Risse in den Beuten

  • Was ist falsch an den Kisten? Die Antwort bist du immer noch schuldig. Warum entstehen Risse?

    Bei mir ist eine Holzfeuchteänderung Vorraussetzung für einen Holzriss. Eigentlich immer. Was gibt es sonst für einen Grund für eine Rissbildung? Klär mich/uns auf.

  • Was ist falsch an den Kisten? Die Antwort bist du immer noch schuldig. Warum entstehen Risse?

    Bei mir ist eine Holzfeuchteänderung Vorraussetzung für einen Holzriss. Eigentlich immer. Was gibt es sonst für einen Grund für eine Rissbildung? Klär mich/uns auf.

    Mein lieber Berggeist, ich bin garkeine Antwort schuldig. Zwei mögliche Erklärungen habe ich genannt, mehr fällt mir aus der Ferne auch nicht ein.

    Nur offensichtlich Unmögliches wollte ich ausschließen.


    Ach ja (Ich hol mal kurz aus):

    Ich find an diesem Forum so schön, dass uns alle das Interesse für Bienen verbindet, wir aber alle Fachwissen aus den unterschiedlichsten Randbereichen der Imkerei beitragen können, oft berufsbedingt. Wenns z.B. um so Themen wie Steuern oder Vereinsrecht geht, dann ist es schön, wenn jemand weiß, wies sein soll. Und nicht nur schreibt, wie er/sie sich so durchwurschtelt.

    In diesem Sinne sind hier meine Hinweise auf D3 und ähnliches zu verstehen.

    Aber macht doch, was ihr wollt8o(nur heult dann später nicht rum).


    Grüße,


    Thomas

  • Mal so ganz nebenbei: Meine Flamenco-Konzertgitarre ist nach ca. 10 Jahren in der Wohnung von heute auf morgen längs über die ganze Decke gerissen (ich war alleine dort). Und es war in dem Monat weder besonders trocken, noch besonders feucht, die Seitenspannung konstant. Nächsten morgen war die trotzdem einfach gerissen. Das Holz war nach der Zeit mit Sicherheit durchgetrocknet, und mechanische Beslastung kann ich ausschließen.

    Holz ist ein Naturwerkstoff-auch wenn es erstaunlich ist, daß bei drei Beuten der gleiche Schaden auftritt, kann es sich auch um eine Charge Holz mit viel interner Spannung handeln, bei der ein solcher Schaden eben natürlich auftreten (kann).

    Mir sind in meinem Beruf als Zimmerer auch schon die ulkigsten Holzprobleme beim Treppenbau (aus Vollholz) untergekommen - wenn man einen einheitlichen Werkstoff will, dann nehme man Plaste.... Ansonsten: nicht gleich ärgern und mit Beschiss rechnen, das kann auch mal bei guter Verarbeitung auftreten!

  • Die Risse sind ja wirklich übel!

    Ich versuch mich mal an einer Deutung:

    Die Kisten sind zwischen 1 und 3 Jahre alt, sie haben also mindestens einen Sommer und einen Winter überstanden. Die Risse sind erst kürzlich entsstanden. Damit scheidet nasses Holz bei der Verarbeitung aus, die wären viel früher gerissen.

    Außerdem braucht Holz für den Außenbereich nicht so tief runter getrocknet werden wie im Innenbereich.

    Was ich auf den Fotos sehe: vermutlich eine gerissene Leimfuge, Risse die von außen nach Innen laufen wie Trockenrisse an Brettern und fachlich falsch gedrehte Bretter ( rechte Seite innen statt außen ).

    Ich vermute das die Zargen von innen kurzfristig starker Feuchtigkeit ausgesetzt waren , sich gedehnt haben und die Außenseite nicht mitkam. Das erklärt auch die nicht durchgehenden Risse von der Stirnseite her, die Bretter haben sich gedehnt, und sind an der Schnittkante,dem Hirnholz wieder schneller abgetrocknet als in der Mitte. Ansonsten kann ich mir solche Risse nicht erklären.

    Und die falsch gedrehten Bretter sind eine Nachlässigkeit oder Unwissenheit des Herstellers.


    Das Holz wird weiter arbeiten und jetzt insbesonder an diesen Rissen, ich würde da kein starres Material wie Kitt einbringen, am besten mit einem Span ausleimen. Weißleim D3 oder PU D4 verwenden. Aber das wird auch meiner Meinung nach nicht dauerhaft halten sondern eher Kosmetik sein weil keine vernünftige Leimfläche da ist.


    Sind auch die untersten Bruträhme so gerissen?


    Grüße Rubio, der ein paar selbst gebaute, gerissene Zargen hat.

  • In verschiedenen Regionen in Deutschland gibt es in den Bienenbeuten, im Moment, erhebliche Kondenswasserbildung.

    Auch bei mir haben das zwei Beuten aus Holz nicht ausgehalten.

    Eine war Morgens noch in Ordnung und wurde Nachmittags nach der Sonneneinstrahlung regelrecht auseinander gerissen.


    Ich bekomme, nach Kontakt zum Hersteller, Ersatz; aber er wie ich, wissen, dass dies einfach der extremen Situation in diesem Jahr geschuldet ist.


    LG

    Thomas

    (Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen)

  • Betroffen sind 8 Kisten, jedes Jahr kamen welche dazu.


    Klingt für mich plausibel, das könnte erklären, warum von heute auf morgen die Kisten so gerissen sind. Die Temperaturen schwankten ja in letzter Zeit auch extrem. Regen, Regen, Regen, und letzten Sonntag extrem warm, vorallem der Standort ist gut geschützt und sonnig. Und ja auch die Brutraum Zargen sind betroffen.


    Was ich auf den Fotos sehe: vermutlich eine gerissene Leimfuge, Risse die von außen nach Innen laufen wie Trockenrisse an Brettern und fachlich falsch gedrehte Bretter ( rechte Seite innen statt außen ).

    Ich vermute das die Zargen von innen kurzfristig starker Feuchtigkeit ausgesetzt waren , sich gedehnt haben und die Außenseite nicht mitkam. Das erklärt auch die nicht durchgehenden Risse von der Stirnseite her, die Bretter haben sich gedehnt, und sind an der Schnittkante,dem Hirnholz wieder schneller abgetrocknet als in der Mitte. Ansonsten kann ich mir solche Risse nicht erklären.

    Und die falsch gedrehten Bretter sind eine Nachlässigkeit oder Unwissenheit des Herstellers.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Nettisrb ()

  • Die einzelnen "Stäbe" der Verleimung scheinen mir auch sehr groß zu sein. Bei Leimholzplatten in Möbelbauqualität sind die Stäbe kleiner, so um sie 50 - 70 mm. Ebeno wissen wir nicht welche Behandlung die Beuten von Außen erfahren haben...

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Gehe zurück auf Los. Ziehe nicht viertausend Mark ein (Euro-Betrag kenne ich nicht).

    Das gilt übrigens für mehrere.


    Ich werd mich wohl doch bei Holzwurmthemen etwas zurücknehmen. Es gibt hier einfach zu viele Experten zu dem Thema. Da kann ich nicht mithalten.

  • Meine HR-Zargen sind dieses Jahr auch ziemlich verzogen. Das nervt total, da ich z.Teil nicht mal den Holzdeckel drauf oder dann runter bringe. Das Holz quillt und oben an der Zarge steht dann bis 5mm ein Versatz und ich bringe den Deckel kaum noch drüber. Die Zargen sind von Wagner, der sollte doch erpropte Zargen haben? Vielleicht ist einfach zuviel Kondenswasser dieses Jahr?

    Grüsse

    Thomas

  • Ebeno wissen wir nicht welche Behandlung die Beuten von Außen erfahren haben.


    Pigrol Lasur Beutenschutz.


    Und ehrlich was ist mit den ganzen alten Beuten von Imkern, die jahrelang in Betrieb sind und generell bei anderen, die das Problem nicht haben. Da kann man das nicht nur aufs Wetter schieben. Denke meine Kisten sind schlecht verarbeitet, wie auch immer und die extremen Wetterbedingungen in letzter Zeit haben es ans Licht gebracht.


    Nun muss ich mir jetzt eine von vielen Möglichkeiten rauspicken, die ihr mir vorgeschlagen habt, und hoffen das es irgendwie funktioniert.


    Ich werde auf jeden Fall Berichten.


    Und danke für eurer intensives Interesse und hilfreichen Tipps.

  • Es scheint hier ja Einigkeit zu herrschen, dass die Risse an Verleimungen entstanden sind.


    So ganz überzeugend finde ich das aber nicht.


    Schaut man sich zB auf dem ersten Bild den unteren Riss an, dann haben die Bretter oberhalb und unterhalb des unteren Risses die gleiche Struktur. Hat da wirklich jemand das Brett der Länge nach durchgesägt, um es genau so wieder zusammenzuleimen?


    Oder auf dem zweiten Bild die Jahresringe. Das war doch ein Brett!


    Oder aber auf dem dritten Bild. Die Risse liegen etwa 2cm auseinander. Hat da wirklich jemand einen 2 cm breiten Streifen eingeleimt? Müsste man dann nicht die Leimung auf der Stirnseite (wo der obere Riss noch nicht hingekommen ist) erkennen können?


    Sorry, aber für mich sieht das nicht wirklich nach gerissenen Leimungen aus...

  • jetzt muß ich auch noch meinen Kommentar abgeben. Da ist keine einzige Leimfuge gerissen - also liegt es nicht am Leim. Auch die Verarbeitung ist es nicht.

    Sorgt doch einfach dafür, das innen und außen die gleiche Luftfeuchtigkeit herrscht, dann passiert das nicht. Aber bei dem kalten, teils nassen Wetter und nicht vollständig besetzter Beute, Kondenswasser innen und dann kommt doch mal die Sonne raus und platzt da richtig dolle drauf....

    So groß sind die Risse nicht, das die Bienen die nicht selbst reparieren und außen sind es ganz einfach Schönheitsfehler, da fällt nichts auseinander.

    Wer ein Material haben will, das sich nicht verzeiht und reißt bei extremen Bedingungen, der soll Kunststoff nehmen!