Inverser Bienendiebstahl - mal was anderes! Oder: Hat da wer seine Bienen samt Segebergern im Wald vergessen?

  • Kleine Kuriosität vom Wochenende: Bei mir ruft ein über seinen Taxifahrer informierter Imker an, dass da offenbar ein umgestossenes oder "entsorgtes" Bienenvolk am Waldeswegesrand im Norden Berlins läge. Ein Vereinkollege geht hin und findet so ganz ohne Namen und Einfriedung ein ordentliches Volk in Segeberger Beute. Er richtet es etwas aber eigentlich ist alles o.k.


    Am nächsten Tag hängt schon ein Zettel der Berliner Forsten mit enger Fristsetzung dass man das Volk abholen möge sonst werde es von Amtswege entfernt. Der Vereinskollege hängt noch einen Zettel dazu mit dem Angebot, dass wir das Volk verbringen können falls es ansonsten vernichtet werden würde aber lt. Info der Förster geht das wohl eh alles über den Amtsvet.


    Na, mal was anderes nach den ganzen Bienendiebstählen....gefundene Bienen!


    Nur falls sich jemand angesprochen fühlt...der/die sollte nun eilen und sie wegbringen denn sonst sind sie weg, die Bienen!


    M.

    Hier als Wiedererkennungshilfe (ev. ja auch gestohlene Bienen?) ein Bildausschnitt der Beute:


    beutenausschnitt.JPG

  • Gab es hier nicht mal einen Bericht, wo die besetzte Beute nachts vor einem Tierheim abgestellt wurde?

    Ich würde aber vermuten, dass da einfach jemand seine Bienen aufgestellt hat, ohne den Förster zu fragen und den Veterinär zu informieren. Vielleicht will man ja nur gucken, ob der Wald honigt, um dann mit anderen Völker nachzuziehen?

  • Am nächsten Tag hängt schon ein Zettel der Berliner Forsten mit enger Fristsetzung dass man das Volk abholen möge sonst werde es von Amtswege entfernt.

    Was kümmert es eigentlich die Forstbürokraten, wenn irgendwo im Wald ein Bienenvolk steht?? Es nagt keine Bäume um und vergrault auch kein Wild.

  • Aber es stört die "Deutsche Ordnung" und Gründlichkeit ...

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Ich will jetzt nix falsches sagen... aber die permanenten Stände sind die gemeldeten und brauchen keinen Adresszettel... zumindest nach dem Gesetz. So hab ich das in meinem Hirn abgespeichert, weil irgendwo gelesen/gehört. Keine 100% Sicherheit...

  • Ok. Danke!

    Ich habe nämlich einen Gammelstand in meinem Flugkreis gefunden und würde den Burschen gern mal "ansprechen". Dann werde ich wohl den Umweg über das VetAmt nehmen.


    Gruß Jörg

    Imkerforumstreffen 2019 am 8.-10. März 2019 in Kleinlüder

  • schadet es, wenn Name/Telnr auf einem Schild stehen oder als Diebstahlschutz auf den Beuten eingebrannt sind?

    Auf fremden Grundstücken oder öffentlich zugänglich, sollte es selbstverständlich sein. In anderen Ländern muß dann JEDE Beute mit Registriernummer beschriftet sein.

    Der Name bürgt für Qualität beim Klauen.


    Dem Grundstücksbesitzer oder Verwalter kann es nicht egal sein, was in seine Verantwortung gestellt wird-. egal ob Bienen, Müll oder Autowracks. Wenn dann AFB festgestellt wird, wirds richtig lustig für den Bereich.

    Gruß Fred

  • Was kümmert es eigentlich die Forstbürokraten, wenn irgendwo im Wald ein Bienenvolk steht?? Es nagt keine Bäume um und vergrault auch kein Wild.

    Aber es könnte AFB haben und der Förster will bestimmt nicht sanieren. Nach der Bienenseuchenverordnung gibt es nur zwei Fälle

    • den beim Veterinär gemeldeten permanenten Stand (Betriebsnummer) oder
    • den durch Adressangabe gekennzeichneten Wanderstand

    Beides liegt hier nicht vor. Ein STAATlicher Forst muss da einfach reagieren. Ich erwarte das sogar.

  • Ok. Danke!

    Ich habe nämlich einen Gammelstand in meinem Flugkreis gefunden und würde den Burschen gern mal "ansprechen". Dann werde ich wohl den Umweg über das VetAmt nehmen.


    Gruß Jörg

    Hast du ihm/ihr denn schonmal einen Zettel am Stand hinterlassen?


    Bei mir um die Ecke stehen auch 3 verlassene Dadant. Da da letzten Herbst noch was geflogen ist, und im Frühjahr nix mehr und teils die Außendeckel (Styroporplatte...) weggeflogen waren hab ich mal in einen Kasten reingeschaut. Waren anscheinend die Begattungskästchen verwurstet, waren in die Dadanträhmchen eingebunden. Plötzlich flogs im Mai wieder, da ist wohl ein Schwarm eingezogen. Ob ich den "retten" sollte..? (eh nicht ohne vorherige Kontaktversuch)

  • Ich habe das Gefühl die Schwarzimkerei nimmt generell zu und auch das Wiederaufflammen von AFB in fertig sanierten Seuchenbezirken. Deswegen halte ich die Meldung von herrenlosen Ständen an den Veterinär auch nicht für Denunziantentum.

  • Was zum Kuckuck sind denn Schwarzimker?

    Meinst Du damit etwa die nicht-im-Imkerverein-ihres-Vertrauens-vertretenen Imker?

    Wenn das so ist, machst du gerade per Federstrich ca 85% aller weltweit tätigen Imkern zu "Schwarzimkern"

    Vereinsmeierei ist ein deutsches Hobby, der Rest der Welt kommt sehr gut ohne klar.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck