Mittel gegen Stiche

  • Hallo,


    da hier so viele schreiben, dass sie ohne Schutzkleidung imkern und dabei auch mal gestochen werden, wollte ich mal fragen, was Ihr so gegen Stiche tut und wie gut Eurer Meinung nach die einzelnen Mittel wirken. Auf Anhieb fallen mir folgende, zum Teil Hausmittel ein:

    • Mannhaft ertragen
    • Zwiebel auf den Stich drücken
    • Cortisonsalbe auftragen
    • Bite Away oder ähnliche Produkte, die durch Hitze das Bienengift an der Einstichstelle zerstören

    Was könnt Ihr empfehlen?


    Gruß

    Ilu

  • Die Kunst besteht darin, so zu tun als ob es nicht weh tut

    ;-)

    Wenns doch dolle anschwillt, hilft im allergrößten Notfall bei mir mal ne Cetericin

    Hitze hab ich meist nicht gleich zur Hand, soll aber gut helfen

    Ich sauge aber - wenn erreichbar - zumindst an der Stichstelle

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Wenn überhaupt, gibt es Schwellungen am Kopf oder am Handrücken. Alles andere ist nach 10 min nur noch am Stichloch erkennbar.

    Föhn, recht heiss, hilft gegen den Juckreiz, (Bei allen Insektenarten) tritt aber nach Gewöhnung an das Bienengift nicht mehr auf.

    Kühlen hilft gegen den Schmerz. Man gewöhnt sich nicht dran, erträgt es einfach.


    Das Wichtigste, keine Stecher am Stand dulden.


    Gruß

    Ulrich

  • Ich leide leider nach jedem Stich unter starken Reaktionen. Es schwillt stark an und juckt nach einem Tag nervig. Der Schmerz des Stiches ist da wirklich mein kleinstes Üble. Ich komme nicht mehr in Schuhe, kann das Knie nicht mehr beugen etc.


    Ich nutze den bite away. Der hilft mir recht gut, wenn ich ihn sofort anwenden kann. Nach einer halben Stunde hilft es mir nicht mehr. Dann kühle ich, nutze Fenistiltropfen und Fenistilgel gegen den Juckreiz.

  • Hallo Leidensgenossen,


    wichtig finde ich erstens "mannhaft ertragen" und zweitens "keine Stecher dulden"...


    Nach einiger Zeit schwillt es nur noch minimal, der Stichschmerz bleibt aber. Wichtig ist es den Stachel sofort zu entfernen, ansonsten mache ich nichts weiter.


    Gruß Jörg

  • Hallo!

    Letzte Woche nach der Attacke im Raps hat eine gute Imkerfreundin mir das bite away vorbei gebracht - das Ding werde ich mir besorgen! Half richtig gut! Ich will aber heuer auch mal die Spitzwegerichsalbe ausprobieren, soll ja bei allen Stichen helfen - den Ölsud hab ich schon angesetzt :)

  • Ich verwende den bite away und behandle damit sofort.
    Dann gibt es keine Schwellung und kaum eine Reaktion.

    Nach 30 Minuten ist es aber längst zu spät, deswegen immer dabei.


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Ich will aber heuer auch mal die Spitzwegerichsalbe ausprobieren, soll ja bei allen Stichen helfen - den Ölsud hab ich schon angesetzt :)

    Ich kenn das so: Spitzwegerichblatt zusammenrollen, zwischen Daumen und Zeigefinger so lange rollen bis der Saft austritt, dann auf den Stich geben. Hilft bei mir.

    Wenn ich mal groß bin, will ich auch Imker werden...

  • Ich kann dir auch den Bite Away empfehlen.

    Wie schon geschrieben um so länger es dauert bis zur Behandlung um so schlechter wirkt er.

  • Wie Jörg auch schrieb: das Wichtigste ist die schnelle Entfernung des Stachels. Der Stachel pumpt immer weiter Gift, auch wenn er aus der Biene herausgerissen ist. Ich vermute, dass es einen Riesenunterschied macht, ob du (als erfahrener Imker) den Stachel nach einer Sekunde schon wieder rausgekratzt hast, oder ob es (oft bei Unerfahrenen) mehrere Sekunden dauert. Von Minuten ganz zu schweigen...


    Bei schlecht erreichbaren Stichen, z.B. am Kopf, ist das natürlich ein Problem. Allerdings tendiere ich dazu, dass da wohl etwas dran ist, dass man bei regelmäßigen Stichen mit der Zeit eine größere Toleranz aufbaut. Die Frage ist, ob sich längere Stichpausen negativ auf die Toleranz auswirken.


    In den ersten Jahren war der Juckreiz nach einem Stich wirklich schlimm. Mehrere Tage lang, auf einer Quadratdezimetergroßen Fläche. Da hatte bei mir weder Ceterizin noch Cortisonsalbe geholfen.

    Zwischenzeitlich meinte ich, dass eine schnell (!) aufgebrachte Zwiebel noch am besten hilft, aber vielleicht bildete sich da auch schon die Toleranz aus. Würde im Zweifelfall wahrscheinlich trotzdem als erstes zur Zwiebel greifen.

    Zur Zeit mache ich nichts.


    Grüße,

    Robert

  • Ich will aber heuer auch mal die Spitzwegerichsalbe ausprobieren, soll ja bei allen Stichen helfen - den Ölsud hab ich schon angesetzt :)

    Ich kenn das so: Spitzwegerichblatt zusammenrollen, zwischen Daumen und Zeigefinger so lange rollen bis der Saft austritt, dann auf den Stich geben. Hilft bei mir.

    Sohnemann braucht was zum schmieren, - "so ein Blatt kann doch nicht wirken :)" also wird das alles schmierfähig verarbeitet - macht aber auch Spaß