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    Ich habe einen Schwarn an einer Beute gehabt. Der saß kurz unterhalb des Deckels und auf der ganzen Länge

    der 3 Zargen. Ich habe ihn mit der Schaufel in die oberste Zarge getan und die anderen in das Flugloch einlaufen lassen.

    Jetzt hat die oberste Zargen ein Astloch an der Seite durch die die obersten nun ein und aus fliegen.

    Ich wollte nun die Zarge wechseln und auch die Waben umtauschen. Aber die Bienen sind derartig stechlustig das ich es garnicht

    tun konnte. Trotz Schutz hatte ich in sekundenschnelle etliche Stiche weg und konnte nur noch die Flucht ergreifen.

    Jetzt kann man sich den Bienen nur noch auf 6m nähern und das auch blos mit Schutz.

    Soll ich sie abschwefeln, oder gibt es was anderes?

    Gruß Siggi

  • Soll ich sie abschwefeln

    Och Nachbar, warum gleich so radikal? Wie wäre es mit umweiseln?

    Ich hatte letztlich auch auf einmal einen Stecher. Vorher waren die immer recht ruhig. Meine hatten keine Weisel mehr und obendrein noch Raps... Nun sind sie wieder friedlich, und ich kann sie demnächst wieder hier her holen.


    Gruß Mario

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Da es ein Schwarm war, wird wohl eine Weisel drin sein.

    Ich würde mit vorhandenem Ableger oder begatteter Königin(Flugling mit MW) in Kombination mit Verstellen erst die Flugbienen abfangen.

    Im 2. Schritt dann den Rest durch ein ASG zur Brut laufen lassen und die Weisel absammeln und gekäfigt zurück. Neue Königin besorgen zum Umweiseln oder nach 9 Tagen Königin entfernen und Zuchtstoff/Weiselzelle geben oder nach Kontrolle das Brutnest auf dem Ableger/Flugling auslaufen lassen.


    Brettchen mit Schrauben zum Flicken und Gurte vorbereiten und früh morgens anbringen. Am Tag vorsichtig verstellen - ca 10m- und an die Stelle den Ableger stellen.

    Seit dem ich mich ein paar Minuten vorher mit einem Rauchstoß am Flugloch bzw Bodengitter ankündige, reagieren die Damen nicht mehr so aggressiv auf die Öffnung ihrer Bude.


    Gruß Fred

  • Falls du unlösbare Probleme mit den Nachbarn bekommst und keinen Ausweichstellplatz hast, wirst du abschwefeln müssen. Ansonsten:

    • Beute verstellen und andere Beute mit Absperrgitter vor dem Flugloch an die Stelle mit mindestens einer Wabe mit offener Brut ohne Bienen.
    • Gut anpanzern und dann das Volk auf ein Einlaufbrett fegen, die Königin am Absperrgitter abfangen und käfigen. Brut der Stecherkönigin entsorgen.
    • Lockbrut aus der Beute entfernen.
    • Gekäfigte Königin in die Beute, bis eine neue Königin verfügbar ist, oder Königin entsorgen und Zuchtstoff einhängen.

    Mit den Stechern wirst du leben müssen bis ca. 3 Wochen, nachdem neue Brut geschlüpft ist, aber du brauchst nach dem beschriebenen Vorgang an dem Volk bis dahin nicht mehr zu arbeiten.

    Gruß Ralph

  • Hallo Leute!

    Danke für eure Antworten.

    Ich kann aber nicht in die vollen greifen, da ich erst vor einer Woche ein Schwarmvolk mir geholt habe.

    Ich muß vorsichtig an die Sache herangehen, da auch kleine Kinder auf meinem Grundstück spielen.(2200m²)

    Das abschwefeln ist kurz und rabiat aber endgültig, schade. Ich muß vorsichtig sein, habe es heute früh ausprobiert, mußte mit der Benziensense zwischen den großen Bäumen den Rasen mähen, abstand zu den Bienen 100m und da waren die Bienen noch aggressiev.

    Habe keine andere Lösung. Warte noch eine Woche, aber dann ist Schluß.

    Gruß Siggi

  • Dafür gibt es Rasentrecker, Motorsensen und Mähroboter- dafür müssen die Bienen abgeschwefelt werden...


    Durch das beschreiten der einfachsten Wege kommen manche auch durchs Leben. Unfassbar!

    Dabei gibt es viele Möglichkeiten....

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Setz sie doch in den Imkermarkt für einen Imker mit Zeit, Material und Geduld. Besser verschenken als schwefeln. Mir wäre das egal, ich würde die neh.en, umweiseln und fertig. So Imker gibt es bei Dir in der Ecke bestimmt auch.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Leute!

    Beruhigt Euch. Die Bienen hatten ein einsehen und sind ruhiger geworden, einzelne kreisen noch rum, aber es geht scon.

    Werde noch ein paar Tage warten und dann kontrollieren was los ist.

    Bis bald Siggi

  • Man kann den Menschen immer nur "vor den Kopf" gucken und nicht hinein....

    Bin beeindruckt von den angebotenen Lösungen; ich lasse die die "Start-Frage und Zwischenentscheidung" einfach unkommentiert!


    Grüße

    Thomas

    (Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen)

    • Lockbrut aus der Beute entfernen.

    Ich habe gerade ein ähnliches Problem (kein Schwarm, sondern eine still umgeweiselte, ungezeichnete Kö, die ich bislang leider nicht entdecken konnte (es bleibt jedesmal ja nur sehr wenig Zeit :evil:), deren Gefolge zwar sofort zusticht und auch jedesmal in meinen Schleier findet, sich dagegen mit Nektarsammeln äußerst schwer tut). Kleingartendrohns Vorgehensweise gefällt mir sehr gut, ich verstehe aber nicht, warum ich die Lockbrut wieder entnehmen sollte. Wenn ich die Lockbrut aus einem sehr guten Volk entnehme, könnte ich damit doch gleich die Basis für einen Brutableger bilden. Die alte Kö drücke ich eh ab. Nur mit dem Panzer habe ich ein Problem bei den aktuellen Temperaturen - da warte ich lieber noch ein paar Tage.