Ab 2018 ist Schluss mit Pestiziden auf Ökologischen Vorrangflächen!

  • Aktuelle Nachricht aus dem NABU:

    Die Entscheidung war knapp, aber zu Gunsten der Natur: Ab 2018 ist Schluss mit Pestiziden auf Ökologischen Vorrangflächen!


    Endlich mal ein kleiner Schritt vorwärts...


    M.


    EDIT: Ich drücks mal freundlicher aus: Schaut mal was bisher auf ÖVF zugelassen war.

  • Könnte jemand erklären, was das jetzt genau für uns und unsere Bienen bedeutet?
    Für den 'spritzmittel-Leien', ich bin in dem Gebiet nämlich nicht unbedingt bewandert. :|

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.



  • EDIT: Ich drücks mal freundlicher aus: Schaut mal was bisher auf ÖVF zugelassen war.

    Das ist aber nett - im O-Ton war's zwar ehrlicher aber immerhin funktioniert die Selbstkontrolle noch.

    Übrigens hat das weder der BUND noch NABU erreicht, sondern eine Vielzahl von Akteuren die hart für einen kleinen Schritt vorwärts gerungen haben gegen entsprechend starken Widerstand.


    Wer sich informieren möchte:

    https://www.nabu.de/news/2017/05/22515.html


    Die entscheidende Abstimmung

    Zitat

    Die Abgeordneten des EU-Parlaments sind jetzt dazu aufgerufen, die
    Entscheidung des Agrarausschusses in ihrer Plenarsitzung am 12. Juni zu
    ignorieren und dem von Agrarkommissar Hogan vorgeschlagenen
    Pestizidverbot auf Ökologischen Vorrangflächen doch noch zuzustimmen.

    hat eben jetzt genau das erreicht!!!


    M.

  • Steh ich jetzt auf dem Schlauch oder du????

    Die haben doch GEGEN das Pestizidverbot entschieden! Es darf weiterhin auf ökologischen Vorrangflächen, also schutzwürdige Flächen (warum heißen die so?) Glyphosat und anderes gespritzt werden. Oder gibt es eine noch aktuellere Entscheidung? Dann hast du den falschen Link gesetzt.

    Was das für unsere Bienen heißt?

    Dass sie auch dort, wo besondere Schutzräume für Bienen, Wildbienen & Co. sein sollten, eben nicht geschützt werden! Nicht nur, dass sie auf den Ackerflächen dem Zeug ausgesetzt sind, sondern auch da, wo es für sieeigentlich noch unbelastetes Futter geben sollte.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Im wesenlichen gibt es folgende Möglichkeiten von ÖVF um die Greeningauflagen zu erfüllen:


    1) Brache --> Da sind jetzt schon keine PSM erlaubt.


    2) Blühflächen /-streifen --> Da sind jetzt schon keine PSM erlaubt.


    3) Zwischenfruchtanbau --> Da sind jetzt schon keine PSM erlaubt.


    4) Leguminosen --> PSM sind erlaubt, macht aber kaum einer, da wirtschaftlich "nur mit viel Mühe schön zu rechnen" und künftig ohne PSM wohl so gut wie garkeiner mehr.


    Und was hat man nur erreicht? In welche Richtung soll der Schritt gehen?


    Leider wurden durch solche Umweltverschlimmbesserungen schon viele gute Greening-Ansätze im Keim erstickt.


    Meine mit ca. 800,- €/ha p.a. geförderte Blühfläche hab ich aufgrund der Gesetzeslage platt gemacht. 800,- €/ha für einmal Säen und dann jahrelang garnix machen klingt zwar gut, aber ist mit wahnwitzigen rechtlichen Folgen verbunden.

    Mache jetzt Blühflächen ohne diese Förderung. Dafür ohne den ganzen Schwachsinn der damit verbunden ist. Wer von seinem Land leben muß und das nicht wie ich zum Spaß am Arbeiten mit der Natur mach, wird sowas wohl kaum noch machen...


    Auch für Bienennutzung ausgelegte Zwischenfrüchte baue ich übrigens an, OHNE dass ich damit Auflagen erfülle, darf die dann aber auch so anbauen, dass die auch was werden, bzw. tatsächlich die Bienen was von haben. Hat ein Ackerbauer ohne Bienen aber wohl auch weniger Interesse dran, bzw. der muß dafür sorgen dass da eben möglichst nix blüht, bzw. zur Samenreife kommt, um nicht danach ein weiteres Unkrautproblem zu haben.


