Räuberei

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    Hallo.

    Hab eine Riesen-Eselei begangen! Meine zwei kleinen Ableger habe ich gestern erstmalig gefüttert und das Flugloch auf eine Bienenbreite eingeengt. Trotzdem wurde die "Futterquelle" entdeckt und nun gibt's einen Riesenauflauf vorm Flugloch. Hab das Futter erst mal wieder rausgenommen, aber das interessiert die "Räuberbienen" gar nicht. Wie kriege ich wieder Ruhe in die Ableger? So ein Mist, dass so was passiert ist.....=O;(

  • Mit was gefüttert?

    Sofort raus aus dem Flugkeis, ich würde min. 3 km entfernt bei einem Bekannten die zwischenparken, falls sie nicht schon die Königin abgestochen haben.

    Eile ist jetzt angesagt.

  • Bist Du sicher, das die ausgeräubert werden? Nach Futtergaben fliegen die erstmal wie wild. Mach mal ein Bild vom Flugloch. Dann Info auf wieviel Waben, wie stark, mit oder ohne legende Königin.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Gefüttert habe ich mit Zuckerwasser 1:1. Die Ableger waren noch sehr schwach, hatten auch noch keine Brut. Eine Kö habe ich nicht mehr gesehen. Ich hab erst mal alles dicht gemacht. Jetzt kommt keiner rein und raus. Was habe ich aber nur falsch gemacht?

  • Gefüttert habe ich mit Zuckerwasser 1:1. Die Ableger waren noch sehr schwach, hatten auch noch keine Brut. Eine Kö habe ich nicht mehr gesehen. Ich hab erst mal alles dicht gemacht. Jetzt kommt keiner rein und raus. Was habe ich aber nur falsch gemacht?

    Mann Mann Mann, oder sollte ich lieber sagen Frau Frau Frau :mad:

    Füttern ohne Brut oder Königin zu sehen ist ja wohl einfach nur falsch. Da hättest du die Zuckerplörre auch gleich offen hinstellen können.

    Hast einen Paten?

    Dann sprich bitte Mal mit dem, ja?

    Und warte einfach das nächste Mal, bis du Brut hast. Und gibt so einem Ableger bis da die ersten Bienen schlüpfen Futterwaben und Futterteig. Flüssige Fütterung erfordert eine gewisse Volksstärke oder ein angepasstes Flugloch. Und ein Volk, das auch eine Einheit ist und verteidigt.

    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Je nachdem wo Du herkommst (Profil ausfüllen ...) hast Du jetzt eine Trachtlücke, dazu schwache Ableger ohne Brut und ab geht die Post. Ging mir mit meinen ersten Avblegern ganz genauso, letztes Jahr mit zwei Schwärmen - einzige Abhilfe - wenn man es SOFORT bemerkt - raus aus dem Flugkreis.

    Wie hast Du die Ableger gebildet? Solange Du Flugbienen aus dem Altvolk dabei hast naschen die vom Zuckerwasser und sagen dann der alten Mannschaft Bescheid und das wars dann.


    Mitfühlenden Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Was habe ich aber nur falsch gemacht?

    Ich würde mal vorsichtig auf das Zuckerwasser tippen... (starker geruch). Futterteig und wassergabe wäre da sicher besser gewesen.

    Mach mal bitte Fotos, so wie es Rase auch schon geschrieben hat.

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Zu Deiner Frage "was habe ich falsch gemacht?"

    • Schwache Ableger füttert man nicht mit Zuckerwasser vor allem nicht bei Trachtlosigkeit.
    • Ich würde wetten das bei Dir keine Tracht herrscht und Deine anderen Völker nicht gefüttert werden, richtig?


    Warum hast Du Mitte Juni schwache Ableger?

    • Hast Du zu spät mit zu geringer Stärke den Ableger gebildet, oder hatte der Ableger zu wenig Futter (Futterwaben)?
    • Ableger ohne Brut und ohne Königin deutet auf falsche oder zu späte Ablegerbildung hin.


    Beste Grüße

    Franz

    P.S.: Ich habe keine Kristallkugel, also wenn Dir Deine Frage ernst war könnten etwas mehr Infos helfen...

  • So, mein Adrenalinspiegel ist etwas gesunken, bei den Ablegern ist es auch etwas ruhiger geworden, und ich bin noch einige Erklärungen schuldig. War vorhin zu aufgeregt. Der eine Ableger war ein "Experiment". Ich hatte eine schöne WZ mit ansitzenden Bienen in die Zarge gegeben und wollte testen, ob da was draus wird. Das war aber erst vor 1 Woche, daher noch schwach. Der zweite Ableger hatte mehrere SZ. Diese BW mit den Zellen hatte ich ebenfalls in eine Zarge gegeben. Eine Kö sah ich noch nicht, aber ein kleines bisschen offene Brut, zwischen 3 bis 6 Tage alt, aber keine Stifte. Allerdings auch einige verdeckelte Drohnenzellen, daher war ich mir nicht sicher, ob eine Kö geschlüpft ist, ob das Völklein drohnenbrütig geworden ist oder ob ich die paar Zellen einfach nur ignoriert hatte. Denn ein paar Drohnen stören im Ableger doch nicht, oder sehe ich das falsch? Hab erst mal alles dicht gemacht, Futter raus und morgen stelle ich um. Wie sehr freue ich mich doch da über meinen dritten Ableger, der sich prächtig entwickelt. Wenigstens einer, der mir gelungen ist. Mein erster Ableger. Da geht einem das Herz auf.....:liebe002:

  • Manche nehmen die Tipps nicht so ernst. Gleich der erste Hinweis war....raus aus der Flugzone. Und Flugloch dicht vei den Temperaturen..na ja ist ja nichtmal annähernd Kellerhaft oder was immer Du vor hattest.

  • Niemand weiß hier, ob es bei Darena warm ist. (ohne Ortsangabe)

    Niemand weiß hier, wie stark die Ableger sind. Eine Weiselzelle mit ansitzenden Bienen scheint mir wirklich sehr klein zu sein.

    Niemand weiß hier ob ein geschlossener oder ein offener Boden verwendet wird.

    Niemand weiß hier, ob es überhaupt Räuberei ist.


    Sehr müßig da Ratschläge zu geben. (wenn schon auf die gegebenen nicht eingegangen wird.)

  • Ich habe am Vatertag auch einen Ableger (zwei Brutwaben + zwei Waben mit Platz und Futter, daneben Platz für eine Futtertasche, handelsüblicher 6-Waben-Ablegerkasten halt) erstellt, der die ersten 6 Tage unbemerkt am Stand vor sich hin nachschaffte, bis mir die dolle Idee kam, ihn mit einer offenen Honigraumwabe (ohne Bienen) zu unterstützen, halt mal so etwas Futter und baut mal schön und so. Über Nacht war er für ein Volk aus der Ferne interessant geworden (sehr dunkle Bienen, nix von meinem Sammelstand). Ich habe es heute am gleichen Standort stehen und erwarte für das Wochenende die Eiablage der Nachschaffungsqueen. Wie das?


    Als ich die Räuberei (an Tag 6) bemerkt habe (nachmittags um 16 Uhr) habe ich den Ablegerkasten unten verschlossen und oben (!) geöffnet, es stoben Bienen einfach wild heraus und flogen ab. Ich habe dann über 3 Stunden den Kasten im Garten über immer so 20 Meter hierhin, dorthin verstellt und unten wie oben geöffnet, danach sofort verschlossen und verstellt. Also aus der Keilerei innen die Fremdbienen abfliegen lassen und sofort weiter in ne andere Ecke. Die Nachbarn am nächsten Tag fragten dann schon, ob ich denn ordentlich Honig bekommen hätte. ;)Kistenschlepperei und Deckel auf sah wohl sehr nach Ernte aus.


    Also sich die Keilerei so etwas gelegt hatte - ich hatte übrigens erstmalig Bienen im Schuppen rumschwirren, an dessen Südseite der Ableger steht, und bei den Wirtschaftsvölkern auf der Nordseite saßen Bienentrauben außen an der Zargennut zwischen Brut- und Honigraum, also schon ein massiver Überfall, meiner Meinung nach - habe ich den Ableger wieder auf seinen Platz gestellt. Ich wollte halt letztlich auch wissen, ob hier am Stand überhaupt Ableger gehen, oder ob ich das für die nächsten Jahre gar nicht einplanen muss. Ich habe ihm dann aus dem Muttervolk noch eine sehr schöne, komplett verdeckelte Brutwabe mit allen justament darauf befindlichen Bienen zusätzlich spendiert und das Flugloch minimalst verengt. Die Damen haben seit dem erheblichen Einsatz darauf verwendet, diese kleine Öffnung doch irgendwie zu verbreitern. :) Zwei Tage noch hatten die erstarkten Ladies schwer zu tun, so ganz schnell haben sich die Räuberinnen nicht beeindrucken lassen, aber dann hatten sie gesiegt.


    Letzten Montag habe ich die kleine frisch geschlüpfte Prinzessin, noch ganz feucht unter den Flügeln, über ihre Schlupfwabe irren sehen, der Kasten platzt aus alles Ecken, trägt wie blöd ein, ich habe die Futterwabe (Rand) vorgestern herausgenommen und durch eine Mittelwand (zentral) ersetzt, sie war nach 24 Stunden komplett ausgebaut, morgen bekommen die hoffentlich frisch aus der Post eine Erweiterungszarge und sollen ihre Baupower ausleben. Ich werde berichten.


    Die Moral von der Geschicht?

    Kleiner Ableger lohnt sich nicht.

    Ist er trotzdem mal passiert,

    anderes Volk dann nach ihm giert,

    trau dich einfach, mach ihn groß,

    etwas ist dann trotzdem los.

    Kann gelingen, muss nicht sein,

    plan es also anders ein.


    Grüße

    Holger

  • welch Poet!;)