist die Wabenhygiene dann leichter, egal zu welchem Zeitpunkt.


    In diesem Jahr bauten sie aber nur 3-4 MW im Brutraum und eben Halbrähmchen im HR aus. Durch die intensive Bebrütung (nur 1 BR) schauen die 6-7 alten Waben nicht mehr schön aus und ich hätte die Damen gerne auf schöneren Waben überwintert.


    Daß ich jetzt hin und her überlege heisst doch noch lange nicht daß ich es so oder so oder so mache! Deshalb diskutiere ich ja mit Euch darüber um neue Ideen zum Thema zu bekommen.


    Servus,


    Alex

  • ich mache Kunstschwärme- da wird die Bienenmasse schon reduziert- und falls ich mit AS-Schwammtuch oder Apiguard behandle- kommt ein Zargenring von ca 35mm Höhe zusätzlich drauf oder ich nutze den Raum vom umgedrehten Deckel.

    Da können sich die überschüssigen Bienen aufketteln oder auch Berge bauen.


    Gruß Fred


  • ...Meine bisherigen Erfahrungen mit 2 Bruträumen waren die letzten Jahre bei vielen Völkern so, daß sie im Herbst locker auf einer Zarge Platz gehabt hätten, beim eigentlichen Termin zum einengen jedoch noch nicht...

    Was ist den der "eigentliche Termin"? Und wo ist das Problem eine fast brutleere Zarge abzukehren und einzuschmelzen?


    Ich finde das Imkern mit 1 BR (welches Maß auch immer) auch besser und sehe auch, dass die Waben sehr schnell dunkler werden. Das ist aber kein Problem! Einfach halbwegs brutfrei rausnehmen und einschmelzen...