• Die Varroazeit nähert sich. Eine erste Bestimmung des Varroatotenfalls über 3 Tage ergab V=0...1/Tag. Bei angenommenen 1 Varroa/Tag werden daraus in 2 Monaten (Mitte August) ca. 8 Varroen/Tag.

    Auf einer außerhalb des Stocks sterbenden Biene habe ich eine aufsitzende Varroa gesehen.

    Es gilt jetzt also aufzupassen.

    Ich bestimme den Varroatotenfall in ca. 14-tägigen Abständen. In den vergangenen Jahren entsprachen die Fallzahlen ganz gut einer exponentiellen Zunahme. Auch eine plötzliche Invasion von außen konnte ganz gut gesehen werden. Die kam aber nur bei wenigen Völker vor, wahrscheinlich waren das Räubervölker.

    Ich finde dieses Verfahren zur Bestimmung des Varroastatus trotz der hier viel geübten Kritik praktisch und aussagekräftig und würde es jederzeit weiterhin empfehlen.

    Gruß Ralph

  • ...Auch eine plötzliche Invasion von außen konnte ganz gut gesehen werden. Die kam aber nur bei wenigen Völker vor, wahrscheinlich waren das Räubervölker...

    Womit belegst du die Invasion von außen?

    Räubervölker, waren das deine Völker oder fremde Völker (Varroen gegen Futter)?

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Womit belegst du die Invasion von außen?

    Mit einem sprunghaften Anstieg bei sehr wenigen Völkern, während die meisten Völker einen kontinuierlichen Anstieg des Varroatotenfalls aufwiesen. Wo sie möglicherweise geräubert hatten, kann ich nicht wissen. Der eigene Stand scheidet aber aus, da ein sprunghafter Anstieg durch Räuberei an wenig befallenen Völkern nicht erklärt werden kann.

    Gruß Ralph

  • Das wird ein heftiges Varroa-Jahr. Seh hier schon einen deutlichen Befall. Da wird so manche Bienenkiste im Frühjahr leer stehen, und das auch ganz ohne massentierhalter-/ ausbeuterische Honigernte. Und auch die romantisch freien Hipsterschwärme in ihren Ritzen und Höhlen - sterben munter mit. Ein Elend isses, diese Natur.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ach, Ihr Spielverderber...hier brummt die Linde mit bis über 4 kg pro Tag und schon wird so ein Kassandraischer Thread eröffnet. Kaum freut man sich an den Brutbrettern und der emsigen Queen da kommt schon der Hinweis auf den lauernden Höllenhund...


    Doch ich rüste mich, die Totale Brutentnahme ist in Vorbereitung: Fahrplan ist verfasst, 60 Mittelwände sind eingelötet...nun müssen noch Kisten geputzt werden und dann geht es ran an den Speck und die Varroen. Dann keine Gnaden den braunen Plagegeistern!!


    Fürchte nämlich auch Schlimmes...dank des lausigen Frühlings wurde kaum Drohnenbrut geschnitten, keine Brutpausen, nix...da wird so einiges lauern!


    M.

  • Mittelwände zwar noch nicht fertig im Rähmchen aber TBE auch bereits terminiert, Jungqueens in Arbeit, Kisten verplant usw.


    Ich hasse AS...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • ...Wo sie möglicherweise geräubert hatten, kann ich nicht wissen..

    Räuberei ist hier nicht auszuschließen aber auch nicht bewiesen.

    2009 gab es zur Varroaentwicklung im Volk ein interessantes Thema: Re-Invasion von innen?

    Und die Varroaselektion auf Überlebenskünstlerinnen lief intensiv weiter...
    Übrigens, wann wurde die Mehrfachbegattung der Bienenköniginnen erkannt?

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Doch ich rüste mich, die Totale Brutentnahme ist in Vorbereitung: Fahrplan ist verfasst, 60 Mittelwände sind eingelötet...nun müssen noch Kisten geputzt werden und dann geht es ran an den Speck und die Varroen. Dann keine Gnaden den braunen Plagegeistern!!

    Wann fängst Du an mit der TBE, Melanie? Wenn ich mir die Linde in Berlin so ansehe, plane ich meinen Beginn für den 18.6.


    Gruß, iJörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Doch ich rüste mich, die Totale Brutentnahme ist in Vorbereitung: Fahrplan ist verfasst, 60 Mittelwände sind eingelötet...nun müssen noch Kisten geputzt werden und dann geht es ran an den Speck und die Varroen. Dann keine Gnaden den braunen Plagegeistern!!

    Wann fängst Du an mit der TBE, Melanie? Wenn ich mir die Linde in Berlin so ansehe, plane ich meinen Beginn für den 18.6.


    Gruß, iJörg

    Ich mache die TBE erst nach Trachtschluss. Ich sehe keinen Sinn darin, es früher zu machen denn der Flugling muss ja binnen einer Woche entmilbt werden...wie soll das gehen mit den Honigräumen darauf?

    Ausserdem will ich die Honigräume zum Reifen dann auf den Brutling setzen...der hat dann ja ausreichend Zeit und Bienen um sich damit zu beschäftigen...


    M.

  • Eins meiner Völker hat jetzt schon einen Milbenfall von 20 Milben pro Tag, die anderen sind unauffällig (< 0,3 Milben pro Tag). Jetzt überlege ich bei dem belasteten Volk den Honigraum abzunehmen und mit Ameisensäure (Nassenheider) zu behandeln. Wetter wäre optimal. Oder gäbe es Alternativen dazu?


    Flanitz

  • Ich mache die TBE erst nach Trachtschluss. Ich sehe keinen Sinn darin, es früher zu machen denn der Flugling muss ja binnen einer Woche entmilbt werden...wie soll das gehen mit den Honigräumen darauf?

    Ausserdem will ich die Honigräume zum Reifen dann auf den Brutling setzen...der hat dann ja ausreichend Zeit und Bienen um sich damit zu beschäftigen...

    Naja, ist doch ganz einfach...

    TBE mit Fangwabe -> +1 Woche Fangwabe raus -> +1 Wo. HR runter behandeln = TBE 2 Wo. vor Trachtende

    Wenn ich dem Brutling (wenige Bienen, weisllos) den HR aufsetzen würde, dann hätte ich Angst vor Räuberei und die Trocknung kriegen die garantiert nicht in den Griff. Bei der Sommertacht sehe ich (bei mir) aber eh kein Problem mit dem Wassergehalt.


    Gruß Jörg