Ableger-Kontrolle

  • Hallo zusammen,


    Habe am Samstag einen Ableger gebildet (2 BW, 1 FW, 2 MW) und ca. 5 km entfernt aufgestellt.

    Wie sieht es bei der Durchsicht aus soll man eine Kontrolle machen oder den Ableger in Ruhe lassen, wenn ja in welchen Abstand?


    Wie sieht es mit der Begattung der Königin aus, habe die Bienen extra in einen halbwegs "bienenfreien" Ort aufgestellt wegen der Räuberei. Aber zur Begattung wäre es doch besser wenn mehr Völker in der Nähe sind oder wird die KÖ nur von den eigenen Drohnen Begattet.?


    Entschuldigt doofe Fragen oder wenn die Themen schon diskutiert wurden aber bin Neuling hier und in der Imkerei 😉

  • Danke für die Infos. 👍


    Kannst du mir noch nen Tipp geben wann und wie ich die Bienen in eine Normale 10er Zanderbeute umsiedele und zu meinen anderen Bienen zurück stelle?

  • Danke für die Infos. 👍


    Kannst du mir noch nen Tipp geben wann und wie ich die Bienen in eine Normale 10er Zanderbeute umsiedele und zu meinen anderen Bienen zurück stelle?

    Wo sind die denn jetzt drinnen? Ablegerkasten?

    Bei mir kommen die gleich in eine DN 2/3 Beute, und bei Bedarf ein Schied rein.


    Gruß Mario

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Danke für die Infos. 👍


    Kannst du mir noch nen Tipp geben wann und wie ich die Bienen in eine Normale 10er Zanderbeute umsiedele und zu meinen anderen Bienen zurück stelle?

    Umsiedeln kannst du jederzeit, spätestens dann wenn der Platz in der Ablegerbeute komplett ausgefüllt ist.


    Am jetztigen Standort würde ich die Bienen für 3 Wochen lassen, danach kannst du sie ohne Probleme an deinen Hauptstandort zurück holen.

  • Wie sieht es mit der Begattung der Königin aus, habe die Bienen extra in einen halbwegs "bienenfreien" Ort aufgestellt wegen der Räuberei. Aber zur Begattung wäre es doch besser wenn mehr Völker in der Nähe sind oder wird die KÖ nur von den eigenen Drohnen Begattet.?



    Die junge Kö fliegt zu sog. Drohnen-Sammelplätzen. Wo die sind, weiß der Imker in der Regel nicht (muss irgendein dringendes Gefühl sein, das die Königin dorthin leitet :liebe002:). Die Drohnen sammeln sich dort aus einem Umkreis von 8-10 km. Du kannst also deine Ableger etwas bienenfrei aufstellen.

  • Hallo Mich.

    Was willst du jetzt mit 2MW im Ableger? Mittelwände brauchst du erst wenn die KÖ begattet ist

    und beginnt Eier zu legen. Dann erst brauchst du MW und solltest gleichzeitig mit der Fütterung 1:1 flüssig in kleinen Portionen beginnen um einen stetigen Futterstrom zu garantieren. Das regt die Bienen zum bauen an und die KÖ zum fleißigen legen. Zum ziehen einer KÖ sollten die Bienen eng sitzen und die KÖ beginnt immer zu legen mit der Wabe auf der sie selbst auch geschlüpft ist .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • (muss irgendein dringendes Gefühl sein, das die Königin dorthin leitet :liebe002:). Die Drohnen sammeln sich dort aus einem Umkreis von 8-10 km.

    Tut zwar nichts zur Sache, aber soweit ich es verstanden habe, fliegen die begattungswilligen Kö einfach los und strömen die Pheromone aus, wonach die Drohnen nicht anders können um ihrer Bestimmung nach zu gehen und zu sterben.

    Es gibt quasi keinen speziellen Ort oder Platz wie die Kö hinfliegt oder wartet..

  • Hallo,

    ja hab sie in einem Ablegerkasten wusste nicht das es mit ner großen Beute auch geht.


