Beginender Neuimker aber wie?

  • Moin, moin,
    aus dem Speckgürtel um Hamburg.
    Ich (40J) würde gerne mit einer kleinen Hobbyimkerei starten (ziel ca. 6 Völker in 2-4 Jahren) und frage mich aufgrund der wie ich das am Kostengünstigsten und Risikoärmsten beginnen könnte.
    Handwerklich bin ich sehr geschickt und habe so erstmal 2 Liebig-Beuten DNM gebaut.
    Rähmchen und Mittelwände und notwendiges Handwerkszeug habe ich auch bereits schon.
    Erste Erfahrung mit Bienen und einen Imkerkurs konnte ich auch schon in unserem Firmeneigenen Verein (Außerberuflich) sammeln.
    Ist aber kein Imkerverein im eigentlichen Sinne.
    Einen Stellfläche ist im großen Garten auch vorhanden und Nachbarn sind Informiert und haben auch keine Einwände.
    Praktisch fehlen mir jetzt nur noch 1 oder besser 2. Startvölker.
    Erst sollte ich von meiner Firma 1-2 Ableger bekommen was aber Aufgrund von Eigenbedarf/Erweiterung doch ausfällt.

    Dann hatte ich vor mir ein starkes Wirtschaftsvolk zuzulegen.
    Kosten ca. 250€ - Vorteil : Einkommen aus Ersten Honig für mindestens für Behandlungen und Fütterung und evtl. 2 eher 1 daraus gebildeten Ableger um die Chance eines Total-Verlustes im Winter zu verkleinern.
    Dieses scheitert aber an dem von meiner jetzigen Königin gesetzten Buget: Bienen =100 -150€ max. (umweiseln ? :D)

    Bleibt dann nur noch das beschaffen eines Ablegers oder KS. Kosten ca 100 € + Fütterung und Behandlungen. Komme so denke ich auf 150€.
    Nachteile: Dieses Jahr kein Honig. Keine Möglichkeit schwache Völker zu Vereinen und Starke zu bilden. nur ein Volk in den Winter dadurch Risiko eines Totalverlustes oder Schwächling sehr hoch.
    Vorteil: niedrigere Startkosten.


    Naturschwämme zu erwischen schließe ich erstmal aus, habe in meinem Leben bisher nur 2 mal davon gehört, das einer mal einen in diese Gegend gesehen hat.
    Habe mich aber trotzdem bei einer Schwarmboerse und Kleinanzeigen als Suchend eingetragen.

    So wie würdet ihr das Sehen.
    Um dieses Jahr zu starten ist es mittlerweile ja denke ich fast kurz vor bzw. schon nach 12.
    Lieber doch erstmal besser sein lassen oder seht ihr da evtl doch eine Möglichkeit oder könnt mir evtl. anderweitig helfen.
    Sind Völker nach der Tracht evtl. günstiger zu bekommen?
    Ach ja und mehr Start-Geld bis nächstes Jahr anzusparen schließe ich aufgrund meiner besseren Hälfte der universellen Verwendungsmöglichkeit von Geld ebenfalls aus.


    Bei einem hiesigen Imkerverein werde ich auch diese Woche vorsprechen. Ein Bekannter will mich dorthin mitnehmen. Er hat aber auch leider keine Völker / Ableger über.

        













  • Willkommen hier bei uns.


    Ich würde an Deiner Stelle das Lebenskonzept überdenken, wenn deine andere Hälfte verschwenderisch ist und dir nichts bleibt, noch nicht mal Geld für ein Hobby, obwohl du offensichtlich an der Quelle sitzt.


    Ansonsten einfach mal starten. Vielleicht hilft dir ja hier jemand aus der Region weiter. Was man will, schafft man auch. Kontakte im Imkerverein sind meist hilfreich. Fange einfach klein an, am besten wie du schon sagst mit zwei Völkern.


    Den Gedanken, dein Hobby über den Honigverkauf zu finanzieren, lass erstmal fallen. Das nimmt dir Druck.

    Worte dürfen nur dazu dienen, die Stille zu verbessern.

  • Ach ja und mehr Start-Geld bis nächstes Jahr anzusparen schließe ich aufgrund meiner besseren Hälfte der universellen Verwendungsmöglichkeit von Geld ebenfalls aus.

    Und ja, ich wäre für UMWEISELN! :)


    Auch von mir ein herzliches Willkommen!

    Im Interesse unserer Immen fang besser klein an, und vergiss ersteinmal Gedanken an Gewinn... Die Imkerei im Aufbau kostet nunmal Geld.

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

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  • Suche einen Imker aus deiner Gegend und frag ihn, ob du ihm helfen darfst, um dabei den Umgang mit Bienen zu lernen.

    Jeder Imker, wird dir später für die Hilfe einen Ableger schenken.


    Wenn ich höre "kann kein Ableger abgeben... braucht die Bienen selbst..." dann kann ich nur den Kopf schütteln.


    Vergiss erst mal die Idee, dass du durch das Imkern Geld verdienen kannst. Betrachte es als Hobby und tue es der Bienen wegen. Bienen können einem viel mehr geben, als nur Honig, Propolis und Pollen.


    Bienen geben mir Ruhe, Ausgeglichenheit und rauben mir Stresshormone.

  • Ich bin zwar etwas verwundert, dass man im Norden 250€ für ein Wirtschaftsvolk bezahlt, aber bei 150€ für Bienen in diesem Jahr bekommst du sicher maximal ein Volk bzw. einen schönen Ableger/Kunstschwarm.


    Wenn du jetzt schon alles andere hast, würde ich an deiner Stelle auch noch die Bienen kaufen, wenn du wirklich damit anfangen willst. Ein starker Ableger bringt vielleicht dieses Jahr noch keinen Honig, aber du kannst schon mal damit üben. Ein Totalverlust ist aber möglich, wenn man nur ein oder zwei Völker hat.


    Sollte das Geld bei euch nicht generell so knapp sein, dass du nicht jetzt auch noch Bienen kaufen kannst, sondern nur ein Problem wegen der Verteilung oder der (aus der Sicht deiner Partnerin) sinnlosen Ausgabe, wird das bei den Kosten der Imkerei am Anfang sicher ein Dauerstreitthema werden.

    Mit diesem Hobby wirst du die ersten Jahre immer Geld investieren und keines verdienen, ja noch nicht einmal mit der berühmten schwarzen Null rausgehen. Solltest du also erwarten müssen, dass es generell diesen Streit weiterhin gibt, solltest du dir überlegen, was dir wichtiger ist, da Bienen und die derzeitige Familiensituation auf Dauer zu viel Stress sein werden. Bienen sind kein Hobby wie Surfen, wo man jederzeit Pause machen kann. Es ist eher wie mit einem Hund, wo man auch mal ranmuss, wenn es gerade nicht passt oder das Tier für die Urlaubsplanung berücksichtigen muss. Wenn es schon wegen dem Geld Stress gibt, wie wird es dann erst, wenn du unbedingt die Völker durchsehen musst oder "noch schnell" mal die Varroabehandlung einleiten...

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Wenn ich höre "kann kein Ableger abgeben... braucht die Bienen selbst..." dann kann ich nur den Kopf schütteln.

    Das kann man dieses Jahr nicht immer sagen... Es gab sehr viele Ausfälle, und das bundesweit!

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Guten Morgen.

    Die Imkerei als Hobby ist etwas, wovon man besessen sein muss, finde ich. Nicht, um einfach nur ein interessantes Hobby zu haben. Da gibt es sicher bessere. Wenn man (wie ich letzte Nacht) die halbe Nacht nicht schlafen kann, weil man überlegt, ob man beim Ableger alles richtig gemacht und eventuelle Fehler weitgehend vermieden hat, dann rückt das finanzielle in den Hintergrund. Die Bienen überall im Garten summen zu hören und sie zu beobachten kann zur Sucht werden. Wenn da mein Partner nicht mitgespielt hätte, dann hätte ich mit der Imkerei ehrlich gesagt gar nicht erst angefangen.

  • Moin, moin aus HH nach HH!

    Es ist nie zu spät im Jahr, um mit dem Imkern anzufangen.

    Klar ist mit dem Raps gerade eine Tracht im Gange, aber je nachdem wo du genau in HH wohnst, denke ich wirst du noch einiges an Honig ernten können, spätestens mit der Linde.

    Ich bin auch ein wenig verwundert, dass du Völker für über 200€ zu kaufen gedenkst. Was sollen das für Turbo-Bienen sein?

    Und was meinst du mit Ableger? Der Ableger aus dem letzten Jahr ist ein Vollvolk oder Wirtschaftsvolk in diesem Jahr.

    Ich würde sogar lieber einen Ableger aus dem letzten Jahr kaufen als ein "Wirtschaftsvolk", denn bei einem solchen Ableger kannst du dir sicher sein, dass die Kö noch mindestens 2 Jahre mitmacht (normale Bedingungen vorausgesetzt). Bei einem Wirtschaftsvolk kann es dir passieren, dass die Kö schon 1-2 Jahre alt ist.

    Ich bin in der glücklichen Lage, dass meine bessere Hälfte mindestens genauso viel Spaß mit den Bienen hat wie ich. Von daher gab es nach der Entscheidung Bienen auch kein wenn und aber mehr.

    Und ja, du wirst die nächsten Jahre jedes Jahr ein Minus einfahren. Mittlerweile denk ich sind wir bei einer schwarzen Null angekommen, was uns aber nicht wichtig ist, sondern es geht um die Bienen und deren Faszination. Ist trotzdem ein angenehmes Gefühl;-)

    Wenn du Bienen haben möchtest, kannst du dich gerne an mich wenden, derzeit habe ich noch ein Volk über, allerdings in DN1,5.

    Dann machst du daraus noch ein Königinnenableger und gehst mit 2 Völkern in den Winter und hast noch etwas Honig übrig für den Eigenbedarf.

    Mit mehr darfst du im ersten Jahr eh nicht fest rechnen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Danke erstmal für die sehr freundliche Aufnahme hier im Forum.

    Ganz so schlimm ist es doch nicht.

    Ich und auch meine Frau sind uns durchaus bewusst das es lange ein Finanzielles Minusgeschäft ist. Das Minus sollte sich aber trotzdem in einem gewissen überschaubaren Rahmen bewegen. Unterstützt werde ich von Ihr auch weitgehend. Die Idee ist auch mehr oder weniger von Ihr ausgegangen, als sie gesehen hat wie sehr ich mich für das Thema begeistert habe. Meine 5 Jährige Tochter ist auch schon total Bienenverückt. Wahrscheinlich aber auch nur bis sie das erste mal gestochen wird.


    Überstrapazieren will ich die Unterstützung aber auch nicht, da das entweder für mich, die Bienen oder uns beide schlecht ausgehen kann.;)


    Honigertrag ist auch noch nicht so besonders wichtig. Wie gesagt evtl. Die Kosten fürs Einfüttern und der Behandlungen damit etwas versüßen.

    Wenn du Bienen haben möchtest, kannst du dich gerne an mich wenden, derzeit habe ich noch ein Volk über, allerdings in DN1,5.

    Dann machst du daraus noch ein Königinnenableger und gehst mit 2 Völkern in den Winter und hast noch etwas Honig übrig für den Eigenbedarf.

    Mit mehr darfst du im ersten Jahr eh nicht fest rechnen.

    Auf das Angebot würde ich gerne eingehen. Das wär nach meiner Ansicht auch ein vernünftiger Start.

    1,5 DN sollte auch kein größeres Problem sein. Bis auf die verschiedenen Rähmchen im HR und BR.

    Werde mich heute nach der Arbeit melden.