  • Die haben doch GEGEN das Pestizidverbot entschieden! Es darf weiterhin auf ökologischen Vorrangflächen, also schutzwürdige Flächen (warum heißen die so?)

    Erkundigt Euch doch bitte mal was ÖVF überhaupt sind! Die Infos findet man für jeden zugänglich auf den Seiten der Landeslandwirtschaftsämter.

  • Steh ich jetzt auf dem Schlauch oder du????

    Die haben doch GEGEN das Pestizidverbot entschieden! Es darf weiterhin auf ökologischen Vorrangflächen, also schutzwürdige Flächen (warum heißen die so?) Glyphosat und anderes gespritzt werden. Oder gibt es eine noch aktuellere Entscheidung? Dann hast du den falschen Link gesetzt.

    Was das für unsere Bienen heißt?

    Dass sie auch dort, wo besondere Schutzräume für Bienen, Wildbienen & Co. sein sollten, eben nicht geschützt werden! Nicht nur, dass sie auf den Ackerflächen dem Zeug ausgesetzt sind, sondern auch da, wo es für sieeigentlich noch unbelastetes Futter geben sollte.

    Holmi, der Link ist korrekt - muddu bis zum Ende lesen: Es geht eben darum, dass das Parlament überraschenderweise eben doch dann für das Verbot gestimmt haben. Die Info ist ganz frisch, da wird sicherlich bald auch was online zu finden sein...


    Grüße

    Melanie

  • Muss mal spezieller nachfragen.

    Bei dem Thema Blicke ich auch nicht wirklich durch.


    @ beeklopter

    Blühflächen /-streifen --> Da sind jetzt schon keine PSM erlaubt.


    Dürfen diese Flächen denn im gleichem Jahr bzw. Im darauf folgendem Frühjahr überhaupt totgespritzt werden? Ich frage, weil, bei uns hier wird jedes Jahr auf einen anderen Acker im Spätsommer, eine Phacelia, Sonnenblumen, Rettich Mischung gesät und dann auch wieder vor der nächsten Aussat von meist Raps und Gerste, totgespritzt. Seid wann gilt dieses Verbot? Ist es Bundesweit einheitlich geregelt? Oder von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Nettisrb ()

  • Oje...

    Könnte das zwar alles erläutern, aber das wird sicher todgespammt...


    Schau doch mal auf der WWW Deines Landwitschaftsamts. Da steht eigentlich alles dazu.


    Da wird sonst ne Menge Unfug verbreitet....


    Dir fehlen die Grundlagen dazu. Wo soll ich da anfangen?!?

  • Der Artikel ist sowas von schlecht und verdreht die Tatsachen dass ich garnicht soviel fressen kann wie ich eigentlich kotzen müsste!


    Aktuell wurde ein Ansatz abgewürgt, die Landwirtschaft etwas umweltfreundlicher zu gestalten. Nicht mehr und nicht weniger!


    Ich gebs auf. Aber bitte versucht Euch doch mal ein kleines bisschen in die Thematik einzulesen!

  • Du meinst weil jetzt Landwirte aus dem Leguminosenanbau aussteigen?


    Finds trotzdem korrekt, Ökologische Vorrangflächen auch solche sein zu lassen. Da gehört für mich keine Bestands"regulierung" dazu schon gar nicht über den chemisch-synthetischen Weg. Will man den Eiweißplanzenanbau hierzulande ankurbeln, sollen sie sich was passendes genau dafür ausdenken. Wie für alles halt. Der Großteil der Landwirte läuft mMn eh nur dem nach, was Geld bringt und bequem ist. Ehrliches Interesse für den Boden, die Tiere, die anderen Pflanzen, ökologische Zusammenhänge, Experimentierfreudigkeit etwas zu verbessern kann ich da selten beobachten. Ist auch leichter, auf seine finanziellen Zwänge zu zeigen. Aber um nicht ganz so hart zu sein möchte ich noch hinzufügen: alle vorher genannten Eigenschaften haben sie mit dem Rest der Menschen gemein - inklusive der Imker (von denen 90% genauso landwirtschaften würden wie die Landwirte, wenn sie müssten, trau ich mich wetten).


    So jetzt haben alle was von meiner Nachtwut abbekommen :P Roundhousekick.

  • Ganz kurz:

    Bei Dir sind Zwischefrüchte, keine Blühflächen.

    Wenn die ab einem bestimmten Datum durch sind, ist es auch keine ÖVF mehr.

    Dann ist wieder alles normal, bzw. der PSM-Aufwand eher erhöht aufgrund des meist eher stärkeren Unkrautdrucks.