Zu heiß für Bienenflucht?

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    Hallo zusammen,


    ich habe schon oefter gelesen, dass fuer den Einsatz der Bienenflucht die Witterung nicht zu kalt und v.a. nicht zu feucht sein soll.


    Da hab ich mich gefragt, wie es andererseits bei sehr hohen Aussentemperaturen aussieht. Die Bienen koennen ja die Luftzufuhr in den Honigraum ueber der Bienenflucht nicht mehr regeln. Besteht bei sehr heissem Wetter die Gefahr, dass es zu heiss im Honigraum werden kann und u.U. die Waben absacken? In der Suche hab ich nichts derartiges gefunden, also nehme ich mal an, nein. Aber ich wollte doch mal lieber explizit nachfragen. ;-)

    Habe bisher mit dem Besen geerntet, aber moechte heuer mal die Fluchten probieren. Ich verwende Flachzargen. Die Beuten stehen bis ca. 16:00 Uhr in der vollen Sonne. Sie haben einen hoelzernen Stuelpdeckel mit Dachpappe drauf. Darunter kommen ca. 1cm Luft und dann eine Isolierplatte.


    Wuerd mich freuen, wenn jemand dazu etwas zu schreiben weiss. :-)

  • Hallo Frisbee,


    Bei mir sind schon mal mit der Bienenflucht Mittelwände weich geworden, das Stück über dem obersten Draht ist umgeklappt und die Mittelwand hat sich verformt. Ich gehe davon aus, dass Waben die Honig enthalten durch das verdunstende Wasser aus dem Honig etwas gekühlt werden und nicht so schnell die Form verlieren.


    Ich verwende seitdem, allerdings auch noch aus anderen Gründen ein "Kehr-Fix"


    Viele Grüße

    Friedrich

    Es ist besser, hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer Acht läßt. (Albert Schweizer)

  • Mhhhh ich könnte Sowas noch nicht beobachten. Ich lege sie auch meist zum späten Nachmittag ein und vormittags wird der HR abgenommen. Um diese Zeit dürfte ja schon generell wegen der Hitze nichts passieren. Bienenflucht runter und neuer HR drauf. Eventuell werden die Rest Bienen im Vollen HR noch abgefegt. Fertig.

  • Ich grüße Euch, an diesem wunderschönen und heissen (+29 Grad) Fronleichnamstag.

    Melde mich deshalb, weil ich in 2 oder 3 Stunden die Bienenfluchten in einige Kästen einlege.

    Die Fluchten werden immer nur abends aufgesetzt, am nächsten Morgen ist der HR frei, das funktioniert

    immer, egal ob Dadant oder Zander. So kann man wirklich stressfrei und ruhig seine Honigwaben

    ernten.

    Wünsche noch einen schönen Abend. Josef

  • Die Fluchten werden immer nur abends aufgesetzt

    Sagt die eine Fraktion, während die andere rät, die Fluchten erst morgens zu setzen, weil sonst über Nacht niemand damit beschäftigt ist, den Honig zu trocknen, der tagsüber noch eingetragen wurde.

    Die Diskussion erübrigt sich aber, wenn es sich um komplett verdeckelte Räume handelt, die gefluchtet werden sollen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Bienenfluchten sind nur sinnvoll für Imker, welche ihre Bienen nahe am Wohnhaus und halbhohe Honigräume oder eine schlechte Ernte haben.

    Man braucht zwei Anfahrten und zwei Tage. Auch das Abheben und wieder aufsetzen eines randvollen Honigraums (36 kg bei Zander) um die Bienenflucht einzulegen ist nicht vergnügungssteuerpflichtig.

  • Ich hab in meinen Bienenfluchtdeckel noch 2 zusätzliche Kreise ausgeschnitten, in die genau diese runden Deckel passen: somit sinds also 3 "Fluchtwege" für die Bienen und es kommt nicht zu einem Stau.

    Einlegen tu ich die BFl über Nacht. Am nächsten Vormittag ist der gesamte HR bienenfrei.

  • Vielen Dank Euch allen fuer Eure Antworten!


    Ich habe die Fluchten am Sonntag morgen eingelegt. War ein angenehm warmer, aber nicht heisser Tag. Am Montag morgen waren noch gefuehlte 0 bis 10 Bienen in den Honigraeumen. Hat super geklappt. So macht die Ernte Spass! :-)

  • Bienenfluchten haben 2 Funktionen - bienenfrei und kein neuer Nektareintrag.

    Ich lege Samstag morgens die Bienenfluchten bei falzlosen Magazinen rein, um dann in den Bienenhäusern den schweren isolierten Zargen die Honigwaben zu entnehmen und abzufegen- kommen in 9er Transportkisten oder Kisten mit Schiebedeckel. Ein paar Bienen werden in den Trichter der Kunstschwarmkisten gekehrt, für Begattungsableger und Verkauf. In dem Moment wo durch neuen Nektar erste Spritzer auftreten ,werden nur noch verdeckelte Waben entnommen bzw. abgebrochen, und mit Schleudern begonnen, falls kein fleissiges Bienchen schon im Schleuderraum aktiv war.

    Danach geht es weiter mit den HR auf den Bienenfluchten, auch wenn dort noch ein paar Bienen draufsitzen- bisher dann abgefegt., bei der nächsten Ernte kommt mal ein Laubbläser zum Einsatz.

    Ich warte zwar meist auf eine größtmögliche Verdeckelung, aber bei Raps und Robinie ist das auch kontraproduktiv, wenn der Wassergehalt gut ist, weil der Raps zu schnell in Waben kristallisiert(und oft verdeckelte Bereiche mehr Wasser als unverdeckelte enthält) bzw die Robinie gar nicht zu vollen Waben führt.