Frage zum Honig auftauen

  • Hallo liebe Leser!

    Wenn ich meinen Honig schleudere lasse ich ihn durch ein Grob- und Feinsieb laufen und anschließend noch einmal durch ein Nylon-Spitzsieb mit 0,2 qmm Maschen, damit ich sicher bin auch die letzten feinen Wachsreste und anderen Verunreinigungen beseitigt zu haben. Das hat in der Vergangenheit auch wunderbar geklappt. Nur in diesem Jahr, ist was schief gelaufen.

    Ich habe das direkte Sieben nach dem Schleudern vergangenes Wochenende versäumt und nun ist der Honig schon dabei zu kristallisieren.

    Ich taue ihn gerade im Wasserbad auf, stelle aber fest, dass er nicht durch das Sieb läuft, weil feine, noch vorhandene Zuckerkristalle sofort die Maschen zusetzen. Nun zu meiner Frage: Wie lange muss ich den Honig autauen, damit bis sich auch die feinen Zuckerkristalle auflösen und ich den Honig nochmal sieben kann? Wie lange kann das dauern? Hat jemand Erfahrungen damit?





    0,2 qmm Maschen

  • Hallo,


    Du wirst vermutlich gröbere Kristalle behalten, weil die nicht gesiebten Partikel als Starter gewirkt haben und gößere initiiert haben.


    Sonst klappt das eigentlich bei 40° z.B. im Weckautomaten ca in 20 Stunden.

    Manche Eimer haben eine Art Bodensatz gebildet wie eine sehr zähe Kristallschicht. Das kommt auf den Honig an und auch wie schnell er im Eimer festgeworden ist und wie lange er stand.

    Diese kann man dann praktisch "dekantieren" wie beim Wein: den Honig umfüllen in einen anderen Eimer oder Hobbok, Ränder noch mit Spachtel mit entleeren, Boden nicht abspachteln. (z.b. als Bienenfutter verwaren? Backhonig?)

    Erst dann einen neuen Siebversuch.


    Ansonsten hilft nur: Sieb tauschen, Sieb tauschen, und ab und zu mal: genau :daumen:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Mir fallen noch 2 Möglichkeiten ein: Presshonig und rückfüttern ins Volk.

    Presshonig: z.B. per Hand durch ein Haarnetz (Drogeriemarkt)oder feinmaschigen sauberen Stoff (z.B. Fliegengitter).

    Oder: den Honig zurück ins Volk, damit er wieder flüssig in die Waben gelagert wird. Das hab ich selbst noch nicht gemacht, aber Kollegen berichteten davon.