Imkern in Norwegen

  • Hallo!


    Wie ich in meiner Vorstellung ja schon geschrieben habe, möchte ich, nach zehnjähriger Abstinenz, in meiner neuen Heimat endlich wieder in die Imkerei einsteigen.


    Natürlich bin ich mir völlig im klaren, daß ich aufgrund der unterschiedlichen Witterungs- und Trachtbedingungen, einen passende Betriebsweise finden muss und mir da wohl nur norwegische Imker helfen können.

    Ich durchforste zwar schon seit einigen Wochen die norwegischen Seiten im Netz, aber die Informationen sind leider doch recht spärlich...


    Im Moment habe ich aber noch einige grundsätzliche Fragen, die ihr mir hoffentlich hier beantworten könnt.

    (Daß jetzt keine optimale Zeit dafür ist, da die echten Praktiker grad die Hände mit Honig und Propolis verschmiert haben ist mir bewußt.

    Vielleicht findet ja trotzdem der eine oder andere kurz Zeit...)


    Zunächst einmal die Beutenfrage:

    Norwegen scheint fast geschlossen auf dem "Norsk mål" (norw. Maß) mit Ganz- und Halbzargen zu imkern.

    (Maß 366x260mm; Fläche ist min. kleiner als Langstroht und etwas größer als Zander (darauf hab ich gelernt))


    Hier haben sich scheinbar Kunststoffbeuten vollkommen durchgesetzt.

    Jedenfalls habe ich bisher weder Angebote noch Bauanleitungen für Holzbeuten gefunden.


    Nun stellt sich mir die Frage ob dies technisch/praktische Gründe haben kann.


    In meiner Gegend (südl. Westnorwegen) ist die Vegetationsperiode zwar etwas kürzer, die Temperaturen sind jedoch nur minimal niedriger als von Deutschland gewohnt (Jahresdurchschnitt 7,3 Grad C).

    Die Niederschläge sind mit 1900mm/a dagegen andere Liga.


    In meiner bayrischen Heimat waren (sind?!?) Holzbeuten der Standart, wogegen in nördlicheren/kühleren Gegenden ja oft die Segeberger domimiert.

    Ich würde mir, aus verschiedenen Gründen, meinen Beuten gerne aus Holz selbst bauen.

    Gibt es gravierende Gründe, die dagegen sprechen?




    Niedrige Bienendichte:

    Ich habe hier zwei Jahren keine einzige Biene fliegen gesehen.

    Hier im Ort gib es einen jungen Bauern der (seit zwei Jahren) Völker hat (von ihm kann ich Ableger bekommen).

    Seines Wissens ist der nächste Imker mehr als zehn Kilometer Luftlinie entfernt und es sind Berge mit bis ü800m dazwischen.


    Ich gehe also davon aus, daß unsere Bienen nahezu von anderen Völkern isoliert sind.

    Aus züchterischer Sicht sehe ich das als sehr problematisch an.

    Gibt es Richtwerten, wie viele Völker nötig sind, um Inzuchteffekte zu vermeiden?


    Ich plane mittelfristig mit einer größeren Völkerzahl, die dann auch an entfernteren Stellen stehen werden.

    Sollte ich, frühzeitig versuchen, völlig getrennte genetische Linien aufzubauen?


    Zwei positive Effekte hat die Sache jedoch:

    Zum einen dürfte es leicht werden, mir irgendwann eigene Belegstellen einzurichten.

    Zum anderen werde ich varroafreie Bienen bekommen.

    (In Norwegen gibt es (noch) "unverseuchte" Gebiete. Wir liegen da wohl anscheinend in einer Randzone und er hat sehr darauf geachtet Milbenfreie Völker zu kaufen.)

    Durch die isoliere Lage ist es vielleicht möglich, diesen Zustand zu erhalten...



    Aggressivität:

    Laut meinem Bekannten kann man in unerem Gebiet (Westnorwegen) nicht ohne Schutzausrüstung arbeiten.

    In Ostnorwegen dagegen sei dies dagegen nicht notwendig.


    Dies soll geographische/klimatische Gründe haben.


    Ehrlich gesagt habe ich daran ganz erhebliche Zweifel!

    Ich denke eher, dies liegt vielleicht daran, daß da züchterische Gründe dahinter stecken:

    Im "Østlandet" scheint die Bienenhaltung einen deutlich höheren Stellenwert zu haben.

    Daher könnte ich mir vorstellen, daß dort einfach "besser durchgezüchtete" Bienenstämme verbreitet sind.


    Wie schätzt ihr das ein?

    Wie stehen meine Chancen auch hier irgendwann im T-Shirt an meinen Völkern arbeiten zu können?


    So, denke das reicht für´s erste mal an Fragen...


    Würde mich sehr freuen, ein paar Meinungen von Euch zu bekommen!


    Grüße,

    Fjordimker

  • Soweit ich das bei den Kollegen hier immer lesen kann, sind die Segeberger bei der Entwicklung im kalten Frühling besser, weil sie besser isolieren. Wenn das bei deiner Vegetation und dem lokalen Klima wichtig ist, könnte das ein Grund für die Verbreitung von Kunststoff sein. Ansonsten einfach mal den Imker-Nachbarn fragen, von dem du berichtet hast.


    Varroafreie Völker und keine Nachbarn, von denen man das bekommen könnte, klingt zu schön, um wahr zu sein. Falls dem so ist, solltest du viel daran setzen, dass es so bleibt.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Daß unter diesen Bedingungen die bessere Isolierung ein Vorteil ist, glaube ich gerne.

    Ich Frage mich nur, ob die Unterschiede so gravierend sind.

    Auf älteren Fotos sieht man zumindest auch norwegische Holzbeuten.


    Meinen Bekannten werde ich natürlich fragen, allerdings ist er ja selbst noch Jungimker...


    Die Verbreitung der Kunstoffzargen könnte auch noch zwei ganz andere Gründe haben:

    Zum einen die norwegische Bequemlichkeit.

    Kaufen ist praktischer, als selber bauen...

    Das andere sind die Kosten:

    Eine hier in Handarbeit hergestellte Holzbeute wäre bei den Lohnkosten wohl kaum bezahlbar!

    Aus dem Ausland bestellen wird durch die Zollkosten auch nicht billiger und wo gibt es schon das norwegische Maß zu kaufen?


    Der Preis für die Zargen ist eigentlich auch durchaus vertretbar (ca.20€), aber da ich mit größeren Völkerzahlen plane, käme da doch einiges zusammen.

    Dagegen bekomme ich das Holz umsonst bzw. zum symbolischen Preis.

    Zugang zu Schneinerwerkstatt und handwerkliche Fähigkeiten sind vorhanden...



    Das mit der Varroafreiheit ist natürlich eine feine Sache.

    Fragt sich nur wie lange das so bleibt:

    Weit ist sie jedenfalls nicht.

    Mein Bekannter meint auch, daß es nur eine Frage der Zeit ist.

    Unsere Gegend war wohl lange varroafrei, aber dann es scheinbar ein einzelner vergeigt...

  • Hallo Fjordimker,

    suche mal Nils Drivdal, früher war er geschäftsführer beider SICAMM. Er imkert in Flekkelfjord im dortgen Schutzgebietmit der A.M.M. und wird Dir sicher helfen können. Schau mal auf die homrpage vom GdDB. In einer Veröffentlichung der letzten Jahre wirst Du Fotos von Imkern mit ihren Beuten im Flekkelfjord finden. Viel Erfolg und Spaß!


    Mit bestem Gruß vom heidjer, der gerne wieder die DB vom Flekkelfjord hätte.

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Zu Holzbeuten könntest du dir einige polnische (wiekopolski) oder dänische Beutenvarianten (mehrschalig) auf Stelzfüßen ansehen, um dir diese dann in ein dir genehmes Rähmchenformat zu bauen.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Danke für Eure Antworten!


    Die isolierten Holzbeuten sind zwar natürlich interessant, aber um die selbst zu bauen darf man die Zeit auch nicht rechnen:

    Glaub, da käme ich im Vergleich mit den Styroporbeuten, vom Stundenlohn verdammt schlecht weg...

