Ab 2018 ist Schluss mit Pestiziden auf Ökologischen Vorrangflächen!

  • ...Zentrales Problem ist mMn eh nicht ob Bio oder konventionell oder oder.. denn selbst wenn wir die gesamte Anbaufläche Deutschlands absolut intensiv bewirtschaften würden, so würde es wohl immer noch nicht zur Eigenversorgung der Deutschen Bevölkerung genügen. Der Punkt ist, wie wir essen und leben. ...

    Naja, wenn ich mal schnell nachschaue, dann sehe ich, dass wir etwa 20% der landwirtschaftlichen Produkte (gesamt) einführen und bei tierischen Produkten eher mehr exportieren, als importieren.

    So sollte wohl eine Eigenversorgung in Deutschland mit gutem Willen m.E. schon möglich sein.


    Ist halt nicht ganz so schwarz/weiß wie man es gern hinstellt...

  • ...Zentrales Problem ist mMn eh nicht ob Bio oder konventionell oder oder.. denn selbst wenn wir die gesamte Anbaufläche Deutschlands absolut intensiv bewirtschaften würden, so würde es wohl immer noch nicht zur Eigenversorgung der Deutschen Bevölkerung genügen. Der Punkt ist, wie wir essen und leben. ...

    Naja, wenn ich mal schnell nachschaue, dann sehe ich, dass wir etwa 20% der landwirtschaftlichen Produkte (gesamt) einführen und bei tierischen Produkten eher mehr exportieren, als importieren.

    So sollte wohl eine Eigenversorgung in Deutschland mit gutem Willen m.E. schon möglich sein.


    Ist halt nicht ganz so schwarz/weiß wie man es gern hinstellt...

    Was ist mit Zwischenprodukten, wie Futtermitteln...?!

  • Zitat
    BfN Pressemitteilung: BfN-Praesidentin fordert Kehrtwende in der Agrarpolitik
    [...]
    Konkret kritisiert das BfN beispielsweise die Vorschriften für die so genannten ökologischen Vorrangflächen als völlig unzureichend. Sie sind das zentrale Element des "Greening", das in der EU-Agrarpolitik mit der letzten Reform eingeführt und mit erheblichen öffentlichen Mitteln versehen wurde. "Allerdings wird die Erfüllung der Anforderungen für den überwiegenden Teil dieser Flächen durch den Anbau von Zwischenfrüchten und Leguminosen realisiert, die keinen Mehrwert für die biologische Vielfalt erbringen", erklärt Prof. Jessel. "Gemessen an den eingesetzten Finanzmitteln - jährlich werden etwa 1,5 Milliarden Euro als Greening-Prämie für Landwirte in Deutschland vorgesehen - müssen die Vorrangflächen wie auch das Greening als solches daher als weitgehend wirkungslose und gleichzeitig zu teure Fehlentwicklung bezeichnet werden."


    M.

    Ist doch mein Reden!

    Und warum?!

    Weil jeder gute Ansatz von irgendwelchen Umweltverschlimmbesserern zunichte gemacht wird.


    Das konnte ich die letzten Jahre sehr schön an einem meiner Stände an einer Stilllegungsfläche beobachten: Anfangs war da nicht viel. Jetzt im vierten Jahr stehen da richtig viel Weißklee, Zottelwickenplatten sind immer größer geworden, Disteln sind schon sehr verbreitet, Malven werden langsam, usw., und das Feld dröhnt nur so von Hummeln und Co. (Verschiedene Wildbienen die ich nicht einordnen kann).

    Jetzt kommen irgendwelche Ökofaschisten daher und meinen, dass man nach fünf Jahren den Ackerstatus für die Fläche verlieren müsste, was faktisch einer Enteignung gleich käme. Da wären meine Verwandten, denen die Fläche gehört, doch bescheuert, wenn die die nicht platt machen würden um sie ein Jahr in die Produktion zu nehmen. Mit entsprechen erhöhten Herbizidaufwand, dass das überhaupt funzt. Danach wird die dann wieder für vier Jahre stillgelegt und das "Biotop" muß sich von Null an neu entwickeln...

    Abgesehen von dem Unding der Enteignung; wie kann man nur so naiv sein. Irgendwelche Umweltspendenbettler (die Idee des Ablassbriefhandels für das schlechte Gewissen ist ja nun auch nicht neu.) schreiben sich den "Erfolg" dann noch auf ihre Fahnen und lassen den von ihren ahnungslosen Symphatisanten, für die ein Loch mit Baum im Großstadtbeton die Natur ist, verbreiten...


    Ich hätte dass Krötenschreddern beim Mulchen meiner vierjährigen Blühfläche (extra teure Mischung eingesät, statt nur stillgelegt, mal Filmen müssen. Soviele Frösche kann kein Weltretter über die Straße tragen...


    Aber dann jammern, dass die ÖVF nix bringen..., Hauptsache der Ablaßbriefhandel läuft!


    EDIT: Sorry, wenn ich jetzt wen angepisst habe, aber die Sache geht mir ziemlich gegen den Strich, da ich persönlich getroffen werde. Hätte gern Bohnen in die Fruchtfolge genommen, da meine Bienen auch was von hätten. Das ganze ohne ÖVF-Blödsinnsauflagen. Aber so wird es auch in Zukunft keinen Markt dafür geben, da nur für meine kein Silo beim Landhandel eingerichtet wird. Selber verwerten kann ich die nicht.

  • Und warum? (...) Jetzt kommen irgendwelche Ökofaschisten daher und meinen, dass man nach fünf Jahren den Ackerstatus für die Fläche verlieren müsste, was faktisch einer Enteignung gleich käme. Da wären meine Verwandten, denen die Fläche gehört, doch bescheuert, wenn die die nicht platt machen würden um sie ein Jahr in die Produktion zu nehmen. (...) Danach wird die dann wieder für vier Jahre stillgelegt und das "Biotop" muß sich von Null an neu entwickeln...


    EDIT: Sorry, wenn ich jetzt wen angepisst habe, aber ...

    ...Du hast völlig Recht. Eigentlich weiß das auch jeder, der sich mit dem Thema befaßt. Aber das Thema läßt sich halt schön emotional ausnutzen. Furchtbar isses.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife