Königinnenzucht will einfach nicht klappen!!!

  • Werbung

    ja, ich hatte Angst, dass ich sie zu zeitig bewege und sie Schaden nehmen.

    Beim nächsten Mal habe ich ein besseres Zeitgefühl.

    Ich hatte die Königin abends in die Kassette gesperrt, am nächsten Tag raus, 2 Tage später waren es immer noch Eier und am 4. Tag (nach 96h) waren dann erst kleine Larven da.

  • Hallo Stefan,


    dein Hauptfehler ist das die Zucht im "Unglücklichen" Volk nicht klappt..

    Wo lernt man denn sowas, das man für die Zucht ein Volk entweiselt?

    Du brauchst Bienen Masse, bei der Zucht gilt, klotzen und nicht kleckern.

    Wenn dann funktioniert es mit einem Sammelbrutableger, weil da einfach mehr Masse vorhanden ist.

    Für mich ist das einfachste die Starter Finisher Methode. Wenn alle Bienen nicht mehr in einen 2/3 Zander HR passen und auf dem Flugbrett Übernachten, dann weißt du das die Bienenmasse stimmt.

    Der Eugen Neuhauser macht riesige Kunstschwärme, ca. 5 Kilo und lässt da gleich über 50 Zellen anblasen.

    Denk bei der Königinnenzucht, an Fortpflanzung und Überfluss. Denn das will das Bienenvolk.

    Wenn du das Volk in eine Situation bringst, wo es ums nackte überleben geht, ist es mit der Libido ganz schnell vorbei.


    Lies dich einfach in die Zuchtmöglichkeiten ein, Volk entweiseln und Larven reinhängen, ist keine Zucht.


    Viele Grüße


    Max

  • Daß man als Pflegevolk ein entweiseltes Wirtschaftsvolk nehmen kann, ist bei Dr. Liebig nachzulesen.

    Daß man als Pflegevolk Masse braucht, stimmt dennoch nicht ganz. Wir haben in einen 2-Wabenableger eine Zuchtleiste mit 10 Näpfchen gehängt. Acht wurden angeblasen, alle acht Königinnen sind geschlüpft.

  • Daß man als Pflegevolk ein entweiseltes Wirtschaftsvolk nehmen kann, ist bei Dr. Liebig nachzulesen.

    Daß man als Pflegevolk Masse braucht, stimmt dennoch nicht ganz. Wir haben in einen 2-Wabenableger eine Zuchtleiste mit 10 Näpfchen gehängt. Acht wurden angeblasen, alle acht Königinnen sind geschlüpft.

    Kommt auf den Anspruch an. Und ob man den Vergleich hat. Du vergleichst hier z.B. Äpfel mit Birnen. Auch in Pias "Eine Wabe - ein Volk" "Ableger" schlüpfen "Königinnen".


    Ich würde mit sowas nicht arbeiten wollen, und auch nicht können. Aber Liebig & Co müssen ja auch nicht von den Bienen leben, sondern von Imkern. Das "funktioniert" ja auch.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife


  • Daß man als Pflegevolk Masse braucht, stimmt dennoch nicht ganz. Wir haben in einen 2-Wabenableger eine Zuchtleiste mit 10 Näpfchen gehängt. Acht wurden angeblasen, alle acht Königinnen sind geschlüpft.



    Huch! :eek:


    Man kann auch eine klapprige, uralte Zuchtstute in Alleinhaltung Dauerbox decken lassen, sie dann mager versorgen und die fohlt tatsächlich ab! Die Genetik stimmt dann sogar bei dem, was rauskommt...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Daß man als Pflegevolk Masse braucht, stimmt dennoch nicht ganz. Wir haben in einen 2-Wabenableger eine Zuchtleiste mit 10 Näpfchen gehängt. Acht wurden angeblasen, alle acht Königinnen sind geschlüpft.

    ... Ist nicht so ganz "paradiesisch", oder ?