    Für ein paar Völker zuhause könnte ich mir die dänische Variante (glaub, sowas hab ich aber hier auch schon gesehen) aber gut vorstellen.

    Aber mehr als dekorative Spielerei.

    Für größere Stückzahlen ist das wohl eher nix.


    Eventuell wäre es ja auch eine Überlegung, für die Bruträume (hier scheint einzargige Überwinterung üblich zu sein) Styroporzargen zu nehmen und den Rest aus Holz zu bauen.

    Da Falzlosigkeit Standart ist sollte das ja problemlos machbar sein.



    Den Bericht über die Flekkefjordbienen kannte ich sogar schon.

    Die Dunklen haben bei mir inzwischen auch großes Interesse geweckt und ich werde sie auf alle Fälle früher oder oder noch früher ausprobieren!


    Kannte lange nur die Horrorgeschichten über die "schwarmlustigen, schwarzen Killerbienen", aber den ist ja anscheinen bei weitem nicht so...

    Ich hatte ja mal mit recht stechlustigen "gelbgeringelten Carnicas" angefangen.

    Sowas brauch ich nicht unbedingt wieder...

    Mit bestem Gruß vom heidjer, der gerne wieder die DB vom Flekkelfjord hätte.


    Du hast also gute Erfahrungen mit den Flekkefjordbienen gemacht?

    Warum hast Du dann keine mehr, bzw. besorgst Du kein "frisches Blut"?

    Im Vergleich zu schwedischen Linies sollen sie ja züchterisch sehr unbearbeitet sein und ab der F1 Generation oft gewaltig streuen.

    Denke aber, ich sollte sie vielleicht auf einen Stand in Alleinlage testen (und hier erst mal bei der Carnica bleiben).


    Für das verregnete Wetter (Norwegen ist ein tolles Land, aber man sollte es überdachen!) und die Heidetracht sollte die Dunkle ja eigentlich ideal sein.


    Allerdings seh ich auch ein gewaltiges Potential in der Frühtracht, die in Norwegen jedoch kaum eine Rolle spielt:

    Klassisch geht es hier eigentlich erst mit der Himbeere los (die hat diese Woche angefangen zu blühen), aber schon vorher sollte schon einiges zu holen sein (Löwenzahn, Heidelbeere, eine seeehr langgestreckte Obstblüte, Faulbaum usw.).

    Denke die Völker sind wohl i.d.R. noch nicht so weit um das schon in lohnenswerter Menge eintragen zu können.

    Vielleicht läßt sich das über eine entsprechende Betriebweise ändern.

    Denke da z.B an eine Zweivolksbetriebsweise.


    Wobei ich mit den Frühtrachtvölkern wieder bei den Styrobeuten wäre...


    Gibt viel herauszufinden und auszuprobieren:

    Denke, da wird mir ein paar Jahre nicht langweilig werden...


    Grüße vom Fjordimker

  • Hallo Fjordimker,

    vor 40 Jahren gab es in Norwegen Holzbeuten, grausam stechende Bienen und super lange Trachttage mit dem Riesenbärenklau (Tromsöpalme). Er wurde als Heidehonig bei uns verkauft.

    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Moin,

    ... Der Preis für die Zargen ist eigentlich auch durchaus vertretbar (ca.20€), aber da ich mit größeren Völkerzahlen plane, käme da doch einiges zusammen.

    Dagegen bekomme ich das Holz umsonst bzw. zum symbolischen Preis.

    Zugang zu Schneinerwerkstatt und handwerkliche Fähigkeiten sind vorhanden...


    Irgendwie beißt sich das mit :

    Zitat

    Die isolierten Holzbeuten sind zwar natürlich interessant, aber um die selbst zu bauen darf man die Zeit auch nicht rechnen:

    Glaub, da käme ich im Vergleich mit den Styroporbeuten, vom Stundenlohn verdammt schlecht weg...

    Für ein paar Völker zuhause könnte ich mir die dänische Variante (glaub, sowas hab ich aber hier auch schon gesehen) aber gut vorstellen.

    Aber mehr als dekorative Spielerei.

    Für größere Stückzahlen ist das wohl eher nix.

    Ab du bist ja eh noch in der Findungsphase :-), was du überhaupt willst.

    Mach dir einfach ein Plan, was möchtest du wann erreichen und vor allem erstelle dir einen Kosten/Nutzenplan.

    Dieser relativiert dann auch kleine Hirngespinste ganz schnell, wenn das Geldsäckel dann auf einmal die Euphorie bremst..


    Alles auf einmal geht eh nicht, große Völkerzahlen und selbst bauen geht in die Hose.

    Am Anfang probiert man verschiedene Sachen im kleinen Stiel aus und dann wird man nach 2-3 Jahren hoffentlich wissen, welchen Weg man gehen möchte/kann.

    Eine sichere Variante wird sein, die Imker in deiner "Region" und ihre Betriebsweisen vor Ort zu studieren und diese zu kopieren.

    Wenn man dann mit Land, Leute und Bedingungen vor Ort vertrauter ist, kann man experimentieren und mit seinem alten Erkenntnissen vergleichen.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Wo beißen sich die Zitate denn?


    Eine einfache Holzbeute heißt für mich, ich "nagel vier Bretter im die Bienen rum"...:wink:

    Das geht recht fix (auch wenn in Wirklichkeit natürlich geleimt und geschraubt wird und noch ein paar Leisten ins Spiel kommen).


    Die doppelwandige polnische Varinate dagegen ist ein vielfaches an Aufwand.

    Denke die baut man sicher nicht in einer Stunde.

    Und dann wäre es das bessere Geschäft in der Zeit normal arbeiten zu gehen und sich davon Styroporbeuten zu kaufen.


    Alles auf einmal geht eh nicht, große Völkerzahlen und selbst bauen geht in die Hose.

    Wieso sollte das in die Hose gehen?


    Gut, wenn man glaubt, ausgerechnet während Schwarmzeit oder Schleudersaison schreinern zu müssen, hast DU natürlich vollkommen recht!

    Das war aber nicht mein PLan.


    Ich wohn auf einem Bauernhof, Kleinsägewerk und Dickenhobel sowie

    Traktor mit Seilwinde stehn rum und ich kann alles kostenlos nutzen.

    Holz schlage ich also selbst ein und schneide es auch auf.


    Ein Bekannter ist frühverrenteter Schreiner.

    In seiner Werkstatt stehen (u.a) eine Formatkreissäge und Fräse.

    Nutzung kostet mich derzeit hin und wieder ein paar Kilo (selbstgefangenes) Fischfilet, später sicher noch ein paar Glas honig obendrauf.

    (Seine Mithilfe (und der Kaffe) sind in dem Preis schon mit drin...)


    Ob ich, wenn die Maschine eingestellt ist, Bretter/Leisten für 10, 20 oder 50 Zargen durchjage, macht das Kraut nicht fett.

    Das kann ich machen, wenn Petrus mal wieder meint, an einem Wochenende über 100l auf uns niederschütten zu müssen und ich weder in die Bienen kucken kann, noch Lust zum Angeln habe.

    Die in Serie produzierten Einzelteile kann ich dann an den vielen langen Winterabenden zusammenbauen, anstatt meine Zeit in irgendwelchen Internetforen totzuschlagen.


    Wenn das Frühjahr kommt wartet dann ein Lager voll mit allem, was ich im Laufe der Saison vielleicht irgendwann gebrauchen könnte und ich kann mich in aller Ruhe um meine Völker kümmern!:cool:


    Ab du bist ja eh noch in der Findungsphase :-), was du überhaupt willst.

    Mach dir einfach ein Plan, was möchtest du wann erreichen und vor allem erstelle dir einen Kosten/Nutzenplan.

    Dieser relativiert dann auch kleine Hirngespinste ganz schnell, wenn das Geldsäckel dann auf einmal die Euphorie bremst..

    Na ja. :-?

    Findungsphase was Beuten, Betriebsweisen und Bienenrassen angeht.


    Aber ich hatte ja schon mal bis zu 20 Völker, die mich als Entspannungstherapie am Sonntag Nachmittag, neben einer 70+Stunden Arbeitwoche, nicht voll ausgelastet haben...

    Insofern denke ich schon, daß ich einigermaßen abschätzen kann, auf was ich mich da einlassen möchte.