    Puh gute Frage hab in Büchern und im Netz gestöbert 😉 Dachte die Bienen können die 2 MW ausbauen bis die neue Königin da ist und legt. Habe den Ableger gleich gefüttert aufgrund von dem schlechten Wetter bei uns.

  • bei uns.

    Wo ist das denn? Schreib das doch bitte mal ungefähr in dein Profil unter Wohnort. Das hilft Dir und uns und in erster Linie den Bienen. Die Mittelwände schaden nicht. Eigentlich sind sie ganz gut, auch wenn oft nicht unbedingt notwendig. Wenn es zu kalt ist, ist da eh nichts los. Sollte es aber ordentlich Tracht geben, und es waren genug Bienen im Ableger (wonach es sich allerdings nicht unbedingt anhört) haben die irgendwann Brut losen Bienen, die zwei Brutwaben ruck zuck mit Honig vollgeknallt. Und wohin dann mit dem weiteren Zeug? Und mit der dann irgendwann anstehenden Brut? In drei bis vier Wochen kann viel passieren.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Wenn keine Königin da ist, aber eine in freudiger Erwartung, stellen die bei Dir den Liegestuhl aufs Anflugbrett und machen erst mal Pause?

    Auch wenn es draußen so verführerisch aussieht und riecht?

    Meist sind einfach zu wenig Bienen in so einem Ableger, als dass da groß gebaut wird. Sind es aber genug und gute Tracht...?

    Ich hab schon welche bauen sehen in diesem Zustand.

    Das gleiche gilt bei einem abgeschwärmten, großen Volk. Die machen auch nicht 3 Wochen Betriebsurlaub, also bei mir zumindest.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Tut zwar nichts zur Sache, aber soweit ich es verstanden habe, fliegen die begattungswilligen Kö einfach los und strömen die Pheromone aus, wonach die Drohnen nicht anders können um ihrer Bestimmung nach zu gehen und zu sterben.

    Es gibt quasi keinen speziellen Ort oder Platz wie die Kö hinfliegt oder wartet..

    Dazu mal gewikigoogelt:

    Drohnensammelplätze sind Plätze, die von männlichen Honigbienen nach der Geschlechtsreife (12–14 Tage nach dem Schlupf) aufgesucht werden, um sich mit jenen Bienenköniginnen zu paaren, die ebenfalls zu diesem Platz kommen. Auf Drohnensammelplätzen können sich bis zu 20.000 Drohnen sammeln.

    Die Bezeichnung als Sammelplatz ist etwas irreführend, es handelt sich nicht um ein statisches Zusammenfinden an einem Platz. Das Sammeln der Drohnen und auch das Zusammentreffen und die Paarung mit den Königinnen ist ein dynamischer Prozess und findet im Flug über dem Gelände statt. Die versammelten Drohnen fliegen dabei so schnell umher, dass sie mit dem Auge kaum zu unterscheiden sind. Erst wenn man zum Beispiel einen kleinen Stein in die Luft wirft, kann man einzelne Drohnen erkennen, die sich reflexartig auf diese vermeintliche Königin stürzen wollen.

    Das Verhalten der Bienen, ihre Orientierung und Kommunikation zur Entscheidung für einen Drohnensammelplatz und das zeitnahe Zusammenfinden ist noch nicht geklärt. Von dem Ort gehen offenbar sehr spezifische Signale aus, sodass ihn alle Drohnen der Bienenvölker in großem Umkreis gleichzeitig aufsuchen. Möglicherweise handelt es sich um optische Reize; möglicherweise sind auch Pheromone beteiligt.

    Ttopologisch störende Höhenzüge in Gebirgslagen behindern ein Zusammenfinden nicht.

    Alle Bienen, die sich dort einfinden, haben den Platz nie zuvor besucht und kehren auch nie zu ihm zurück – die Drohnen verlassen ihn und kehren zu ihrem Stock zurück, die Königinnen gründen ein neues Volk, das sie meist nie mehr verlassen werden.

    Drohnensammelplätze können sich über Jahre (25) am gleichen Ort befinden.

  • Thx, für die weitere Konkretisierung! ;)