Wie vorgehen beim Völkervermehren / welche Variante

  • Ich wollte ja vermehren! Und da finde ich Schwärme perfekt, dafür sind die ja da. Und die Ausgangsfrage war ja nach Vermehrungsstrategie, nicht nach maximalem Honigertrag.


    Übrigens wird der Durchschnittsertrag insgesamt hier in meiner Gegend mit 20 bis 25 kg angegeben.


    Und wie gesagt - bei mir passt es, weil ich ja direkt bei den Bienen wohne und arbeite!


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Also null,nix Honig aber Völker vervierfacht.

    Glückwunsch!

    Ich wollte ja vermehren! Und da finde ich Schwärme perfekt, dafür sind die ja da. Und die Ausgangsfrage war ja nach Vermehrungsstrategie, nicht nach maximalem Honigertrag.

    Wer will schon zwei Fliegen mit einer Klappe erwischen... Scheiß drauf! Lass sie fliegen... die Bienen, die Fliegen und vor allem den Honig.

    Übrigens wird der Durchschnittsertrag insgesamt hier in meiner Gegend mit 20 bis 25 kg angegeben.

    Da scheint ein ganzes Nest von der Sorte zu sein :) Hier ist die Statistik nicht anders... Ein Durchschnitt bedeutet ja nicht, dass es das Ende der Fahnenstange ist.

    Und wie gesagt - bei mir passt es, weil ich ja direkt bei den Bienen wohne und arbeite!

    Nur weil man beruflich/familiär bedingt die Völker sehen kann, kann es doch nicht Strategie sein auf ne ordentliche Ernte wissentlich zu verzichten!?


    Gruß

    Flo

  • ist es nicht so, dass schwäre dann auch gerne dazu neigen selber wieder zu schwärmen?

    Die einen argumentieren, dass Schwarmzellen vom 1. Tag an als Königin "geplant" wurde und optimal versorgt ist und die anderen sagen, dass man damit Schwarmneigung vererbt/selektiert. Du hast die Wahl :)

  • Hej Florian,


    wenn Du mich zitierst, dann bitte nicht komplett aus dem Zusamnmenhang gerissen!

    Letztes Jahr war hier im Sommer buchstäblich Land unter (Lies mal nach was honigmayerhofer dazu alles schrieb - der ist nicht weit weg von mir), mein Imkerpate mit > 30 Jahren Bienenerfahrung sagt, er hat noch nie so eine schlechtes Honigjahr gehabt.


    Und ich scheiß nicht drauf und lass die auch nicht fliegen - ich hab die vor der Nase und es ist unwahrscheinlich, dass da mehrere Schwärme unbemerkt verschwinden. Und auch viele andere hier sagen - Du kannst nicht beides haben - maximale Vermehrung und maximalen Ertrag.


    Daher finde ich .. wenn ich vermehren will, kann ich auch den natürlichen Schwarmtrieb nutzen und bekomme vom Bien selbst optimal zusammengestellte Vermehrungseinheiten - das ist genau das was ich will, wenn ich vermehren will. Schwarm pflücken, einschlagen, machen lassen.


    Na klar ... optimal versorgte Schwarmkönigin gibt den Schwarmtrieb weiter ... das bestreitet ja auch niemand. Kann man umweiseln, wenn man die angestrebte Völkerzahl erreicht hat. Und ja vielleicht will ich ja gar keine ordentliche Ernte, die ich mühevoll einbringen, verarbeiten, einglasen und vermarkten muss, sondern viele neue Völker?


    Daher schrieb ich ja auch, wie sich Vermehrung und Honigertrag bei meinem Vorgehen entwickelt haben. Dann kann man ja immer selbst entscheiden, ob man das auch so machen will.


    entspannter Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Ich glaube, da hast Du Florian nicht ganz korrekt verstanden.


    Auch er wollte lediglich damit sagen, dass es nicht so sein muss, wie bei Dir jetzt abgelaufen, sondern, dass bei anderer Abstammung der Ertrag nochmal mit im Boot sitzt zur Bienenmasse.


    Jeder nach seiner Fasson und jeder Jeck ist sowieso anders.


    Am Wochenende sitzt du auch im Büro und guckst aus dem Fenster und im Urlaub?:wink:


    Ich hab mir das früher auch einmal so zurecht argumentiert.

    Aber was bringt einem das, wenn man Völkerzahlen vorweisen kann aber der Stress und Aufwand zunimmt und der Ertrag rechnerisch pro Volk nicht schön ist.

    Mit anderer Abstammung trat Ruhe ein, Honig trotzdem, den lokalen "Durchschnitt" toppe ich jetzt locker, u.a. auch, weil andere zig Einheiten betüddeln und kontrollieren oder teilen/ verablegern müssen, wo halt bei Schwarmtrieb auch nix rumkommt außer noch mehr zu tun. und Vermehrung dann wann ICH das möchte und gezielt. Feld-Wald-Wiesenmischungen in Fremdschwarmform werden prompt umgeweiselt.

    Schöne, halbwegs planbare Tätigkeiten im Hobby, so was ähnliches wie Kalkulierbarkeit im Ertrag für meinen Kundenkreis, denn ich hab noch ein paar andere Feizeitliebhabereien, eine Familie, Viecher und bin Arbeitgeberin.


    Aber wenn`s passt, ist doch schön:daumen:


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Raps, klar. Der Trick ist, die dürfen nicht schwärmen oder schwärmen wollen. Aber selbst bei 25 Kg statt 15 Kg dürfte die Königin kostenneutral schon 100€ kosten


    Ralf hat natürlich Recht. Das Schwärmen so lange wie möglich verhindern. Nach der Tracht hat Du alle Möglichkeiten zum Vermehren.


    Gruß Lutwin

  • Hello Marion,

    ich bestreite nicht, dass es für Deinen Einzelfall ein Weg ist mit dem Du Spaß hast, aber das heißt nicht, dass es empfehlenswert ist. Lieber ein gescheites Werkzeug als zwei Spielzeuge. Wenn es Honig gibt, braucht man seine Mannschaft an Board um Honig zu sammeln und nicht um ein Jungvolk aufzupeppeln. Selbst wenn Du mit Schwarmzellen vermehren willst, muss man die Mädels ja erst nicht im Baum haben. Das kann man auch einfacher haben. Aber ich wollte Dir nicht auf die Füße treten.

    Am Wochenende sitzt du auch im Büro und guckst aus dem Fenster und im Urlaub?:wink:

    Vor ein paar Wochen hatte ich ne Diskussion... Es war abzusehen, dass aus seiner Kiste früher oder später ein Schwarm abgeht. Angeblich alle Zellen gebrochen. Zwei Wochen später... Kiste halb leer, Keine Stifte, Zellen. Und jetzt kam der O-Ton: Kann kein Schwarm raus sein, bin jeden Tag ab 4 Uhr zu Hause und ich hab alle Bäume abgesucht. Er sucht heute noch... aber der Schwarm ist zwei Straßen weiter schon eingeschlagen worden.

  • mein Bedarf an Schwarmfang ist für diese Jahr gedeckt- Pfingstmontag sind 2 abgegangen- saßen auf Bienenfluchten, und ich hatte keine Zeit auch noch den Brutraum zu kontrollieren- es war wieder Schwarm-Montag. Die nicht schwärmende Bucki saß in 8m Höhe und die schon 2016 geschwärmte Carnica saß in 2m-Höhe im Plaumenbaum. Der Buckischwarm zog dann nach ca 2-3 Stunden von dannen. Nachdem er sämtliche Versuchen mit Schwarmfangrohr überstand und verschwand, bevor ich eine Brutwabe anbinden konnte. Danach waren nur noch ein paar tote Bienen auf meiner Schubkarre.

    Nachschau- Carnica hatte eine WZ im Brutraum und eine mit Ringmade im 2.Honigraum.

    Der Bucki hatte mehr als 10 WZ zumeist verdeckelt hinterlassen.


    Heute den 2. Stand in MV kontrolliert-sch... schwere Honigräume erwarten mich am Sonntag. nix- keine Schwarmzellen, schön angepasster Brutraum. Nur bei einem hat der Imker gepennt und vor 3-4 Wochen, die Königin in den 3 zargigen Honigraum befördert. Dort hat sie dann über 3 Zargen leere Fleckchen gefunden.

    Mein Vater meint zwar- es ist noch nicht vorbei, er hat aber in Normbeuten geimkert. In Berlin haben sie letztes Jahr schon im Juni die Drohnen rausgeschmissen und die Dro-Wabe zum Winterlager erklärt.


    Gute Nacht

  • unbegattete Weisel mit großen Bienenmassen nicht so gut, da fehlt die Pheromonmenge, deshalb macht man Begattungsableger oder kleine Kunstschwärme in Begattungskästchen.

    Außerdem besteht immer noch die gefahr, das sie beim Begattungsflug verloren geht.

    Wenn die Bienenmassen nach der Linde anfallen bei der Honigernte sollten die Weiseln reif sein , wenns geht schon 3-4 Wochen gelegt haben.

  • Catbee Raps? Wie lang hat der bei Euch geblüht?


    Wir hatten nur zwei Wochen Raps, also von Beginn bis Ende der Blüte. Ertrag pro Volk ca. 30Kg.


    Gruß Mario

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Raps hatten wie gar keinen im Flugkreis dieses Jahr. Die nächsten Felder lagen 4,5 und 5 km weit entfernt. Es gab mal vereinzelt eine Biene mit Rapszeichen. Der Honig war in der Wabe zäh, lief dann in der Schleuder doch ganz gut. Zwischen 15,5 und 16,5 % Wassergehalt.


    So genau habe ich jetzt nicht auf die Blühdauer des Raps geachtet. Drei Wochen würde ich sagen. Als es warm wurde waren die Felder schon recht gelb. Geschleudert habe ich am Mittwoch vor dem Feiertag vor 2 Wochen. Das war ungefähr das Ende der Rapsblüte im Nachbarort.

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten

  • Hi Messad!

    Die Sache mit Flugling / Brutling würde ich so machen. Für das Zusetzen von frischen Königinnen in Wirtschaftsvölkern mache ich das immer so. Bei uns hier im Rheinland geht das locker bis Ende Juli noch als Vermehrungsmethode. In Berlin kann ichs nicht einschätzen, bis Mitte Juli passt das aber noch. Also gehts einfach nach der Ernte wenn Du die neuen Königinnen hast. Sollte auch gut mit Mittelwänden klappen (Bei mit fängt dann immer Springkraut an, wenn Du sowas nicht hast musst Du wohl flüssig füttern)


    Die Brutling-Teile kannst Du dann nach einem Flugtag schon zum Opa bringen. Wenn er weit genug weg wohnt auch die Fluglinge; da würde ich vielleicht lieber ein zwei Wochen warten (reine Gefühlssache).


    Viele Grüße

    Alex