    Mit Anlegern meinte ich übrigens welche aus diesem Jahr.

    Die Preise habe ich von kommerziellen Anbietern. Ableger 3- 5 Waben 80-160€ Volk 1-2 zagig 180 - 250 Kunstschwarm 100 bis 140€.

    Evtl habe ich bisher auch nur bei den falschen geschaut.


    Bei Völkern von Privat hatte ich bisher kein Glück bzw war nicht schnell genug.

  • Also die größten Investitionen waren bei mir die Beuten. Alles andere ist meist Kleinkram, den man sich immer wieder mal dazu kaufen kann. Die meisten Sachen braucht man dann aber erstmal eh nicht. Das Füttern der Bienen dürfte eigentlich auch nicht so teuer sein. Größere Sachen wie Schleuder, usw. könntest du bestimmt erstmal vom Verein ausleihen. Ich starte dieses Jahr mit 2 Völker (eins vom Verein) und meine Kosten liegen bei ca. 600 €. Wobei einige Bücher auch dabei waren und die kosten meist schon fast 25 €.



    Grüße


    Oliver

  • Ein Volk als Begrüßung vom Verein wird es nicht geben, es sei den einer der Mitglieder die ich noch nicht kenne stellt spontan eins von Privat zur Verfügung.
    Vorteil ist das erste Jahr ist Beitragsfrei was weitere Gebühren und Versicherung angeht die normal im Vereinsbeitrag integriert sind auch frei sind werde ich bei nächster Gelegenheit erfragen.
    Eine Schleuder und größere Sachen kann ich mir beim Verein, Bekanten und auch bei mir in der Firma Ausleihen. Denke mal aber von der Firma da ich 100%ig sicher bin das da alle Völker auf auf Faulbrut getestet werden falls ich mal eigenen Honig zufüttern muss/will. Habe im Umkreis von 50 km momentan 5 Sperrgebiete ein 6. wurde diese Woche aufgelöst .:(
    Bücher von dort habe ich mir auch von dort erstmal Ausgeliehen. Werde mir aber sicherlich noch das ein oder andere Kaufen.
    2-3 Beuten Eigenbau (evtl. 1 Reserve) liegen bei etwa 80-120€; Erstausrüstung (Werkzeug, Rähmchen, Mittelwände) 100-150€; Futter und Behandlungen incl. Zubehör tippe ich mal grob auf 100€.-120€ = ca. 350€ alleine um die Grundvoraussetzungen für die Haltung zu schaffen.
    450 bis 500€ können wir uns dieses Jahr sicher leisten ohne das wir an anderer Stelle zu arg Sparen müssen.


    Wär eben Traurig das die Bienen mangels Finanzen leiden müssen, und im schlimmsten Fall nicht Überleben oder im Zweifel halt wir, wenn der Bienenwahn ganz zuschlägt.;)


    was Positives:

    Ein alter Bauwagen als evtl. zukünftiges Bienenhaus steht seit Jahren schon ungenutzt im Garten Blickrichtung Südost direkt auf die Wilde Hauskoppel 10 m Flugstrecke um die Ecke ein kleiner Teich mit ausreichender Bepflanzung. Was die spätere Arbeit mit den Bienen (Wetter / Wasser) um einiges erleichtern sollte. Kosten Bauwagen und Umbaumaterial Fenster/Bretter + Farbe 0€.
    Und das beste. Ich habe ab nächster Woche 2 Wochen Urlaub:!:

  • Hallo,


    ich wenn Du kein Geld für deine Arbeiter in die Hand nehmen willst. Dann solltest Du es lieber lassen. Deine Völker müssen es gut haben, um eine gute Ausbeute zu haben.

  • Masu1640 liest sich ja super. Sollte dein Stellplatz zu weit in der Pampa liegen, also ganz ohne Nachbarschaft etc., solltest du dir vielleicht auch Gedanken über einen Diebstahlschutz machen...


    Gruß Mario

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!