Ersatzkönigin halten

  • Hallo,

    Vorweg:

    ich habe aktuell zwei Zander Völker.

    Nächste Saison möchte ich diese gerne vermehren.



    Ich möchte mir gerne eine Ersatzkönigin "halten" bzw. eine nachziehen um umzuweiseln.


    Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:

    Wie macht ihr das? Habt ihr dafür eine MiniPlus Beute oder ähnliche Systeme?

    Macht ihr das überhaupt mit Ersatzköniginen, oder mache ich mir hier viel zuviele Gedanken?

    Wie zieht ihr eure Königinen im kleinen Maßstab nach?


    Ich möchte es einfach vermeiden hier eine unnötige Materialschlacht anzufangen.

    (Wenn es Sinnvoll ist fange ich die aber gerne an)


    Danke!

    Alexander

  • Am einfachsten ist es Ableger im Standmaß, bei Dir Zander, zu erstellen. Du willst ja sowieso im nächsten Jahr den Bestand erweitern.


    Jetzt noch einen Ableger aufzubauen, der sich noch selbst eine Königin zieht ist relativ spät. Man kann Ableger mit 5 Waben überwintern, muss man aber als Neuimker nicht unbedingt, finde ich. Wenn es nicht optimal läuft, ist man schnell überfordert und verliert den Ableger.


    Diese Königin wäre ja nur da, falls Du einen Ersatz im Frühjahr bräuchtest, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Dafür würdest Du jetzt noch Brut aus den 2 vorhandenen Völkern nehmen. 4 Brutwaben sollten es schon sein.


    Winter doch lieber die beiden Völker, die Du hast, mit der vorhanden Stärke ein, statt jetzt noch eine Königin zu ziehen. Das wäre mein Rat, wenn Du mich danach fragen würdest. ;)


    (Solltest Du wirklich einen 5 Wabenableger einwintern, dann bitte in einer Styroporkiste. )


    Mini+ lohnt nicht für Imker unter 10 Völkern hat Reiner Schwarz, glaube ich, mal gesagt. Und der kennt sich aus mit Mini+ und Königinnenzucht.


    Meine Ableger sind alle im Standmaß und wachsten sicherlich noch auf 8-10 Waben bis Oktober.

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten

  • Danke für deine Antwort.


    Das kam in meiner Frage offensichtlich nicht rüber, aber es muss nicht unbedingt nur auf dieses Jahr bezogen sein, sondern eher als "strategische Entscheidung" für die nächsten Jahre zu sehen sein.


    Gruß

    Alexander

  • Mein Fahrplan sieht so aus, habe mir im Herbst eine Königin bestellt die ich jetzt im Mai in eine Mini+ eingeweiselt habe mit Bienen aus meinem Wirtschaftsvolk. Nächstes Jahr werde ich dann weitere Mini+ aufstellen (max. 5) und über Mini+ Ableger weitere Königinnen ziehen.


    So habe ich Ersatz und kann bei neuen Ableger direkt eine Königin einweiseln da dadurch der Ableger mehr Zeit hat sich zu Entwickeln.

    Das ist meine vorgehendsweise mit Mini+ und mir ist es egal ob es sich lohnt oder nicht, ist mein Hobby und das kostet halt was.

  • Überwintern im Standmaß ist schon o.k. Wenn Du mit Zanderbeuten arbeitest, kannst Du eine Zarge als Kasten nutzen und darin überwintern, ggf. 2 übereinander mit Zwischenboden und separatem Flugloch über dem bienendichten Gitter. Unhandlich ist dabei das Füttern (Futtertasche).


    Ich überwinter in DNM 1,5 Segeberger Styropor 2 Völkchen `a 5 Waben und bienendichter Trennung (Trennschied). Das funktioniert sehr gut und kann ohne großen Aufwand verteilt oder im FJ in 2 separate Einheiten aufgeteilt werden.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Bei Zander, wenn die Imkerei klein und Belegstelle kein Thema ist, würde ich immer einen 3-er oder 4-er Ablegerboden verwenden. Damit kann ich Ableger im Standmass erstellen, Königinnen in einem kleinem Volk auf Standmass halten oder zwischenparken. Der Material Aufwand bleibt dabei in Grenzen ( Zusätzlich nur der Ablegerboden und die passenden Schiede. )


    Ableger die nichts geworden sind ( Königin nicht begattet oä.) kann ich einfach durch ziehen des Schiedes mit dem Nachbarn vereinigen. Bei Verlusten ( zB AS-Behandlung, Königin beschädigt.. ) ist so ein kleiner Ableger auch ideal um ein Volk zu beweiseln bzw umzuweiseln.


    Im Spätsommer kann ich dann entscheiden, welche Ableger auf 10 Waben über den Winter gehen. Der Rest wird vereinigt. Auf die Art kann ich
    je nach Größe der Imkerei 1, 2, 3... Völker mehr als nötig Einwintern. Läuft es perfekt, kann ich im nächsten Frühjahr überzählige Völker in einem gängigen Mass verkaufen.

    Den Boden kann ich auch verwenden, wenn ich ein anderes Mass ausprobieren will. ( Zadant oder Zander 1,5 ) Einfach Zarge und Schied tauschen und der Rest passt.


    Viele Grüße, Dirk

  • Ja, diese 4er-Böden verwende ich auch gerne. Allerdings bevölkere ich diese immer nur mit zwei Völkern, weil sonst jeder Ableger nur Platz für zwei Waben hat.


    Etwas aufwändig ist hierbei allerdings das Trennen, da in der Zarge und im Boden ja Bienen von zwei Völkern verteilt sind. Durch einfaches abschlagen landen auf jeden Fall viele Bienen im falschen Volk.

  • Wie zieht ihr eure Königinen im kleinen Maßstab nach?


    Ich möchte es einfach vermeiden hier eine unnötige Materialschlacht anzufangen.

    Was bei mir(auch auf Zander) recht gut geklappt hat, ist die Anzucht im Honigraum (nach Weiss/Wochenendimker):

    Beim Aufsetzen des ersten Honigraums hab ich zwei offene Brutwaben hochgehängt.

    In die Wabengasse kommen drei Nicot-Näpfchen(mit Blechzungen eingesteckt) mit gutem Zuchtstoff, die i.d.R. sehr gut angenommen werden.


    Mit den gedeckelten BW samt WZ hab ich dann entweder klassische Sammelbrutableger gemacht oder Einwabenableger.

    Diese wurden über Fliegengitter über dem Spendervolk aufgesetzt.

    Durch die "Fußbodenheizung" kommt die Methode mit den ansitzenden Bienen aus.

    Je Brutwabe ein Futterwabe dazu.

    Mit einem Forstner-Bohrer zwei bis vier Fluglöcher in der Zarge anbringen.


    Mit der Methode hab ich mal meinen kompletten Stand umgeweiselt (einer der oberen Ableger wurde erweitert und dann später mit dem Volk vereinigt) und hatte noch einige Ableger übrig.


  • Wird denn der Weiselbecher angenommen, obwohl eine Königin im Volk ist?



    Danke

    Alexander

  • Hallo Rainer,


    wie händelt man sowas mit dem Futter, eine weitere Zarge drauf, auch mit bienendichtem Trennschied?

  • Ich habe Deckel mit zwei Öffnungen für den Bienenfluchteinsatz. Da kann man für jede Seite einen Rundfütter drüber setzen.

    Alternativ gibt es Futterzargen mit zwei Aufstiegen, aber da muss man dann darauf achten, dass am Ende nur ein Volk in den Fütterer kann.

    Solange genug Platz ist, kann man auch jeweils eine Futtertasche einhängen, aber das kostet mindestens eine, manchmal auch zwei Wabenplätze je Seite und man muss den Deckel jedes mal öffnen (und schließen, ohne Bienen von zwei Völkern dazwischen zu haben)

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Solange genug Platz ist, kann man auch jeweils eine Futtertasche einhängen, aber das kostet mindestens eine, manchmal auch zwei Wabenplätze je Seite und man muss den Deckel jedes mal öffnen

    Genau - das meinte ich mit unhandlich. Am Anfang tut es ja auch Futterteig, jedoch zum Auffüttern im Spätsommer wird der Platz dann knapp. Alternativ, das wurde ja auch schon genannt, ist ein Boden mit Trennung und dichtem Schied. So mache ich es auch mit der DNM1,5 Beute, wo ich dann 2 Völker mit jew. 5 großen Brutrahmen habe. Ulrich (Werra-Meißner-Imker) hatte mir mal den Hinweis auf einen Nicot-Fütterer gegeben, der zweigeteilt ist und den man auf die jew. Verhältnisse anpassen müsste.


    Beste Grüße


    Rainer

  • ich habe halbierte 9er Zargen, je halber Deckel ein 70mm-Loch, darauf Futterglas mit Lochdeckel 0,7- 1,7l(Gurkenglas), eine 9er Zarge als Dachträger. Bei Nichtgebrauch wird das Loch mit Gitter oder einer 1mm-Plastkarte abgedeckt, die beim Glaswechsel unter den Deckel geschoben wird, das fast keine Biene rauskommt.

    Da brauchen die Bienen das Futter nicht suchen, die ersten Tropfen beim Aufsetzen landen direkt auf den Rähmchen-OT. So kann man auch im Winter nochmal nachfüttern, wenn man wegen Futterwabentausch die Beute nicht aufreißen möchte.

  • Holzplatte 120 x120,

    70 mm Loch, dieses mit Drahtgewebe bespannen und auf das Loch des Innendeckels legen.


    Dadurch Futterglaswechsel ohne Bienenkontakt..


    Gruß

    Ulrich