• Zitat von beenutzerin

    Meine TBE mit weiselrichtigem Brutsammler nach Ralphs Anleitung habe ich recht früh gemacht, auch weil hier nach Raps/Obst nicht mehr viel kommt, aber dafür evtl. Spättrachten möglich sind.

    Zitat von beenutzerin

    Die sind ja schon behandelt: Völker nach TBE und die Schwärme bekamen natürlich auch brutfrei MS.

    Und die Spättracht lässt Du dann also aus?

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Das war wohl mißverständlich. Ich hätte schreiben sollen: Völker nach mit TBE und Schwärme mit MS behandelt.


    Ist es so verständlicher?


    Und für die Spättracht kommen nur die TBE-Völker in Betracht, das schrieb ich ja auch nur im entsprechenden Zusammenhang.


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Hier ist die Varroabelastung scheinbar deutlich geringer als in den Vorjahren. Das bestätigte mir ein Berufs-Bio-Imker aus der Region von allen seinen Standplätzen, der mit geölter Windel bzw. PuZu diagnostizierte.

    Mein TBE-Brutsammler (5 Zargen Zander randvoll mit Bienen) hat keinen natürlichen Milben-Totenfall, allerdings noch die letzten 5 Fangwaben bis Sa. im Brutraum. Aus dem Sammler-Sammler werden viele verkrüppelte Bienen herausgetragen - tlw. sicher auch verkühlte Brut, da bienenleer aufgesetzt und bei kühlem Wetter zusammengestellt.

  • Mich wundert das momentan auch: Viel weniger Milben als in den letzten Jahren. Das am stärksten belastete Volk hatte 3 Milben/4Tagen auf der Windel, die anderen 0. Auch der Varroatester zeigt bisher kein anderes Ergebnis. Ich traue dem Frieden nicht, am Wochenende kommt die Brutentnahme.

  • Bie Varroabehandlung muss man sich auf ähnliche/vergleichbare Ergebnisse einstellen, wie bei der Unkrautbekämpfung mit Glyphosat. Überlebensfähige und womöglich besonders fruchtbare Kontrahenten werden ausgelesen.
    Aber vielleicht entwickelt sich ab diesem Jahr hier auch mal alles zum Besseren. Das wäre gut.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • ...Varroabehandlung...Überlebensfähige und womöglich besonders fruchtbare Kontrahenten werden ausgelesen.

    Für Behandlungen mit TAM oder Hyperthermie mag das gelten (Bestenauslese). TBE jedoch bildet da eine Ausnahme, weil sie nicht die agilen, fittesten Milben ausliest, sondern die, die zu träge und zu ungeschickt sind, rechtzeitig in offene Brutzellen zu schlüpfen = Schlechtestenauslese (s. Kleingartendrohns Vorwort zur PDF in #1:

    TBE mit weiselrichtigem Brutsammler

  • Ich denke man sollte sich von Vorstellungen wie gut, schlecht, fit, usw. verabschieden.

    Es wird sich immer das Individuum durchsetzen, dass sich am besten anpasst.

    "Survive of the fittest" hat nichts mit dem deutschen Begriff "Fitness" zu tun...


    Imho liegt die Lösung darin, die Bekämpfung (also die Umweltbedingungen) schneller zu variieren als sich die Milbe anpassen kann...

  • Moin,

    Kann auch am Jahr liegen. Auch bei mir gibt's kaum Milben.

    Das Bienenjahr begann hier, nach zwei "Startversuchen" am 11. Mai(!). Der Raps war schon aufgeblüht …

    Viele Völker gingen erst dann ultimativ in Brut.


    Das wird auch der Varroapopulation geschadet haben. Sie sind aber da.

    Bei einigen Völkern habe ich über totale Brutentnahme umgeweiselt - auf der Fangwabe fanden sich auch (einige wenige) Milben.


    Grüße Ralf

  • ...Es wird sich immer das Individuum durchsetzen, dass sich am besten anpasst...

    Tja, und mit welchem der beiden Indiviuen wird die Anpassung permanent trainiert und mit welchem nicht nennenswert?

    Welches Individuum geht da mit welchem immer gerissener um, beschäftigt Imker wie Wissenschaftler und gar ganze Institute?
    Irgendwie scheint es hier ähnlich bestellt zu sein, wie mit den sogenannten "dümmsten Bauern".

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Moin,

    Man sollte mit der Chemie sparsam umgehen - wild um sich schießen nutzt nur dem Munitionshändler…

    So ganz verstehe ich die "Mechanik" nicht: Vor vielen Jahren hatten wir hunderte Milben - und trotzdem Bienen ohne Ende.

    Heute entwickelt sich manches Volk um's verrecken nicht, aber Milben sind auch mit der Entdecklungsgabel kaum zu finden..… hab mir extra eine alte für Untersuchungszwecke

    rausgesucht.


    Sind es doch nur die agrochemicals?


    Wobei dieses Jahr bei mir auch das Wetter schon genügt hat, mir den Spaß zu verderben. Es kann nur besser werden.


    Grüße Ralf

  • Drüber nachdenken wie und womit behandlet wird und was es bei den Bienen macht.

    Auf jeden Fall zusätzlichen Stress.


    Ich denke schon, dass ein riesengroßer Anteil an anscheinend wachsenden Problemen mit vermeintlich an der Milbe eingegangenen Völkern nicht lediglich mit der erhöhten Durchschnittsblödheit der Imkerschaft zu begründen ist,

    die ist heute normalerweise weitaus besser informiert und dahingehend geschult als vor unseren heutigen Möglichkeiten der Schulung und Informationsbeschaffung.

    Es ist eine Black-Box der Zusatzeffekte und Vorschädigungen der PSM - und deren Coctailwirkung in Kombinationen und im angeblichen Niederdosisbereich.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Das sortiert sich von selbst. Über Winter.


    Nicht alles muss man selbst tun - die Natur hilft. Immer.


    Manchmal mag das nicht im Sinne des Anwenders sein, aber sie tut, was sie muss.


    Grüße Ralf