    In diese Größenordnung möchte ich im übernächsten Jahr wieder kommen.

    Aufstockung auf ca. 50 geplant.

    Denke das ist eine Anzahl, mit der man schon was ausprobieren schnell mehr Erfahrungen sammeln kann, aber noch mit einer normalen Vollzeitstelle vereinbar ist.

    Je nach dem, wie das läuft werd ich weitersehen, ob es eine Option wäre das ganze eventuell im Nebenerwerb zu betreiben.


    Die Bremse für die "kleinen Hirngespinnste" wäre für mich in erster Line die zu diesen Völkerzahlen passende Honigerntetechnik.

    Aber das sind jetzt auch keinen solchen Unsummen.

    Müsste ich jedoch auch noch alle Beuten in kurzer Zeit neu kaufen, wäre das aber schon über der Schmerzgrenze...


    Über das ganze hatte ich mir schon mal intensiv Gedanken gemacht.

    Jetzt passiert es halt ein paar Jahr später...

    Imkerei ist für mich ganz sicher kein kurzfristiges Hobby, sondern etwas das mich seit langer Zeit beschäftigt und nie losgelassen hat.

    Eine sichere Variante wird sein, die Imker in deiner "Region" und ihre Betriebsweisen vor Ort zu studieren und diese zu kopieren.

    Wenn man dann mit Land, Leute und Bedingungen vor Ort vertrauter ist, kann man experimentieren und mit seinem alten Erkenntnissen vergleichen.

    Da hast Du sicher recht und das habe ich auf vor.

    Allerdings fürchte ich, daß es bei der Imkerdichte nicht so einfach werden wird jemanden zu finden, der mir wirklich weiterhelfen kan.

    Die nächsten Imkervereine sind beide gut zwei Fahrstunden von mir weg.

    Kontakt zu denen werd ich auf jeden Fall aufnehmen.


    Viele Grüße,

    Fjordimker

  • Hi Fjordimker!

    Genau meine Denke!

    Lass Dich nicht von Balkonimkern von Deinem Vorhaben abbringen. Wichtig ist einfach MACHEN!


    War selber schon viel in Norge. Vom Süden bis ins Nordmeer über dem Kap zum Fischen. Sehe keinen Grund zum Nichtimkern.

    Nur weil das ein bisschen später im Jahr losgeht ist das sicher nicht unmöglich. Die langen Tage im Sommer waren mein erster Gedanke zu Deinem Projekt. Der Golfstrom hilft an der Südwestküste doch auch...

    Würde mir aber gutes Ausgangsmaterial holen. Je nachdem woran Du Spaß hast; nur nicht unbedingt Stecher...

  • Der Winter 2016/17, vor allem der 2., haben dieses Jahr im Frühjahr die Vorteile der Überwinterung mit Styropor auf 2 Zargen gezeigt- mit genug Futter und vor allem drunter noch Herbstpollen haben die sich kaum beeindruckt gezeigt.

    Auf Grund der guten Frühjahrsentwicklung waren es auch die Honigbringer und Schwärmer- die beiden Schwärme dies Jahr kamen aus 2 von 3 Segebergern an dem Stand.

    Der Gedanke mit Überwinterung in Styro und Honigräume in Holz-Eigenbau hatte mein sparsamer Vater auch, leider sind die wesentlich schwerer ausgefallen als die Originale.

    Ich versuche Material und Änderungen im Ablauf an je 4-5 Völkern- ist zwar keine statistisch relevante Menge, zeigt aber die Unterschiede am Stand.

    Einfach anfangen

    Gruß Fred

  • Danke für Eure Antworten!

    Genau meine Denke!

    Lass Dich nicht von Balkonimkern von Deinem Vorhaben abbringen. Wichtig ist einfach MACHEN!

    Und nochmal ein Extradanke für Deine ermutigenden Worte!

    War selber schon viel in Norge. Vom Süden bis ins Nordmeer über dem Kap zum Fischen. Sehe keinen Grund zum Nichtimkern.

    Nur weil das ein bisschen später im Jahr losgeht ist das sicher nicht unmöglich. Die langen Tage im Sommer waren mein erster Gedanke zu Deinem Projekt. Der Golfstrom hilft an der Südwestküste doch auch...

    Klar, Imkern geht hier auf alle Fälle!

    Auch in Norwegen gibt es Leute, die sogar davon leben können.

    (Viele Berufsimer sind aber nicht: M.W. keine 50)

    Bei mir sollte es (für norwegische Verhältnisse) klimatisch auch eigentlich richtig gut sein:

    Am Hardanger ist ein sehr bekanntes Obstanbaugebiet!

    Das ist jedoch ein gutes Stück von mir weg.


    Gilt halt nur eine geeignete Betriebsweise zu finden.

    Würde mir aber gutes Ausgangsmaterial holen. Je nachdem woran Du Spaß hast; nur nicht unbedingt Stecher...

    Das wird meine erste Herrausforderung:

    Ich hatte in D ja auch mal mit ziemlich aggressiven Stechern angefangen.

    Dachte ich.

    Bis gestern.

    Bei der Durchsicht (siehe anderer Thread) musste ich festellen, daß ich damals noch liebreizende Kuschelbienen hatte.

    Sowas hab ich noch nicht erlebt:

    Teilweise ist uns eine Wolke entgegengestürzt,noch bevor die erste Wabe gezogen war...

    Ohne Vollschutz keine Chance.

    Gestern ein Stich in die Hand, zwanzig Minuten nach Arbeitschluss.

    So lange waren wir in guten Abstand, räumlich getrennt, noch im Vollschutz dagestanden, weil unser Begleiterinen so anhänglich waren...

    Kaum hatte ich die Handschuhe abgelegt kam doch wieder eine und griff direkt an.


    Heute der erste Stich durch den Overall in den Rücken beim Abheben des Deckels.

    Und noch einen ins Kinn, als wir längst fertig waren und ich ins Auto steigen wollte.

    100m Abstand.


    Interessanterweise bin ich, nach 10 stichfreien Jahren, immernoch vollkommen immun:

    Keinerlei Schwellung, kein Jucken.

    Nur im Gesicht eine leichte Reaktion (geringer Schmerz) aber da hab ich auch den Stachel wg, meines Barts nicht sauber rausbekommen sondern die volle Ladung reingedrückt.



    Mit den Biestern muss ich leider aber erstmal klarkommen:

    Völker zu bekommen ist ohne hin problematisch und unseren varroafreien Zustand gilt es zu halten.

    Hab jedoch schon zwei Adressen, aufgetan, die Königen verkaufen.

    Sobald ich meine ersten Völker habe wird umgeweiselt!

    Schlimmer kann es ja kaum werden...



    Der Winter 2016/17, vor allem der 2., haben dieses Jahr im Frühjahr die Vorteile der Überwinterung mit Styropor auf 2 Zargen gezeigt- mit genug Futter und vor allem drunter noch Herbstpollen haben die sich kaum beeindruckt gezeigt.

    Auf Grund der guten Frühjahrsentwicklung waren es auch die Honigbringer und Schwärmer- die beiden Schwärme dies Jahr kamen aus 2 von 3 Segebergern an dem Stand.

    Das wäre dann also mal ein klares Votum für die Vorteile Styroporbeuten...

    Der Gedanke mit Überwinterung in Styro und Honigräume in Holz-Eigenbau hatte mein sparsamer Vater auch, leider sind die wesentlich schwerer ausgefallen als die Originale.

    Daß Holz schwerer ist, ist mir bewußt.

    Aber hat das zu technischen Problemen geführt?

    Stabil genug müssen die Kunstoffzargen ja sein...

    Ich versuche Material und Änderungen im Ablauf an je 4-5 Völkern- ist zwar keine statistisch relevante Menge, zeigt aber die Unterschiede am Stand.

    Aus genau diesem Grund ist es mir auch so wichtig, eine gewisse Mindestvölkerzahl zu haben.

    Versuche mit Einzelvölkern sind oft auch von Zufall abhängig.

    Über den Vergleich eines Gruppendurchschnitts lassen sich Ergebnisse dagegen schon eher herleiten.


    Grüße,

    Fjordimker