    Geht aber; zumindest für diesen Sommer. Schau mal nach dem nächsten Frühjahr...


    Rainer

  • Notprogramme funktionieren oft, gehen aber auch daneben, war eben ein Versuch.

    Im Überfluss erstellte Starter oder Ableger fast 100%. Bei dem einen Imker kann man durch den Einwabenableger durchschauen, beim andren reichlich gebildeten 2-3 BW-ABleger bekommt man den Deckel nicht zu. Ist die Frage, was man gewöhnt ist.

    Auch die Isolation der Beute spielt bei Magerablegern eine große Rolle.

  • Hallo Ralf,

    ich weiß nicht, welchen Apfel ich mit welcher Birne verglichen habe. Du solltest auch erklären, welchen Anspruch Du meinst. Die Qualität einer Königin hängt von vielen Faktoren ab. Selbst erfahrene Züchter betonen, daß sie keine Garantie abgeben und daß man zu 20% mit einer minderen Qualität rechnen muß.

    Was die von mir genannten 8 Königinnen leisten werden, bleibt abzuwarten.

    Gruß,

    Jürgen

  • Daß man als Pflegevolk ein entweiseltes Wirtschaftsvolk nehmen kann, ist bei Dr. Liebig nachzulesen.

    Daß man als Pflegevolk Masse braucht, stimmt dennoch nicht ganz. Wir haben in einen 2-Wabenableger eine Zuchtleiste mit 10 Näpfchen gehängt. Acht wurden angeblasen, alle acht Königinnen sind geschlüpft.


    Sorry ich kann mich jetzt nicht mehr zurück halten!


    Dann sind die Methoden der "Profis" ja alle hinfällig - vielleicht mal die Suchfunktion nutzen und nach der Kö-Zucht von einem gewissen Luffi suchen -

    da lernt man sehr viel....

    und lesen ist ja bekanntlich gut, denken und selber beurteilen ist oft viel besser!


    Die Königin soll im Paradies aufwachsen.....und nicht in der Hölle! (2-Wabenableger) aber schon klar, das geht auch!

    "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen." (Karl Valentin)

  • Hallo Jürgen,


    ich weiß nicht warum du auf die berechtigte Kritik so direkt anspringst...


    Der Ralf hat sicher schon mehr Völker in der Hand gehabt, als wir beide zusammen. Und in der Praxis sieht man schon deutlich die Unterschiede zwischen gewurschtelten Königinnen und "guten". Das kann zum Beispiel das Brutnest im ersten Jahr sein oder die Entwicklung in den Folgejahren.

    Niemand wird dir eine Garantie geben können, dass eine optimal gezogene Königin nicht doch aus irgendwelchen Gründen dann doch versagt. Aber die Erfahrung ist, dass gute Königinnen nicht nur ihr Volk irgendwie über die Runden bringen, sondern sich auch deutliche vitaler entwickeln (Brutnestgröße, Frühjahrsentwicklung, Tendenzen zur Umweiselung, Drohnenbrütigkeit, Langlebigkeit usw.)


    Gruß Jörg

  • ich weiß nicht, welchen Apfel ich mit welcher Birne verglichen habe. Du solltest auch erklären, welchen Anspruch Du meinst.

    Du vergleichst Bolzplatz mit Bundesliga. Das ist beides Fußball und macht auch beides Spaß, ist aber eben schwer miteinander zu vergleichen. Ein Unterschied ist z.B., daß die Ablösesumme für einen Profi in die Millionen geht, eine unbegattete Königin vom Züchter aber durchaus für unter 10€ zu haben ist. Und damit 50% der hier im Forum diskutierten Probleme einfach wegfallen. Keine Sorge, es bleibt komplex und spannend genug. Aber so schwindsüchtige Krüppelchen können noch so eine gute Genetik mitbringen, die haben trotzdem einen Haufen potentieller Probleme in der Sporttasche.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife