Kunstschwarm hat nach 7 Tagen noch keine Stifte?

  • Nachdem ich mir 2 Ableger zugelegt habe wollte ich noch unbedingt einen Schwarm haben. Quasi die natürlich Geburt einen Volkes von Anfang an erleben. Da ich leider keinen natürlichen Schwarm bekommen konnte habe ich mir bei einem Imker einen Kunstschwarm mit gekäfigter begatteter Königin bestellt und selbstverständlich persönlich abgeholt. Habe diesen am 28.05. ohne Probleme in eine Dadant Beute eingeschlagen und innerhalb von 7 Tagen 3 mal gefüttert. Ca 4kg alles in allem. Am 30.06 konnte ich bei einer Auffütterung und dem Entfernen des freigefressenen Käfigs schon sehen, dass die Bienen extrem schnell die Waben ausbauen. Das Volk verhielt sich sehr ruhig.


    Am 04.06., also nach genau 7 Tagen wollte ich auf Weiselrichtigkeit prüfen, 1. MS Behandlung vornehmen und den Fortschritt beim Ausbauen begutachten. Es waren noch ca 0,5kg Sirup in der Futtertasche vorhanden. Das Volk hat 5-6 Waben ausgebaut. Die Königin konnte ich nicht entdecken (heißt ja nichts, bei 1,5kg Bienenmasse kann ich die natürlich auch übersehen haben). Aber leider konnte ich auch keine Stifte entdecken. Dafür aber jede Menge Futter, und das auf allen Waben. Die haben angefangen den Siup in die Waben einzutragen. Erster Gedanke, Shit zu viel gefüttert... BR verhonigt. Es war zudem sehr wenig Pollen eingetragen.

    Habe dann die MS Behandlung durchgeführt und 2 Rahmen mit MW von außen die noch unangetastet waren eingehängt, in der Hoffnung, dass sie diese jetzt ausbauen und somit Platz für Brut da ist.


    Das Volk war sehr ruhig, null komma null aggressiv, hat beim öffnen nicht aufgebraust


    Jetzt brennen mir natürlich so einige Fragen unter den Nägeln

    Kann es sein dass der Königin doch was zugestossen ist? Evtl beim Auffüttern zu viel Stress?

    Ist es normal das nach 7 Tagen bei einer begatteten Königin keine Stifte da sind?


    Soll ich noch eine weitere Woche warten bis ich tätig werde? möchte natürlich keinen Drohnenbrüter durch zu langes Warten erzeugen aber auch nicht unnötig das Volk stören.

    Könnte ein kleines Feld mit Larven aus einem Ableger herausschneiden und hineintrasplantieren um zu beobachten ob Sie versuchen nachzuschaffen. Dann wärs eindeutig.

  • Sie bauen, sie sind ruhig, also kein Grund nach 7 Tagen an der Königin zu zweifeln. Dass sie den Sirup einlagern ist gut so und auch ganz natürlich. Einen schönen Futterkranz dürfen sie sich gerne aufbauen. Wenn du Angst hast, sie zu überfüttern, dann gib Ihnen statt Sirup zukünftig Futterteig. Dauerhaft große Mengen Sirup zu füttern führt natürlich zum verhonigen der Waben. Und schau frühestens in 7 Tagen wieder rein, vorher wäre unnötig und stört das Volk beim bauen. Solang nicht wirklich alles mit Futter vollgeklatscht ist, werden die Stifte schon da sein.

  • Einen Kunstschwarm sollte man nie mit fertigem Sirup, also dickem Sirup füttern. Immer dünnes Futter verwenden 1:1 oder dünner. Das vermeidet das Vollbunkern mit Futter und lässt Platz für die Königin zum Eier legen. Mach das so und gebe dabei eine Mittelwand in die Mitte. Alles wird gut

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Einen Kunstschwarm sollte man nie mit fertigem Sirup, also dickem Sirup füttern. Immer dünnes Futter verwenden 1:1 oder dünner. Das vermeidet das Vollbunkern mit Futter und lässt Platz für die Königin zum Eier legen. Mach das so und gebe dabei eine Mittelwand in die Mitte. Alles wird gut

    danke, das werd ich versuchen. ich kontroliere heute Abend die Futterabnahme und gebe dann ab sofort Zuckerwasser 1:1.

  • so, es hat sich bei der Kontrolle herausgestellt, dass der Schwarm drohnenbrütig geworden ist.

    Ich habe neben dieses Volk bereits einen Ableger gestellt, der vor 4 Wochen gebildet wurde über eine Königin verfügt und sich sehr gut entwickelt.


    Der Plan lautet nun das Drohnenbrütige Volk in ca 25m Entfernung ins Gras abzukehern, vorher natürlich ordentlich einräuchern damit sich alle Bienen ordentlich mit Honig vollsaugen können und sich sodann im Ableger-Volk nebenan einbetteln können.


    Meine Frage lautet nun, ob so ein Ableger (3BW+Futter) einer derartige Masse (vor 2 Wochen noch ca 1,5kg) an einbettelnden Bienen verträgt oder ob es zu Konflikten kommen kann.

  • Was soll passieren ? Wer zu Besuch kommt und ein Geschenk mitbringt, wird gerne aufgenommen. Und die etablierte Hausdame wird seitens der Belegschaft bestens geschützt.

    Die Fluglochpassage ist zwingend, damit nichts passiert...


    Viel Erfolg


    Rainer

  • Du könntest das Drohnenbrütige erst einmal 2-3 Tage woanders aufstellen, dann betteln sich die Flugbienen langsam ein. Der Ableger wird nicht mit fremden Bienen schlagartig überschwemmt.


    Den Rest des Drohnenbrütigen dann nach 2-3 Tagen abkehren, das sind dann nicht mehr sooo viele auf einmal.

  • Es gibt nach 2 Wochen kein Brutbild. Alles voller Stifte, da sind Zellen darunter die 10-fach bestiftet sind! selbst Zellen in den Pollen eingelagert wurde sind bestiftet. absolutes chaos. Der Wabenausbau ist zum Erliegen gekommen

  • Befürchtung ist das aufgrund der Masse an Bienen die dann in den Ableger möchten die Wachen überrant werden und Afterweiseln es so auch hinein schaffen. Habe jetzt schon desöfteren gelesen, dass diese angeblich "flugunfähigen" Damen es manchmal doch irgendwie schaffen zurück zu kommen.

    Das Flugloch im Ableger ist auf eine Bienenbreite verengt, um es den Wachen zumindest etwas leichter zu machen.



    Ich denke ich werde es heute so machen:

    Du könntest das Drohnenbrütige erst einmal 2-3 Tage woanders aufstellen, dann betteln sich die Flugbienen langsam ein. Der Ableger wird nicht mit fremden Bienen schlagartig überschwemmt.


    Den Rest des Drohnenbrütigen dann nach 2-3 Tagen abkehren, das sind dann nicht mehr sooo viele auf einmal.

    Allerdings werde ich das Drohnenbrüte Volk nur einen Tag, also bis morgen woanders aufstellen. Morgen wird dann abgekehrt. Sie sollen sich ja nicht auf den neuen Standort einfliegen.