Stechlustiges Volk, wie würdet ihr es behandeln?

  • Hoffentlich verhallt das nicht wieder im Nirwana!:u_idea_bulb02:


    Hatte mich ja schwer beherrscht schon oben

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Mühsam isses. KEINE HANDBREIT DEN STECHERN

    Ja, ja und ja - es muss nicht sein und die Mär von höherer Resistenz gegen was-weiß-ich stimmt definitiv nicht. Meine "Kuschelbienen" werden grundsätzlich ohne Schutzkleidung bearbeitet und Rasenmähen vor der Beute ist kein Problem. Spielplatz nebenan - da darf es keine Aggression geben...


    Und, ja, Hornissen können die auch platt machen und von Wespen werden sie auch nicht ausgeräubert.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Sicher weisellos?

    Soweit man es mit menschl. Augen erkennen kann... Keine Weisel gefunden, auslaufende Brut, keine neuen Stifte etc. und eben dieses Verhalten, was sie vorher nie so zeigten.

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Du hast den Stein drauf vergessen. Nicht weil 'ich das nicht kenne', sondern weil es nicht korreliert. Du kannst das (mehr oder weniger) auch alles mit lieben Bienen haben.


    Das mit den tollen stichigen Bienen kommt gerne im Paket. Mit faulen, nachlässigen Imker, die sich selber natürlich ungern so sehen. Ist aber so. Trifft über die Drohnen uns alle. Auch wenn längst ein neues Hobby gefunden ist.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Tja, es gibt da so Absicherungen für die Unterstützung des menschlichen Augenermessens.

    Nennt sich Weiselprobe.

    Wenn die positiv ist, funzt das Zusetzten auch sicher

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • hallo Ralf, nur weil Du mit Kuschelbienen gewisse Erfahrung hast bedeutet das lange noch nicht, dass die Erfahrung bzw. Beobachtung von anderen im Bezug auf agressive Bienen falsch sein muss. Wenn Du fehlende Korrelation bemängelst gehe ich davon aus, dass Dein Erfahrungsschatz mit fundierten wissenschaftlichen Experimenten die von Dir durchgeführt wurden belegt ist ? Darf ich dann den Link auf Deine wissenschaftlichen Veröffentlichungen haben ?

  • Hallo donaldo,


    es braucht keiner wissenschaftlichen Abhandlungen für diese Feststellungen.

    Diese Behauptungen, wie toll diese Stecher sind, ist schlicht weg mummpitz.


    Ich denke, Dass Ralf lange genug mit Bienen arbeitet und auch schon einige dieser Völker unter seiner Obhut hatte, um das beurteilen zu können.

    Wenn nicht , ist das auch egal. So etwas mutet man seinen Mitmenschen, Imkerkollegen einfach nicht zu.


    Gruß

    Ulrich

  • Ob etwas Mumpitz ist oder nicht muss jeder für sich beantworten. Für die Allgemeinheit ist etwas nur beantwortet und kann zur gültigen Weisheit erhoben werden, wenn es wissenschaftlich bewiesen ist. Dabei spielt es keine Rolle wie viel Erfahrung jemand hat.
    Darf ich den oberen Satz mit der darin versteckten (nicht ausgesprochenen) Botschaft ergänzen? :"es braucht keiner wissenschaftlichen Abhandlungen für diese Feststellungen...", "weil ich Recht habe und Ihr Alle da drausen habt meiner Überzeugung zu folgen".

  • Mir ist völlig egal ob Du eventuell Recht hast, wenn ich wegen so'nem Rotz meinen Garten nicht nutzen könnte, dann fände ich das übergriffig. Daß das für alle Kollegen im Flugkreis, die so ein Imkern nicht möchten, die Standbegattung schwer bis unmöglich machen kann ist das andere. Und wenn Du das okay und nötig findest, den Kollegen in den Weg zu kacken, dann wäre es doch an Dir, mal Beweise dafür auf den Tisch zu legen, daß so eine Geschichte die mögliche Lösung für die Probleme der Honigbiene darstellt. Mach mal, da bin ich echt neugierig.


    ;)


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Es gibt Leute, die sind schon ganz schön lange mit Toleranzzucht beschäftigt.

    Die haben richtig viel zu tun damit, imkern und züchten seit Jahrzehntenund halten Völkerzahlen wie berufsimker. Und auch bereits Erfolge.

    Soweit ich thematisch im Bilde bin und/oder auch in Veröffentlichungen herumstöbern konnte, hängt ein Großteil am Ausräumverhalten von betroffener Brut.

    Man selektiert.

    Genetische Lokalitäten sind dazu noch gar nicht identifiziert.

    Aber würden sie mit der Aggressivität weiter gegeben/korrelieren, wäre es dann nicht kinderleicht?

    Und wären dann nicht alle jetzt schon selektierten Erfolgsvölker frech wie Rotz?

    Ist aber nicht so

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Sehe ich ähnlich. Diese tollen Beispiele für 'etwas griffigere' dafür aber irgendwie vitalere Völker sind bei genauer Betrachtung die Ausrede für Imker, die es mit ihrer Zucht einfach nicht drauf haben oder nicht wissen wie man umweiselt. Blöd aber mehrfach so gesehen...

    Gruß Jörg

  • Habe mir vor zwei Jahren solch eine Kö gekauft: Sie baute ein ganz ruhiges Ca-Volk auf; Honigertrag über dem Schnitt meiner sonstigen Völker; keine einzige WZ über die Saison...


    Die Eigenschaft "wehrhaft" ist nicht mit anderen genetischen Faktoren wie bspw. Ausräum- und Hygieneverhalten oder Überwinterungsfähigkeit u.ä. zwingend korreliert.


    Meine Meinung


    Rainer

  • Ich weiß wirklich nicht, ob griffigere Völker mehr oder weniger Honig bringen, und ob die besser mit der Varroa umgehen können, aber das ist mir auch egal.

    Ich will nicht auf 20 Meter angeflogen werden. Meine Kinder sollten auch keine Angst vor den bisher für sie "lieben Bienen, die den leckeren Honig machen" haben.

    Drückt diese Stecher-Königinnen bitte ab, egal ob ertragreich oder nicht.

    Ist nur meine Meinung, aber ich mache das so, und mein Imkernachbar hoffentlich auch.