Ableger aus Honigraum bilden

  • Hallo,


    ich haette eine Frage zur Ablegerbildung mit dem Honigraum nach der Schleuderung. Ich denke ich hab das schonmal irgendwo gelesen, kann es aber nicht mehr finden, weswegen ich doch nochmal gerne eine zweite Meinung haette.


    Wie gesagt moechte ich einen Ableger von einem starken Volk bilden. (Begattete Koenigin hab ich schon im EWK).


    Am Wochenende schleudere ich und mein Plan waere nun den Honigraum mit den ausgeschleuderten Waben/Raehmchen wieder aufzusetzen, vielleicht 1...2 Stunden zu warten bis die Bienen zum auslecken hochgezogen sind, dann den Honigraum herunter nehmen, mit Boden und Deckel versehen (Flugloch zu) und 2...3h stehen lassen. Dann an neuen Platz stellen und Koenigin im Zusetzkefig 1...2 Tage reinhaengen und dann mit Futterteigverschluss freigeben.


    M.E. aehnlich der Methode mit Bienentraube und der Bienenflucht, nur haben Sie noch ein komplett neues Wabenwerk.


    Wie ist eure Meinung?



    Ich danke im Voraus!

  • Hallo Andi,


    ich kenne das so.


    Man nimmt am späten Nachmittag eine neue Königin und hängt sie unter Futterteigverschluss in eine Beute zwischen eine ausgebaute Wabe und eine Mittelwand. Den Restraum auffüllen mit MW oder Waben oder Rähmchen mit Anfangssteifen.


    Auf die Zarge setzt man eine Bienenflucht und dann die HR und den Deckel.


    Die jungen HR-Bienen sterzeln übernacht zur Königin hin und befreien diese. Sie waren noch nicht draußen und kennen den Weg nach Hause nicht.


    So habe ich es letztes Jahr im Juni mit mehreren Kö gemacht.


    Bei deiner Version sind mir zu viele Altbienen dabei. Altbienen sind für die neue Kö gefährlicher als Jungbienen. Und sie fliegen mit der neuen Trachtquelle nach Hause und es entsteht Räuberei. Die Bienen sind sowieso sehr aufgeregt, wenn soviel Honig wild herumliegt.

    Andere Bienen riechen den Honig, wenn der HR direkt auf einem Boden steht.


    Du könntest also die Bienen vor der Ernte direkt zulaufen lassen oder nach der Ernte und dem Honigraum ausschlecken lassen wie oben verfahren.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten

  • Hallo Andi,


    ich kenne das so.


    Man nimmt am späten Nachmittag eine neue Königin und hängt sie unter Futterteigverschluss in eine Beute zwischen eine ausgebaute Wabe und eine Mittelwand. Den Restraum auffüllen mit MW oder Waben oder Rähmchen mit Anfangssteifen.


    Auf die Zarge setzt man eine Bienenflucht und dann die HR und den Deckel.


    Die jungen HR-Bienen sterzeln übernacht zur Königin hin und befreien diese. Sie waren noch nicht draußen und kennen den Weg nach Hause nicht.


    So habe ich es letztes Jahr im Juni mit mehreren Kö gemacht.


    Bei deiner Version sind mir zu viele Altbienen dabei. Altbienen sind für die neue Kö gefährlicher als Jungbienen. Und sie fliegen mit der neuen Trachtquelle nach Hause und es entsteht Räuberei. Die Bienen sind sowieso sehr aufgeregt, wenn soviel Honig wild herumliegt.

    Andere Bienen riechen den Honig, wenn der HR direkt auf einem Boden steht.


    Du könntest also die Bienen vor der Ernte direkt zulaufen lassen oder nach der Ernte und dem Honigraum ausschlecken lassen wie oben verfahren.


    LG Olivia

    PS: Füttern nicht vergessen!

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten

  • Hallo Catbee, vielen Dank für deine Antwort.


    Werde das anstelle meiner Idee heute gleich mal ausprobieren.


    Also wie geschrieben, einfach neue Beute am selben Standort mit Rähmchen + Königin auffüllen, dann Honigraum mit Bienenflucht der anderen Beute drauf und warten.


    Ich laß mich überraschen wie es klappt.


    Danke für die Antwort!


    André

  • Das habe ich letztes Jahr auch mit zwei Geschwisterköniginnen so durchgeführt und folgende Beobachtung gemacht:


    Eine Beute hatte ich für die Prozedur mit Schaumstoffstreifen verschlossen, bei der anderen habe ich versehentlich einen kleinen Spalt offen gelassen. Bei der über Nacht offenen Beute sind eine ganze Reihe Bienen abgeflogen. Im Honigraum gibt es offenbar doch auch Bienen, die wissen, wo sie wohnen. Beide Beuten habe ich danach an einem anderen Standort aufgestellt.


    Ob nun das offene Flugloch oder zufälligerweise ein geringerer Bienenbesatz im Honigraum oder einfach die Leistungsfähigkeit der Königin daran schuld war: Bis jetzt ist das Volk, bei dem die Bienen raus konnten, dem anderen hinsichtlich Volksstärke und Honigleistung hinterher.

  • Hallo André,


    wenn Du die Beute an den Platz des Altvolkes setzt, hast Du einen klassischen Flugling mit neuer Königin und somit auch die Altbienen. Ist Deine Königin schon gut genug entwickelt, um der Manschaft eines kompletten Volkes gerecht zu werden? Lange genug in Eilage?


    Für einen Ableger würden nur die HR-Bienen am neuen Standort reichen.


    Füttern nicht vergessen, Flugloch kleinhalten bis es eine funktionierende Fluglochwache gibt.


    Liebe Grüße

    Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten

  • Hallo Kikibee,


    der Unterschied liegt an der Leistungsfähigkeit der Königin, würde ich sagen. Nachdem ich dieses Jahr gesehen habe, wie die Königin aus dem Miniplus mit Ihrer Startmannschaft von 2 Minizargen, umgesetzt im April auf ausgebaute DN 1,5-Waben alle überholt hat, ist das meine Einschätzung.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten