Ableger jetzt schon permanent mit Sirup füttern?

  • Erstmal ein fröhliches Guten Morgen hier an alle Bienenverrückten...Ich bin absolute Imkeranfängerin und habe bis jetzt hier nur gelesen und versucht mir hier Tipps und Anregungen zu holen.

    Habe mich seit 12 Monaten mit Kursen und Literatur versucht auf das imkern vorzubereiten. Meinen ersten Ableger bekam ich Anfang Mai (2 BW, 2FW, und 2 ausgebaute Waben) Hat alles prima geklappt...Nachschaffungszelle, Königin geschlüpft und begattet in Eiablage gegangen und erste junge Bienen sind vor 2 Tagen geschlüpft...Seit die Königin stiftet füttere ich wöchentlich ca. 1,5 l 1:1 Zuckerlösung mit ein wenig Honig drin als Reizfütterung in kleinen Portionen hineingestellt...soweit so gut.

    Seit 2 Tagen habe ich einen weiteren 2. Ableger bestehend aus 5 Brutwaben mit prall gefüllten Futterkränzen und standbegatteten F1 Königin von einem Bienenzüchter...Bei Abholung würde mir von diesem geraten dieses Jungvolk ab sofort mit Sirup , mit einem umgedrehten Gurkenglas von oben, über dem Brutnest zu füttern.

    Der Imker meinte ich solle sie füttern, füttern füttern...damit ich sie vorm Winter noch auf 2 Zargen bekomme.

    Nun meine Fragen 1. Ist das nicht noch viel zu früh ?...Meine Bedenken dabei sind...da ja die zugehangenen MW noch gar nicht ausgebaut sind, lagern die Bienen das Futter dann nicht in die freiwerdenden Brutzellen, und die Königin hat dann immer weniger Platz zum stiften.. .

    2. Ist es denn überhaupt notwendig diesen Ableger auf zwei Zargen zu bekommen?...Meine Überlegung dabei ist, wäre eine einzargig Überwinterung für mich als Neuimkerin nicht überschaubarer...Ich bin mit der Holzeinfachbeute DN 12 gestartet und ich denke wenn die Zargen richtig gut besetzt ist beim einwintern haben die Bienen gute Vorraussetzungen über den Winter zu kommen....oder?

    Für Tipps und Anregungen wenn ich das falsch sehe, wäre ich Euch sehr dankbar...

    Gruss Landbiene 28

  • Also,


    ich würde fütter. Liegt aber auch daran das hier zur Zeit Trachtlücke ist.

    Wenn du fütterst, werden die die Mittelwände auch zeitnah ausbauen. Immer in kleinen Mengen. Entweder wird das in Bienen oder Winterfutter umgewandelt.


    Wieso meinst du das einzargig überwintern besser ist? Wenn du 2 Zargig überwinterst, wist du sie kaum überfüttern können. Das könnte bei einer Zarge durch aus passieren.

    Bei einzargiger Überwinterung würdest du eh im Frühjahr auf 2 erweitern, dann kannst du das auch jetzt schon machen.


    Du kannst auch jetzt schon die 2. Zarge geben. Kann sein das die dann schnell nach oben bauen und nicht so schnell in die Breite. Hättest dann in jeder Zarge dann 5 ausgebaute Waaben und nicht 10 in einer.


    MFG Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Hallo Torsten,

    Ich habe pro Zarge 12 DN Waben.Das Brutnest ist in der Mitte, davor und dahinter die Mittelwände.Ich habe die Zweite Zarge darauf gesetzt um dieses umgedrehte Gurkenglas mit 2 mm kleinen Löchern im Blechdeckel , unterbringen zu können.Dazwischen ist ein dünnes Holzbrettchen mit entsprechend ausgesegtem Loch wo das Gurkenglas genau kopfüber gehalten wird, die Bienen aber derzeit nicht hoch können. Habe gerade mal mit einem identischen Gurkenglas gemessen wieviel Sirup die Bienen in knapp 2 Tagen abhenommen haben...ca 350ml. Das füttert der andere Ableger ja auch an 1:1 Zuckerlösung.

    Das die Völker nächstes Jahr zweizargig werden sollten, ist mir klar.

    Ich habe nur so viele unterschiedliche Aussagen gehört und auch gelesen, was für die Bienen besser ist, ob 1 oder 2 zargig zu überwintern und kann auf null Erfahrung zurückgreifen, dass ich eben unsicher bin.Wenn ich dieses Trennbrettchen rausnehmen würde, meinst Du also dort neben dem Glas auch alles voll mit Mittelwände machen?

    Welchen Vorteil hätte das, wenn das Brutnest auf zwei Zargen verteilt wären, obwohl der Platz zum einlagern und für die Brut in der unteren nicht ausgeschöpft ist?

    Ich hoffe ich nerve Dich nicht mit diesen Fragen, aber mein Pate ist derzeit wegen schlimmer Erkrankung nicht verfügbar.

    Gruss Geli

  • Hallo Geli,


    noch haben die Bienen eine Menge Platz in der ersten Zarge. Ich würde im Moment alles so lassen, wie Du es hast.


    Die Kunst mit einem BR in den Winter zu gehen, ist es das richtige Verhältnis zwischen Platz für Brut und Futter zu halten.


    Hast Du 2 Zargen, kannst Du ordentlich füttern. Die Bienen lagern oben das Futter ein und können unten ungehindert brüten.


    In einem Brutraum muss man mehr Fingerspitzengefühl und/oder Erfahrung haben beim Einfüttern. Man sollte auch die Trachtverhältnisse vor Ort kennen. Man kann nicht im August fertig einfüttern. Die Bienen brauchen noch Platz für ihr Brutnest. Evtl. kommt auch noch eine ergiebige Spättracht. Vor dem Winter geht bei den Bienen Tracht vor Brut. Sie würden sammeln, bis keine Zelle mehr frei ist. Das Ergebnis wäre zu wenig Platz für die Brut und dass die Bienen auf verdeckelten Futterwaben erfrieren.


    Ich habe Bruträume für 11 Waben DN 1,5 und wintere auf 10 Waben ein. Es geht alles. Im Herbst kann man nur nicht mehr dauernd reinsehen in die Kästen, weil die Räubergefahr so groß ist, dass man mit jedem Nachschauen eine Räuberei anschupsen könnte.


    Im Moment würde ich, wie gesagt, alles so lassen bis die Bude richtg voll und ausgebaut ist und dann entscheiden, ob Du noch aufsetzt.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten

  • Das wird halt sehr unterschiedlich gehandhabt... hier meine Variante.

    Ich führe die Völker (11x DNM) im Sommer mit einzargigen BR. Überwintert werden der Völker zweizargig, sofort nach der letzten Ernte bekommen die einen leeren Honigraum als 2. Brutzarge.

    Aber Ableger sind doch (fast immer) kleine Völker, die ich (fast immer) nur einzargig überwintere.

    Freilich füttere ich die Ableger auch nur am Anfang (mit reichlich Futterwaben), die Dauerfütterung spare ich mir völlig. Die würde ich nur bei extremer Trachtlosigkeit machen. Bisher hat noch jeder Ableger gebaut und gebaut.

  • Ist das sinnvoll (hab das in einer Schulung so gehört):

    1-zargige Überwinterung (Ableger), auf Zander (10 Waben).

    Der Ableger sollte im September auf 6 gefüllte Zanderwaben aufgefüttert werden und Ende Oktober eine Einwinterungsstärke von 4-5 Wabengassen mit Bienen haben.

    Frage: sitzt die Wintertraube dann nach dieser Berechnubg teilweise auf den Futterwaben und ist das nicht schlimn?

  • 6 Zanderwaben ergeben ca. 12 Kilo Futter, glaube das wäre zuviel für eine einzelne Fütterung, kann mir durchaus vorstellen das das zuviel für die Immen wäre. Auf FW sollten sie auch nicht überwintern, können sie keine Temperatur halten. Lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren!!

    Gruß