Kieler Begattungskästchen wässern

  • Bin gerade dabei die Kieler Begattungskästchen täglich 2x zu wässern, in dem ich von unten durch das Gitter ordentlich Wasser rein sprühe. Heute morgen, am 3. Tag hat es in einem Kästchen nur noch sehr leise gesummt und ein Blick durch die Folie war nicht sehr ermutigend. Da scheint ein großer Teil der Bienen tot am Boden zu liegen.

    Kleingartendrohn hat hier mal geschrieben, das er seine Kieler sogar in Wasser taucht.

    Wäre das besser? Also, wenn man nur 1/4 Kästchen tief eintaucht bleiben die meisten Bienen ja erst mal trocken und Wasser können sie dann nach Bedarf vom Schiebeboden holen...

    Mit der Sprühflasche würde ich jedenfalls nicht mehr reichlich sondern eher sparsam wässern!

    Wie macht ihr das so?

  • Ich hab mal gehört, dass das verbrausen gerne passiert, wenn man zu viele Bienen in die Kieler füllt. Ich hab bisher wenig Erfahrungen. Hab meine fünf Stück bisher nur einmal genutzt und bin auf Mini-Plus umgestiegen.

  • Gefüllt wurde mit 2 guten Suppenkellen = insgesamt ca. 500ml nasse Bienen, also etwa 1/2 volles Kästchen. Gestern waren hier 27°C, darum habe ich 1x morgens und 1x abends wirklich reichlich Wasser gesprüht, aber das läuft ja auch unten wieder raus.

    Kann das trotzdem zu viel gewesen sein?

  • Die stehen draußen luftig im Schatten ...

    Heute Abend kann ich sie aber endlich aufstellen und öffnen.

    Das eine Kästchen werde ich dann ggf. morgen nochmal verstärken.

    Die 27°C könnten natürlich auch Schuld sein...


    Zu blöd, mein richtiger Keller ist leider nicht in der Nähe vom Bienenstand, wäre sehr umständlich da extra hin zu fahren, aber wenn es besser so wäre muß ich das demnächst mal anders planen.

  • Hallo,

    So mach ich es,

    die gesamte Bienenmenge die ich zum befüllen der Kieler - Begattungskästen benötigt , wird zuvor angefeuchtet,

    Alle Kieler werden mit einer Suppenkelle Bienen befüllt, ein wenig Handgefühl solle schon vorhanden sein,

    Kö s dazugegeben, Schieber zu, danach kommen sie in den Keller, um eine bessere Luftzirkulation für die Bienen zu erreichen werden die Kieler auf 2 da druter liegende Leisten gestellt.

    Dunkel und Ruhig sollte es schon sein.

    Da bleiben sie Maximal 2 Tage, bzw. Nächte, danach Aufstellen und auf kleinen Schlitz fliegen lassen, große Scheibe nach 2 -3 Tage.

    Nein zusätzlich be, oder auch Gewässert habe ich sie noch nie.

    Das Wässern von Zuchteinheiten, ( EWK oder auch Kieler ) ist eine Notwendigkeit die beim Verschicken zu Belegeinrichtungen, auf größere Entfernungen angewand wird, bzw. gleich nach Ankunft am Bestimmungort gemacht wird.


    Gruß Jürgen

  • Also, es war schon eine normale Kelle (100ml), keine besonders große, und davon 2, aber gehäuft.

    Voriges Jahr hatte ich das Thema schon mal ähnlich, mit noch kleinerer Kelle, aber da 3 und 1x etwas mehr... :

    Kieler Begattungskästchen zu voll ?

    Das ist wie mit den Jogurt Bechern neulich hier im Forum, sind halt verschieden groß...


    Nehmen wir also am besten das Begattungs-Kästchen selbst.

    Ist etwa ca. 1/3 - 1/2 voll Bienen o.k. oder schon zu voll?

    Wenn da einige Drohnen bei sind, weil von Brutwaben abgestoßen, fliegen die ja auch noch ab, nach der Kellerhaft, dann hat man auch sehr schnell eine zu kleine Besetzung. Damit die gleich raus können öffne ich auch gleich das große Flugloch.

    Auch blöd? Wäre es viel besser nur Honigraumbienen zu nehmen und wie Jürgie schreibt schon nach 2 Tagen zu öffnen, aber für 2-3 Tage mit kleinem Schlitz?

  • Die Kieler werden mit 100g Bienen = 200ml = 1000 Bienen gefüllt. Ich besprühe die Bienen vor dem Einfüllen ohne Königin gut mit Wasser.

    Vor dem Zusetzen der Königin tauche ich den Begattungskasten mit Fluglochseite voran ca. 10cm tief in ein Wasserbad und lasse das Wasser ablaufen. Wichtig: Die Futterkammer darf nicht eingetaucht werden!

    Die Bienen sind jetzt gründlich nass, was die Annahme der Königin erleichtert. Jetzt wird die Königin in Honigwasser getaucht und Kopf voran in das Flugloch gesetzt, Flugloch dahinter verschlossen. Dann wird das Ganze in einen dunklen Raum gestellt.

    Einmal pro Tag wird der Begattungskasten gewässert. Dazu wird er in eine flache Wasserpfütze gestellt, sodass Wasser über das Bodengitter ca. bis zur Fluglochhöhe eindringt. Die Bienen sollen nicht durchnässt werden.

    Vor dem Transport zur Belegstelle wird auch noch einmal in dieser Weise gewässert. Falls kein Transport erfolgt, erfolgt keine Wässerung vor der Aufstellung.

    Gruß Ralph

  • Dieses Jahr habe ich mir nochmal 6 originale Kieler (die selbstgebauten haben langsam ausgedient) Begattungskästchen und gleich mit Futterzargen gegönnt:




    So starten die Begattungsvölkchen etwas größer (ca. 300 statt 200ml Bienen) und mit 6 statt 4 Oberträgern, weil der interne Futtertrog raus kann. In diesem wurde auch gerne Wildbau errichtet.


    Außerdem brauch ich dann sicherlich während der ersten 3 Tage (Kellerhaft) nicht täglich 2x Wasser sprühen, weil ja im Futtertrog dünn gefüttert werden kann.


    Ich denke mal bei 1:1 Zuckersirup sind die Bienen mit genug Wasser versorgt, und können gut bauen, oder sollte noch mehr verdünnt werden? Oder weiniger? Je nach Wetter?

  • Sorry, in ein Begattungsvölkchen gehört nur Futterteig, kein Flüssigfutter und während der Kellerhaft ist wässern auch nicht nötig... - aber die Kellerhaft sollte wirklich nicht länger als 3 Tage dauern... - Futterzargen bei diesen Kästen kannst Du später zum Füttern verwenden, wenn dort eine begattete Königin ein richtiges Volk gebildet hat und darin länger verweilen soll.