Folienabdeckung VS. Gasegitter

  • So habe am Mittwoch die Thermo/Hygrometer bei 3 Völkern eingelegt.

    Die Fühler liegen alle am hinteren oberen Ende der Beute, also vom Flugloch am weitesten entfernt.

    Die Böden sind alle geschlossen.

    Und heute das erstemal abgelesen.

    Totholzboden + Folie: +5°C 98% Luftfeuchtigkeit

    Totholzboden + Weichfaser: +8,7°C 88% Luftfeuchtigkeit

    Normaler Boden + Weichfaser: keine Messung, Batterie leer


    Anscheinend war beim dritten Gerät die neue Batterie leer bzw. defekt.

    Habe sie ausgetauscht und werde wieder ablesen.

    Leider habe ich dummerweise kein Volk mit normalen Boden und Folie an diesem Standort, daß wäre noch eine interessante Variante.

    Ein 4tes Meßgerät wäre vorhanden.;)

  • Hallo,

    interessant sind schon bei den wenigen Messungen die Unterschiede bei der Temperatur und bei der Luftfeuchte.

    Natürlich werden weitere Messungen exaktere Werte bringen.

    Eine andere Vergleichsmöglichkeit wäre das Kissen als oberer Abschluss, so wie es Warre entwickelt und ich einsetze.

    Ich habe zwar bisher keine Feuchtigkeit bemerkt, habe aber nur ein Volk näher anschauen müssen, weil es durch den letzten Sturm umgekippt war. Es war in allen sichtbaren Bereichen "staubtrocken".

    Danke schonmal für weitere bekanntgemachte Messwerte.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Zu hohe Feuchtigkeit fördert das Wachstum unerwünschter pathogener Keime.

    Eine mögliche Lösung bietet diffusionsoffener Deckel. Die Kombination mit geschlossenem Boden und verkleinertem Flugloch (sehe Jörg: Flugloch/Boden Hinterbehandlungsbeute) unterstützt in der Trachtzeit das aktive Entfeuchten durch die Bienen.


    Um den optimalen µ-Wert herausfinden experimentiere ich mit Stroh, Lehm, Scharfwolle und Hanfdämmwolle. Neben dem Material und der Materialstärke ist die Differenz der am Deckel anliegenden Temperaturen ausschlaggebend. Die Konstruktion von Abbé Émile Warré (sehe kleinimker: Warrékissen) ist in diesem Zusammenhang sehr interessant.


    Hobbos-Messung - Dank an Torben Schiffer der sich intensiv mit dem Beuteklima beschäftigt.

    https://i0.wp.com/chelifer.de/…5/hobos-messung.jpg?ssl=1


    Gruß Marius


    PS Folienabdeckung/Gasegitter versus diffusionsoffener Deckel

    Der wahre Beruf des Menschen ist, zu sich selbst zu kommen. - Hermann Hesse

  • Hallo,

    heute habe ich an 4 Völkern die Windel kontrolliert. Das mache ich seit 8 Wochen im 2-wöchigen Abstand. Zweck ist das Bild der Wachskrümel auf der Windel. Ich möchte daraus Rückschlüsse ableiten.

    Alle Völker haben das Warre- Kissen bis auf eins. Das hat einen 70mm Massivholzdeckel.

    Jetzt, unmittelbar nach strengem Frost, zeigte sich auf der Windel dieses Volkes Kondenzwasser.

    Das führe ich auf das Fehlen der Feuchtigkeitsbindung durch das Massivholz zurück.

    Es hat sich gezeigt, dass die Holzfasern quer zur Diffussionsrichtung nicht genügend Feuchtigkeit ableiten / aufnehmen können.

    Welches Holz ist in dem Sinne das "leistungsfähigste"? Gibt es Unterschiede zwischen Nadel- und Laubholz? Demnächst habe ich den Bau eines Deckels mit senkrechtem Faserverlauf geplant.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Meine Idee dazu war, ein Deckel zu bauen, wo das Stirnholz nach innen und außen zeigt.

    Damit sollte man eine Art Verdunstungssog und guten Abtransport der Feuchtigkeit haben. Gleichzeitig könnte die Oberfläche von innen propolisiert werden und ähnlich der eines Baumes wirken.

    Dazu stellte ich mir vor 40er Bretter in 7 bis 10cm Stücke zu zersägen und diese dann aneinander zu leimen. Der dadurch entstandene Block könne dann passend für einen Innendeckel gemacht werden. Wer will könnte sich dies auch aus einem dicken Holzstamm sägen lassen.

    Oben darüber ein Regenschutz als Dach oder Platte mit 2 cm Abstand und fertig ist der Deckel.

    Da dieser auch ziemlich schwer sein sollte, spart man sich den Stein oben drauf.

    Leider habe ich im Moment andere Projekte und keine Zeit für derartige Versuche.


    Liebe Grüße Bernd

  • Bei normalen Magazinbeuten wird Holz als "diffusionsoffener" Deckel nicht funktionieren.

    Egal ob längs oder quer zur Faserrichtung.

    Werde zunächst

    60 mm Hanfmatten µ = 1-2

    60 mm Flexible Holzfaser μ = 2

    auflegen.


    Deckel sind vorbereitet, muß aber noch warten bis es wärmer wird, damit ich die Deckel austauschen kann.

    Theoretisch müßte die Luftfeuchtigkeit grundsätzlich nochmal niedriger sein als mit Weichfaser.

  • Bei normalen Magazinbeuten wird Holz als "diffusionsoffener" Deckel nicht funktionieren

    Und warumnicht? Einfach nur mal so behauptet?

    Die Faserpackungen sind ruckzuck satt nass und haben keine Dämmwirkung mehr. Funktioniert also auchnicht.

    Dazu stellte ich mir vor 40er Bretter in 7 bis 10cm Stücke zu zersägen und diese dann aneinander zu leimen. Der dadurch entstandene Block könne dann passend für einen Innendeckel gemacht werden. Wer will könnte sich dies auch aus einem dicken Holzstamm sägen lassen.

    Mach wenigstens 100mm! Und warum nicht Pfosten 100 x 100mm? dann hast Du weniger Leimflächen.

    Und welche Holzart ist die bessere? Hast Du da schon Vorstellungen?

    Sonntägliche Grüße

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Holzstärke der Beute: 36mm und 50mm

    Kissenstärke: 150mm (1/2 Faulholz, 1/2 Sägespäne

    Ich wünsche Dir, dass das mit dem "Watte"-Polster gut geht! Achte auf gute Belüftung oberhalb (mehr als 2cm!)

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?