• Es lässt sich alles ganz gut nachvollziehen, s. hier:


    Re-Invasion von innen?


    Das erklärt den Anstieg - zumindest theoretisch, es passt aber praktisch bestens. Ich hatte letztes Jahr ähnliche Erfahrungen gemacht. Es bleibt nur die konsequente Beobachtung und Behandlung mit wenig belastenden Methoden.


    In diesem Jahr auf viel niedrigerem Niveau ähnliche Entwicklung, aber keinesfalls belastend für die Völker (nach OXS-Behandlung mittels Oxamat fallen bestenfalls 30 - 40 Milben, 1/10tel dessen, was letztes Jahr fiel). Ich führe das auf die konsequente Nutzung von TBE in Vbdg. mit der OXS-Bedampfung zurück.


    Dranbleiben !


    Rainer

  • Können wir diesen blödsinnigen Begriff mal endlich aus dem Repertoire streichen!? Wenn es von innen kommt, ist es keine Invasion. Da stellen sich auch jemandem die Haare zu Berge, der kein Latinum hat.


    Der starke Anstieg ensteht m.E. wenn die Völker aus der Brut gehen.

    Die Zahl der Milben auf der Windel hat ohne Berücksichtigung des Brutzustandes wenig Aussagekraft.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Also folgendes:

    Alle Völker am Stand (8) haben eine TBE bekommen, wurden dann im frutfreien Zustand mit OX besprüht.

    2 Davon wurden per Fangwabe statt OX behandelt.

    Diese zwei wurden dann an die Heide gefahren.

    Von TBE bis transport zur Heide sind ca. 5 Wochen vergangen.
    In diesen 5 Wochen war die Fallrate bei allen Völkern traumhaft.

    Auch während die 2 Völker weg waren waren die anderen 6 super.

    Dann sind die Heidevölker wieder gekommen, mit über 10 Varroen pro Tag.


    Seit diese wieder zuhause waren, ist auch der Abfall bei den anderen Völkern angestiegen. Daher vermute ich, dass an der Heide durch Räuberei oder Verflug oder was weis ich massiv Varroen in die beiden Völker getragen wurden.

    Diese haben sich dann wo sie wieder zuhause waren auch auf die anderen Völker verteilt.


    Der Fall ist nicht schubweise.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Moin Luis,


    wie war denn die Tracht in der Heide?

    Ich hörte von Leuten, die gefüttert haben, und da kann ich mir Räuberei gut vorstellen...


    Räuber finden nicht wieder zur Tugend.

    Nach meiner Erfahrung funktioniert die Verteilung auf andere Völker über Räuberei, weit vor allem. Ich hatte schon öfter vierstellige direkt neben einstelligen stehen. Wenn Verflug eine wesentliche Rolle spielte, könnte das nicht sein.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Clas,


    wäre gut gewesen, war aber zu wenig über die Heidewanderung informiert.

    Es wurde verfrüht abgewandert, weil nach 2 Wochen nur 7 - 10kg pro Kiste eingetragen wurden. Da dachte ich mir das Lohnt sich nicht.

    Zu dem Zeitpunkt wusste ich aber nicht, dass 15 kg pro Volk bei Heide schon sehr sehr gut wären...


    Dann wird es am Heimatstand mal eine Duchsicht gewesen sein... Wir mussten mal während der Fütterung bei gutem Wetter die Völker alle Komplett auseinandernehmen...:/

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Meine Erfahrung des letzten Jahre ist, dass es im September/Oktober bisher immer zu einem Anstieg der natürlichen Varroa-Fallzahlen gekommen ist.

    Früher mit AS im August 2-3x SW von oben und Anfang September nochmals behandelt und dennoch gab es Ende September und im Oktober noch ordentlich Milben, die gefallen sind.

    Meiner Meinung kommt das von der zurück gehenden Bruttätigkeit, weniger freie Brutzellen, weniger Milben können in die Brutzelle absteigen, mehr Milben fallen ab.

    Die ersten Jahre habe ich mit Bienenhilfe/Puderzucker nachgeholfen, um zumindest den ganz großen Knick in den Völkern zu verhindern.

    Die letzten beiden Jahre gute Erfahrung mit dem Oxamaten gemacht und die Bienen kamen sehr gut aus dem Winter. Sind auch jetzt noch ordentlich fett.

    10 Milben pro Tag finde ich jetzt (noch) nicht kritisch. Behandlungswürdig ja und an der Grenze, aber (noch) nicht kritisch. Naja, weniger wäre natürlich deutlich schöner;-))) Am besten Richtung 1/24h.

    Allerdings behandel ich die Bienen halt auch noch mal im September/Oktober, um dem Milbenbestand spät im Jahr noch mal einen guten Knick zu geben.

    Und zur Not auch noch mal Ende Oktober, wenn alle Stricke reissen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hatte jetzt 6 x 3 vor... Also 6 mal alle 3 Tage. Würdest du's anderst machen?

    Da OX-Blockbehandlung in Deutschland nicht erlaubt ist gibt es dementsprechend keine Literatur. Deswegen habe ich die Einträge im IF mal durchforstet und 32 Einträge gefunden. Das reicht von 7x im 2-3 Tage-Abstand bis 3x im 7 Tage-Abstand. Die Masse gibt 4-5x im 3-4 Tageabstand an. Da bist du mit 6x3Tage auf der sicheren Seite

  • Moin Luis,


    warum musstet ihr das?


    Gruß Clas

    Hi Clas!


    Weil wir die auf andere Beuten setzen mussten, da wir sonst zu wenig zum Einwintern gehabt hätten an anderer Stelle...

    Haben Zwei Arten von Zander Beuten, die aber nicht Kompatibel sind... 🤦‍♂️

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • erste Blockbehandlung Ox-Dampf direkt nach dem Abschleudern im August...

    Überprüfung vor der Behandlung ergab bis auf wenige Ausnahmen 1-3 Milben in 24h, jetzt bei der Behandlung fallen zwischen 5 und 50 Milben, bei zwei über 100 Milben und bei einem 200-300 Milben (Fallzahlen immer direkt nach dem Tag der Behandlung ausgezählt).

    Wie ist solch enorme Varroabelastung nur 6 (?) Wochen nach einer OX-Blockbehandlung zu erklären? Ein Kollege berrichtete auch hier von >300 Milben/Tag behandlungsbedingtem Varroatotenfall (sein bestes Volk), obwohl nur 6 Wochen zuvor am Stand eine 5malige Blockbedampfung (alle 3 Tage abends nach Einstellung des Flugbetriebs mit Varrox auf Zander/2- bzw. 1räumig) vorgeschaltet war. Hinweise auf Räuberei hatte er nicht (keine signifikante Gewichtszunahme), allerdings eine selbstverschuldete räuberische Invasion am Honigschleuderabend im Juli (Fenster im Schleuderraum von wohlmeinenden Familienangehörigen trotz offener Leerwaben angekippt).

  • Hallo Imker-luis

    Wenn ich lese, was du da schreibst, kommt mir immer mehr die Einsicht, du musst noch einige Jahre Erfahrung sammeln.

    Aber nur zu, es wird. Und außerdem finde ich, eigene Erfahrungen sammeln ist tausend Mal mehr wert als jede vorgekaute Meinung anderer.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck