Folienabdeckung VS. Gasegitter

  • Nun ja, ich finde den offenen Gitterboden nicht wirklich die ideale Lösung.

    Und da stehe ich anscheinend nicht alleine da, was ich so in meinem Imkerumfeld mitbekomme.

    Darum auch das Beispiel mit dem variablen Boden im Thema: "Geschlossene Böden bauen"

    Nach nun bald der 2ten Überwinterung ohne Folie, kann ich auch mit der Weichfaserplatte gut leben.

    Aber wenn ich es noch besser für die Mädels machen kann, warum nicht ?

    Und basteln macht ja Spass, was soll ich sonst mir der ganzen Zeit anfangen.8)

  • Auf 40er Holzbretter kam ich, da es da 250er sägerauh bei Hornbach um die Ecke gibt. Meine Kreissäge kann auch nur bis 75 und so ist das für mich der beste Kompromis. Balken sind auch jeweils angefast, was sich zum Klotz verleimen ungünstig macht.

    Ansonsten lasse ich da gern Erfahrungen und Fachwissen anderer den Vorrang ohne mich hinter meinem Weltbild zu verbarikadieren.


    Also warte ich halt die Erfahrungen und Experimente der Kollegen ab. Ich sehe es jedoch als Einheit mit Deckel und Boden, um die Luftfeuchtigkeit abzusenken.


    Liebe Grüße Bernd

  • Hallo @meister-miezenbien,


    also wenn Dir das Basteln Spaß macht, dann würde ich empfehlen das Du einmal wirklich klassische vollständig geschlossene Flachböden baust und damit Erfahrung sammelst und bitte kein fertigen Tischlerplatten nehmen sondern wirkliches/echtes Holz - ja, das meine ich ernst! Dazu kannst Du Dir ja noch Sonnenblenden bauen... ;-)


    Wenn die Winter so milde sind das es nicht wirklich wochenlang gefroren ist, dann benötigst Du einen offenen Gitterboden vielleicht nicht wirklich und dann könnten die geschlossenen Böden gut genug sein... - ist bei mir leider nicht der Fall, bei mir friert es im Winter noch wirklich zu... - aber auch bei mir merke ich den Effekt von "Global Warming" ;-)


    Auf 40er Holzbretter kam ich, da es da 250er sägerauh bei Hornbach um die Ecke gibt. Meine Kreissäge kann auch nur bis 75 und so ist das für mich der beste Kompromis. Balken sind auch jeweils angefast, was sich zum Klotz verleimen ungünstig macht.


    d2dum , kannst Du nicht zu einem Sägewerk gehen und Dir das gewünschte aussuchen oder sägen lassen? Das ist billiger als Hornbach, bei entsprechender Menge und meist verhandelbar...



    Viel Spaß beim Basteln

    Franz

  • Nur mal so ein Gedanke.

    Mein Innendecke,l die schon Jahre im Einsatz sind, wurden innnen fast flächig mit Propolis abgedichtet (von den Bienen).

    Die Bienen scheinen eine atmenden Beutenoberfläche nicht wirklich gut zu finden. Schaut Euch doch auch mal nen alten Strohkorb an:

    Der ist so verkleistert da kommt fast nix durch!

    Ich würd mir eher mal Gedanken über ne gute Belüftung (ohne Wind durch`s Flugloch) und den Boden machen.

    Ich hab bisher auch nicht kapiert wieso Binder so viel Wert auf die Isolation der Kiste legt, Boden wird zum Großteil mit Wärmebrett abgedichtet, und er macht sich scheinbar keine Gedanken über den Wind der sehr gut durch`s Flugloch bis in die Wabengassen weht.

    Dichtigkeit des Deckels find ich nicht sooo spannend, aber nen hohen Boden mit Windsperre unterm Wabenbau find ich wichtig.

    Sorry etwas OT es ging ja eigentlich um die Abdeckung.

  • So habe am Mittwoch die Thermo/Hygrometer bei 3 Völkern eingelegt.

    ...

    Totholzboden + Folie: +5°C 98% Luftfeuchtigkeit

    Totholzboden + Weichfaser: +8,7°C 88% Luftfeuchtigkeit

    Normaler Boden + Weichfaser: keine Messung, Batterie leer

    Dann solltest Du aber zur Vergleichbarkeit bei diesen drei Völkern die Bedingungen durchtauschen. Also Deckel/Folie/Böden tauschen und wieder messen. Die Völker sind mit Sicherheit zudem unterschiedlich stark und aktiv, darüber hinaus gibt es auch innerhalb eines Volkes im Laufe der Zeit Unterschiede. Wenn so ein Volk gerade stärker hochheizt, dann ändern sich Temperatur und Luftfeuchte von einem Tag auf den anderen. Ganz unabhängig von Folie oder nicht.

    Ich möchte nicht in Frage stellen, dass es Unterschiede gibt, aber ich bezweifle, dass drei Messungen irgendwelche belastbaren Ergebnisse bringen.

    Ich will ein Unwetter. Mit ganz viel Unsonne, untrocken und unheiß. Besser nicht nur eins, sondern zwei oder drei oder fünf. Jetzt und HIER!

  • Kikibee :

    Mir ist das alles bewußt. Nachdem sehr wenig Interesse besteht, dachte ich, ich brauch es auch nicht weiter auszuführen.

    Ich kann die Materialien ja erst tauschen, wenn ich mal gemessen habe und da ich erst angefangen, kann ich das erst später machen.:)

    Außerdem läßt die Witterung bei uns derzeit keinen Tausch zu, zumindest möchte ich keinen bei den Bienen durchführen.

    Es ist nur einen Fühler pro Volk drin, das kann ja mit dem Sitz des Volks auch variieren.

    Ich sehe das als eine langfristige Angelegenheit.

    Ich möchte auch die Anzahl der gemessenen Völker (mehr Meßgeräte) und die Anzahl der Fühler erhöhen, aber das sollte auch mit dem Geldbeutel im Vorfeld abgeklärt werden. ;)

  • Ich möchte auch die Anzahl der gemessenen Völker (mehr Meßgeräte) und die Anzahl der Fühler erhöhen, aber das sollte auch mit dem Geldbeutel im Vorfeld abgeklärt werden. ;)

    Mein Vorschlag für einen (alternativen/ergänzenden) Versuchsaufbau:


    Leg doch auf jedes Volk direkt oben unter den Innendeckel ein in der Größe definiertes Holzklötzchen (z.B. 7mm stark wegen Beespace).

    Damit kannst du hunderte Völker billig ausstatten.

    Um zu vergleichen, musst du jetzt nur nach einer gewissen Aklimatisierungszeit mit einem guten Holzfeuchtemessgerät die Feuchte des jeweiligen Klötzchens messen.

    Erscheint mir praktikabler, als alle Völker zu verkabeln.


    Grüße,


    Thomas

  • Die Bienen scheinen eine atmenden Beutenoberfläche nicht wirklich gut zu finden.

    Propolis ist für aufsteigende Feuchtigkeit durchlässig. So habe ich das zumindestens mal mir sagen lassen. Das ist keine Abdichtung sondern mehr eine Abwehr des Wachstums ev. krankmachender Keime und der im Holz der Baumhöhle lebenden Pilze.

    Anstelle der üblichen Folieliegt bei mir ein Sacktuchunter dem Warre-Kissen. Das ist richtig dick verkittet. Auch die Beutenwände sind gut tapeziert. Dann müsste nach dem Frost der vergangenen Woche das Wasser aus der Beute laufen.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Die Bienen scheinen eine atmenden Beutenoberfläche nicht wirklich gut zu finden.

    Propolis ist für aufsteigende Feuchtigkeit durchlässig. So habe ich das zumindestens mal mir sagen lassen. Das ist keine Abdichtung sondern mehr eine Abwehr des Wachstums ev. krankmachender Keime und der im Holz der Baumhöhle lebenden Pilze.

    Anstelle der üblichen Folieliegt bei mir ein Sacktuchunter dem Warre-Kissen. Das ist richtig dick verkittet. Auch die Beutenwände sind gut tapeziert. Dann müsste nach dem Frost der vergangenen Woche das Wasser aus der Beute laufen.

    Gruß

    Harald

    Hast Du das mal überprüft?

    Ich glaube nicht das da noch Wasser durch kommt!

    @Miezebien: meine Innendeckel sind aus Sperrholz.

  • Propolis ist für aufsteigende Feuchtigkeit durchlässig.

    Das habe ich anders beobachtet, Kondenswasser steht manchmal regelrecht in Hohlräumen, wenn sie propolisiert sind und wird durch das Holz -ganz gleich welcher Faserrichtung - nicht aufgenommen. Oder:

    Die Vogtlandwerkstätten Greiz boten einen Innendeckel an mit dem Versprechen besserer Dampfdurchlässigkeit, niedrigerer Feuchtegehalte von Honig in den Waben etc. Leider hat sich das zumindest bei mir nicht bewahrheitet, im Gegenteil: Beim neuen Deckel ließen die Löcher des formgebenden Lochbleches die Feuchtigkeit ohne weiteres passieren, die Holzfaserdämmplatten ebenfalls. Die Holzlattenstücke am oberen + unteren Rand und in der Mitte dagegen zeigten bald auf der stockzugewandten Seite Schimmelflecken. Als die Bienen nach ca. 4 Monaten sämtliche Lochblech-Löcher propolisiert hatten, gab es über dem Blech keinen Schimmel, aber auch keinen Feuchtetransport mehr. Dafür im Herbst vermehrte Kondenserscheinungen an diesem Innendeckel. Das Teil wanderte bei mir ins Ressort unbrauchbarer Imker-Neuheiten.