Frage an die Stadtimker unter uns: Verlust von Königinnen nach erfolgreicher Auswinterung

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    Mal eine Frage an die Stadtimker unter uns - auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich mit dem Stadtimkern zu tun hat.


    In den letzten Jahren hatte ich immer mal wieder das Problem, dass Völker die erfolgreich ins neue Bienenjahr gestartet sind, plötzlich und für mich völlig unvermittelt ihre Königin verloren haben. Sie wurden ordentlich eingewintert (ausreichend Futter, erfolgreiche Varrroabehandung) und sind gut in's Jahr gestartet. Will sagen: Große Brutnester, ausreichend Futter, usw.

    Es wurden keine Weiselzellen angelegt. Sie sind einfach aus der Brut gelaufen und das war's.


    Meine Frage ist nun: Was mag die Ursache sein? Gibt es einen Zusammenhang zur Stadtimkerei, vielleicht irgendwelche Schadstoffe/ Spritzmittel, was weiß ich?


    Gruß

    Stephan


    PS: Falls es hierzu bereits einen Beitrag gibt, hab ich ihn schlicht nicht gefunden ...

  • Ich bin kein Stadtimker kenne das Problem auch. Es sind nicht nur Königinnen aus meiner Zucht, auch gekaufte Königinnen zeigen dieses Phänomen der schlechten Begattung.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Das Problem habe ich aktuell auch. Bei 2 Völkern die gut aus dem Winter kamen ist keine frische Brut mehr zu sehen. Die ganzen letzten Tage war es zu kalt um da etwas zu unternehmen. Gestern habe ich die beiden nun in eine Ablegerkiste vereint und mit einer guten Brutwabe bestückt. Nun heißt es Füße still halten und abwarten. Die Temperaturen sollten ja nun endlich stabil bleiben bzw. nach oben gehen.


    Summende Grüße

    Mario

  • Moin zusammen,

    Königinnenverlust im Winter oder in solchen einem lausigen Frühjahr wie 2017 ist auch bei mir ein Problem. Ich sehe eine Häufung auf einzelnen Ständen, an anderen nicht. Deshalb vermute ich einen Einfluss der Umwelt.

    Und ich bilde mir ein, dass einzelne Herkünfte scheinbar langlebiger sind als andere. Das verbuche ich entweder unter Genetik oder unter Königinnen-(aufzucht-)-qualität.

    Als Konsequenz werde ich im nächsten Herbst eine maximale Anzahl von Reserveköniginnen einwintern.


    Gruß Jörg

  • Dein Gefühl "Und ich bilde mir ein, dass einzelne Herkünfte scheinbar langlebiger sind als andere." teile ich. Das scheint wohl der Kern meiner diesjährigen Probleme zu sein.


    Leider habe ich jetzt 2 Völker, die ohne Königin sind und bei den verbleibenden ist das Brutnest relativ klein, ich traue mich nicht, da eine Wabe zu entnehmen. Königinnen kaufen ist im Moment wohl auch kaum möglich. Was kann ich tun? Was würdet ihr machen??

  • Vereinigen und dann nicht zu spät Ableger bilden.


    Bei mir ist jetzt scheinbar so ein weiselloser Mickerling mit aufgesetzem Miniplus geschwärmt. Mist! Genrell kommen verstärkte oder im Frühjahr vereinigte Völkchen schnell in Schwarmstimmung. Daher empfehle ich sie genau zu beobachten.

    Sobald es Königinnen zu kaufen gibt und die Völker sich gut entwickelt haben würde ich dann Ableger bilden. Das ist wahrscheinlich effektiver als jetzt einen Mickerling zu bemuttern und daneben ein weiselloses Volk buckelbrütig werden zu lassen...


    Gruß Jörg

  • @ Jörg

    "Das verbuche ich entweder unter Genetik oder unter Königinnen-(aufzucht-)-qualität."

    mmmmh!

    Zweites ist mit Sicherheit richtig.

    Gekaufte oder Selbstgezogene können problemlos nicht pefekt aufgezogen sein. Die Einen weil Massenprodukt, die Anderen aus ......

    Zeigt sich Immer wie oben beschrieben.

    Genetik wage ich auszuschließen.

    @ Stephan

    Ist ein Stadtimker was "besonderes?

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Ich habe in den letzten Jahren festgestellt, dass das Imkern in der Stadt etwas anders zu verlaufen scheint als auf dem Land. Die Bienen sind gefühlt ein paar Wochen früher am Start, usw., usw.


    Da niemand in meinem Imker-Bekanntenkreis mit dem von mir beschriebenen Problem so recht etwas anzufangen wusste (ich bin der Einzige der in der Stadt unterwegs ist) habe ich überlegt, ob es wohl mit dem Standort zusammenhängen könnte. Nach den Antworten hier zu urteilen hat es damit aber offenbar nichts zu tun.

  • mmmh,

    aber nur gefühlt, wenn ich die Überschrift des Freds lese;)

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    W. Churchill

  • Wenn du so genau die Überschrift liest, solltest du auch genauso genau den Inhalt lesen. Ich verstehe nicht wie du auf dein "Ist ein Stadtimker was "besonderes?" kommst ;-)

  • Ist ein Stadtimker was "besonderes?

    Nee, der nicht, aber das Imkern in der Stadt zum Teil schon. ;)


    Zur Zeit z.B., wo wir alle so sehr auf Tracht warten, lese ich mit Neid, dass an anderen Orten die Bienen in den Raps fliegen ... bravo, gibt's im Innenstadtbereich leider nicht X/ ... und ob die Robinien erfroren sind, werden wir erst noch sehen.

    Und mit der Heide und der Waldtracht ist es bei uns denn auch meistens nicht so echt weit her (womit wir dann wieder bei Fred-Thema und den Königinnenaufzuchtbedingungen wären).


    Gruß, iJörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Hatte ich im letzten Jahr ganz massiv aber da sonst nicht (selbst in diesem wortwörtlich besch... Jahr mit viel Nosematose) gehe ich mal davon aus, dass das Problem damals mal wieder hinter der Kiste stand.

    Selbst eine handvoll voll gekoteter Bienen hatten heuer noch ihre Queen (und eisernen Willen, selbst mit nur ein paar Hundert Bienen ein neues Volk zu errichten!)


    Bin aber eher so grüne Stadtrandlage. Kaufe zudem regelmäßig Queens nach und wenn dann die Enkel oder Urenkel dann nicht mehr so begeistern, gibt es wieder eine neue Regentin.


    Wie oft taucht das denn bei Dir auf? Also so im Verhältnis zu erfolgreich überwinterten Queens?

    Mal getestet mit ein paar zugekauften?


    M.

  • Auffällig in der Umfrage des Fachzentrums Mayen zu den Winterverlusten 2016/17 war ja, dass in Berlin (193 Imker haben rückgemeldet) im Mittel ein Verlust von 31% aufgetreten waren und damit Berlin die höchsten Verluste im Bundesgebiet aufwies.

    Das ist insofern spannend als ja alle die v.a. die Neonictinoide als das große Übel im Verdacht haben ... diese dürften aber m.E. im städtischen Gebiet kaum eine Rolle spielen. Andererseits könnte Reinvasion von Varroa bei der hohen Bienendichte in Berlin eine umso größere spielen.


    Gruß, iJörg

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