Wie Miniplus erstbesiedeln?

  • Moin!


    Über Pro & Contra Miniplus kann man gut diskutieren. War aber nicht deine Frage.


    Meine Vorgehensweise:

    Ich habe auch das Wagner-Miniplus-Beuten-System und habe die im letzten Jahr mit einem Kunstschwarm nach der letzten Tracht gebildet. Dort habe ich eine Königin eingeweiselt, die das Volk bis in dieses Frühjahr regiert hat. Mit der Königin habe ich jetzt einen Ableger gemacht. Das Miniplus-System ist jetzt ohne Weisel, wurde aber bereits wieder aufgeteilt - alle Trennschiede rein, aus drei Zargen sechs Begattungseinheiten gebildet. Übermorgen breche ich alle Nachschaffungen, dann kommen sechs junge Königinnen zum begatten rein. Die entnehme ich dann spätestens Ende August und weisel diese in meine WV ein. Eine Königin bleibt wieder drin, Trennschiede entnehmen, drei Zargen aufeinander stellen, einfüttern, behandeln, einfüttern. Das ist dann wieder die Reserve-Dame.


    Gibt viele Wege nach Rom! :)

    Viel Erfolg!

  • Du willst je eine Königin von Mai bis August auf nur 3 Mini Plus Rähmchen halten ???


    Oder meinst du das hier:

    https://www.imkertechnik-wagne…er-sommer-und-winter.html


    Ich habe auch das Wagner-Miniplus-Beuten-System ....

    Von drei Rähmchen ist gar keine Rede. Das sind dann zwei Zargen übereinander - 12 Rähmchen. Geht wunderbar. 24 Rähmchen haben dieses Winter ausgereicht, um sicher zu überwintern.

  • Guten Morgen,

    Du wirst ja vielleicht mal verdeckelte Schwarmzellen haben, oder? Dann würde ich 1-2 Zellen vorsichtig aus der Wabe ausschneiden plus einen grossen Joghurtbecher Bienen aus dem Honigraum und feuchten Futterteig in der Miniplus 3-5 Tage Kellerhaft, jeden Tag mit Wasser berprühen, bis die junge Königin geschlüpft ist, dann entweder wieder raus oder besser ein paar Wochen an einen Standplatz 2km weg stellen für ein paar Wochen, bis die Königin in Eilage ist. Vor 'Verdeckeln der Brut 2x Milchsäure oder Oxalsäure gegen Varroa sprühen.

    Wenn der Platz nicht mehr reicht, kann man die Beute ein paar Meter verstellen und dem Trachtvolk die überschüssigen Bienen zufliegen lassen. Ich würde aber auf mindestens 4 Zargen arbeiten, da kleine Einheiten zu anfällig sind und nicht genug Vorräte einlagern.

    Gruss, Jan

  • Moin Naffnaff,


    das klingt super. Ich will nun nicht unbedingt Königinnen nachziehen so wie du jetzt, aber selbst diese Möglichkeit steht ja offen wenn man es unbedingt braucht. Ich habe dieses System https://www.imkertechnik-wagne…interung-modifiziert.html Weil ich da auch mal 2 Rähmchen zusammen in die große Dadant hängen könnte, ohne mega Gebastel. Ich werde nun mal nach einer Königin Ausschau halten und dann eine Portion Bienen aus meiner Beute abfegen und alles zusammen in die Miniplus geben. Dünn füttern damit die nackten Rähmchen ausgebaut werden und der Dinge harren.


    Summende Grüße

    Mario

  • Die Sache mit dem Viererboden, wäre nur für Königinzucht und nicht für eventuelle Reserve zu sehen oder sehe ich das falsch. Zudem würde sich das sicher nicht gut für Schule eignen richtig?

    Leider auch wieder nein. Der Viererboden wäre zur Erstellung von Begattungseinheiten gedacht. Nach erfolgreicher Begattung hast du Ableger die du in deine Dadantbeuten einfach umhängst und alles weitere vorhandene Zubehör aauch nutzen kannst incl. Fütterer und evtl. Varroabehandlungszubehör wie Verdunster. Alles ganz einfach ohne Geigelei und Zusatzkosten (bis auf den Boden).


    Für die Schule viel besser. Wenn du ein Volk einfach nur von oben öffnest bleibt es viel ruhiger, als wenn du den Brutraum der Länge nah auseinander reisst. Nur als EIN Beispiel.


    Gruß

    Reiner

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.

  • Ein großer Jogurtbecher Bienen für ein Halbdadantmini ist nicht viel.

    Nimm besser 2 bis 3.

    Ein Jogurtbecher ist völliges Elend. Für Apidea ok, aber für ein Miniplus!? Das sind so Ratschläge....


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Vielleicht einigt Ihr Euch mal auf die Größe des Jogurtbechers. Die gibt es mindestens von 100 bis 1000 g Inhalt.

    Freut sich doch nicht auf's Büro. Das wäre zwar erholsamer, macht aber keinen Spaß.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 3-5.2.2023 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda. :daumen:

  • Na klar, da wird ein 40kg Hobbock für Großküchen gemeint gewesen sein. Ich nehme alles zurück! Super Tipp! Ein Yoghurtbecher könnte dann sogar was viel sein!


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Schön das ihr hier über die Größe eines Joghurtbechers debattiert, aber meine Frage bezog sich nur auf die mögliche Erstbefüllung einer Miniplus, mit den mir vorhandenen Mitteln. Ich möchte weder Königinnen züchten / vermehren noch sonst irgendwelche sinnlosen Spiele mit den Bienen veranstalten.

    Wie bereits in den Antworten zu lesen ist, ist mein Vorhaben so nicht machbar. Ich müsste auf eine Königin / Schwarm / Kunstschwarm zurückgreifen um die Miniplus gut zu besiedeln.
    Auch geht es mir nicht um eine allgemeine Ablegerbildung, die ich ja mittels Brutwabe und Bienenmasse aus meinem Bestand selbst tätigen kann. Die Miniplus, ob nun sinnvoll oder nicht, soll in die Schule und mir gleichzeitig als Notreserve dienen.

    Immenreiner , sicher wäre an der Schule auch eine 12er Dadant vorteilhaft, aber es geht auch um die Kosten. Schulen sind arm und ich ebenso Eine Miniplus spendiere ich der Schule und wenn erst einmal die AG läuft kann man daraus ja später auch was aufbauen. Förderverein, örtlicher Imkerverein usw. können da ja sicherlich auch was beisteuern. Nur eben im Moment ist das alles nicht spruchreif. Es geht mir also lediglich um die kostengünstigste Möglichkeit der Erstbefüllung.


    Summende Grüße

    Mario