Folienabdeckung VS. Gasegitter

  • Das Gerät ist für Holz, Stein und und... geeignet. Paraffiniert und bitumisiert sind auf jeden Fall auch wasserabstoßend. Meine Bienen haben auch keinen Kontakt mit der Platte, denn sie sind gerahmt und auf als Folie dient ein Propolisgitter.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,


    diese Geräte können in dem Material nicht messen.

    Dämmplatte in einen Plastikbeutel und manuelles Hygrometer dazu.


    Gruss

    Ulrich

  • Du schreibst die Platte sei durch einen Rahmen gefaßt. Wenn Dieser aus Holz ist ließe er sich messen.

    Dann zwei Beuten am gleichen Stand einmal mit Gaze und einmal mit Folie bestücken und nach ein paar Tagen messen, wenn es einen Unterschied gibt sollte er messbar sein.

    Das Ergebnis würde mich interessieren weil meine Entscheidung nach Augenschein und nicht durch messen erfolgte.

    Wenn die Beute trockener ist sollte es auch den Bienen leichter fallen den Honig zu trocknen.


    Grüße Rubio

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Hallo Rubio,

    natürlich habe ich mit einem mechanischen Hygrometer gemessen. Die Feuchtigkeit lag zwischen Volk und Dämmplatte lag bei 65% rel. Luftfeuchtigkeit. Das ist bei der Stocktemperatur ein ordentliches Stück Wasserdampf. Trotzdem war auch nach 2 Tagen an der Dämmplatte nichts messbar. Meine Vorstellung war, dass der Wasserdampf durch diffundiert und am Tage die Seite unter dem Blechdeckel abdampft. Sollte mich einer belehren wollen. ich habe das mit und ohne Unterlüftung versucht. Ich werde heute noch einmal vorbei gehen und messen. Hat aber nur dann statistischen Wert.

    Ich glaube ich bin mal wieder Opfer eines Referenten, ein anerkannter Honigfachmann, geworden.


    "Anfänger, glaubt nichts einem Referenten und Bücherschreiber, welcher dir seine perfekte Imkerei vorstellt. Er hat sie gerade erst erfunden..


    Remstalimker

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  • Schönen Sonntag in die Runde, an diesem verregneten Sonntag in Bayern.

    Frage: für was soll eine Folie oder sonstige Abdeckung jetzt nach der Auswinterung gut sein?

    Allein das Abziehen der Folie bringt doch nur Unruhe ins Volk

    Ich benutze die Folie nur nach der letzten Einwinterungsarbeit und auch nur über den bienen-

    besetzten Waben und Futterwaben. Bei der Auswinterung kommt das Zeug wieder raus.

    Probleme mit Kondenswasser und Schimmel gibt´s so nicht.

    Josef

  • Ich beackere das Problem auch zum Zwecke trockener Honig und möchte die Feuchtigkeit über eine Dämmplatte abführen. Geht aber nicht, weil die Fasern mit 5% Kunststoff verklebt sind. ich habe die Feuchtigkeit der Platte gemessen.. Null sagte das Gerät, das ist eigentlich logisch, denn Feuchtigkeit würde die Isolation beeinträchtigen. In den vergangenen Jahre hatte diese Platten noch eine andere Eigenschaft, sie bröselten.


    Remstalimker

    Hallo Remstalimker,


    ich habe letztes Jahr einen Honigtrocknungsdeckel gebastelt (Zander).


    Siebdruckplatte 420x520 / 12 dick

    in der Fläche mit der Stichsäge ein Loch ausgesägt 300 x 400 ergibt 60 Rand allseitig

    aus einer Zeltbahn (US-Shop/Military-Shop) einen Zuschnitt 420 x520 hergestellt (Zeltbahn wurde vorher gewaschen)

    die Zeltbahn umlaufend mit Dachlatten 24x48 befestigt. 2 x 420 lang und 2 x 470 lang.

    Dabei die 420er Stücke vorne und hinten hochkant angeschraubt. Die 470er Stücke liegend links und rechts angeschraubt.


    Nun habe ich auf die Oberträger im Honigraum ein ca. 2,5 mm dickes Propolisgitter aus Kunststoff (377x477) aufgelegt, darauf den Deckel mit der Siebdruckplattenseite nach unten. Darauf einen Styroporzuschnitt 420x520, darauf den Blechdeckel. Da die Dachlatten an den Seiten liegend aufgeschraubt sind, ergibt sich an den Seiten ein Freiraum von 24 x470 mm links und rechts. In diesem Freiraum kann Luftaustausch stattfinden.

    Die Zeltplane lässt zwar die Feuchtigkeit gut durch, verhindert aber Zugluft. Die Bienen können die Zeltplane nicht verbauen, da sie durch das Propolisgitter und den 12 mm Abstand der Siebdruckplatte abgehalten werden. Es hat gut funktioniert, mein Honig war trocken.


    Dieses Jahr werde ich auf den Deckel eine weitere Siebdruckplatte 420x520 mit Loch 300x400 aufschrauben. Dann kann ich den Deckel, wenn die Zeltbahnseite unten ist, zum Honigtrocknen verwenden und umgedreht, wenn die Zeltbahnseite oben ist, als Wanderdeckel mit Beutenbelüftung durch das Propolisgitter. Die Serienfertigung läuft in den nächsten Tagen an.


    Viele Grüße

    Friedrich

    Es ist besser, hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer Acht läßt. (Albert Schweizer)

  • Danke für diese Antwort. Ich hatte seither immer den ganzen Sommer einen offenen Boden. Ich werde ihn schließen, weil am Wanderort bei Nacht eine hohe Luftfeuchtigkeit von 90% rel. Luftf. herrscht. Wie sollen da die Bienen die Feuchtigkeit heraus bekommen.


    Remstalimker

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  • Hallo Remstalimker,


    ich hatte Dich falsch verstanden, Du möchtest nicht die Materialfeuchte sondern die Feuchte der Stockluft messen.

    Dazu kann ich leider keine Angaben machen.

    Meine Veränderung des Deckels hat einen ähnlichen Effekt wie bei Friedrich, die Feuchte kann ungehindert in die Weichfaserplatte gelangen und diffundiert auf der anderen Seite wieder heraus.


    Was Friedrich clever gelöst hat ist die Querdurchlüftung!

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Die Gaze verhindert bei mir das die Bienen die Weichfaserplatte zerschroten.

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Hallo Rubio, du hast den Faden nicht gelesen. Unter #18 ist das bereits erklärt. Ich möchte die Feuchtigkeit aus dem Stock raus haben. Bei 65% rel. Luftf. kann der Honig nicht gut trocknen, sondern wird eher wieder feuchter. Ich denke, dass beim Schieden auch feuchte Luft durch den unbesetzten Raum in den Stock rein kommt.


    Remstalimker

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  • Macht den Boden zu- und die Klimatisierung übernehmen die Bienen. Mehr als 2/3 der von mir betreuten Völker haben keinen Gitterboden.

    Ich freue mich auf die konzentrierte Bienenluft beim Öffnen der Beute.

    Bei einem Standort stehe ich seit letztem Herbst in einer ca 1,50m-Senke- Teil einer ehemaligen Bahnanlage. Mal sehen, ob es Auswirkungen auf den Wassergehalt des Honigs hat.

    Gruß Fred

  • Hallo Remstalimker,


    ich hoffe doch das ich Dich richtig verstanden habe.

    Du möchtest die Feuchtigkeit in der Beute absenken indem Du eine zusätzliche Möglichkeit schaffst das die Feuchte abdampfen kann, ist doch richtig?

    Ich selbst habe immer wieder mit zu feuchtem Honig zu tun und daher ist dieser Faden für mich interessant.

    Ein Gedankenspiel: wenn man eine leere Beute aufstellt würde sich in dieser nach ein paar Tagen die gleiche rel. Luftfeuchte ( und die entsprechende Materialfeuchte ) wie draußen einstellen .

    Wollte ich diese Feuchte absenken müßte ich die Kiste innen aufwärmen um die Tragfähigkeit der Luft für Wasser zu erhöhen.

    Jetzt mit Bienen: diese tragen zusätzliche Feuchtigkeit ein, das bedeutet noch mehr Wärmeeinsatz!.


    An sich muss ich daraus schließen: Boden zu, Flugloch angepaßt klein, wenig Volumen und die Kiste dämmen damit die Bienen möglichst einfach ihr Idealklima erreichen. Das entspricht so gar nicht dem was mir schulungsmäßig ala " einfach imkern" so beigebracht wurde.


    Eine besondere Deckelkonstruktion ist wahrscheinlich nur ein Element im ganzen Spiel.

    Aber ich mache mal eine Vergleichsmessung, je ein Hygrometer in die Honigzarge, mal mit Folie mal mit Gaze, gleicher Stand und ähnliche Völker, sobald ich es gemacht habe melde ich mich.


    Grüße Rubio

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Hier gab's zu dem Thema schon einmal eine längere Diskussion - ich füge mal das Zitat von Baudus und den zugehörigen Link:


    Problem mit Wassergehalt


    Die Diskussion ist ziemlich lang - enthält aber wesentliche Aussagen zum Trocknungsvorgang im Bienenvolk....


    Beste Grüße


    Rainer