Was macht ihr aus dem eingeschmolzenen Wachs?

  • Mir fehlt es schlicht weg an Platz für etwas grosses. Ansonsten würde ich mir auf arbeit einfach was günstig aus Edelstahl bauen lassen. Aber mein keller hat nur 4,5m² Und es ist verdammt schwer einen Raum zum Mieten zu finden.

  • Cabra:


    Ich gehe davon aus, dass jemand, der unter so beengten Verhältnissen imkert, auch keine größeren Völkerzahlen hat, ergo auch kein besonders großes Gerät zum Wachsschmelzen benötigt.

    Ab einer bestimmten Völkerzahl kann es nur gehen, wenn man auch entsprechend Platz für Material und Geräte hat, außer man mietet alles just in time. Macht das wer?

  • Das war lediglich eine Antwort/ Beitrag auf die weiter oben auftauchende doch ungewöhnlich lange Schmelzdauer.

    Kein Vergleich.

    Turbo und Spezialgerät gibt's immer

    Ich würde aber auch auf ca 40 Min gehen. Mal ganz genau hi gucken. War mir bisher relativ egal


    Selbstbau ist zwar immer so ne Sache.


    Aber wenn völlig untalentierte Imker mit doch sehr gleich anmutenden Kunststoffkonstruktionen mit sagenhaften Komplettpreis über den Tisch gezogen werden, ebenso mit Dampferzeugern, die dem 50% günstigeren Gerät mit Nichts an plus aufwarten können,

    dann sollten solche Alternativen hier mal aufgeführt werden und auch die Zeiten.

    Bei kleineren Völkerzahlen bis evtl 10 - 15 kommt man damit noch gut zurecht.

    Ob man bebrütete und mit Futterresten behaftet BR-Waben so behandeln möchte incl. Kratzen, Putzen, Waschen, Spannen, Neudrahten

    Oder doch lieber Müll auf, Müll zu, Neukauf.


    Da muss jeder selbst gucken nach Zeit, Langeweile , Geiz plus Eigenwachswunsch.


    Viel Spaß im Dampf


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Was ist in deinen Augen keine grössere Völkerzahl? Ich habe aktuell 6 und will auf 14 Einwintern. Nur um mal die ReLataion zu verstehen ab wann du meinst, das diese Selbsbau Konstruktion nicht mehr effektiv genug erscheint.


    Nachtrag:

    Ok Marion hat dazu während ich Schrieb bereits eine Völkerzahl genannt. Dann liege ich noch drin mit meinem Ziel..

  • Bei ersterem sind 1-2 Stunden bis alles geschmolzen aus rausgelaufen ist ...

    Stehe ich bei dir auf Ignore?

    Garantiert nicht, eher das Gegenteil!


    Meine Aussage war allgemeingültig für die meisten der Selbstbaubasel-Lösungen, die mir bisher untergekommen sind oder von denen ich lesen durfte. Noch dazu eingeschränkt auf die "wackeligen" Varianten ;)


    Dass es auch gute Ausnahmen geben kann, würde ich nie ausschließen, offenbar hast du da eine, aber ich gehe fest davon aus, dass du auch wesentlich mehr Zeit, KnowHow und Motivation reingesteckt hast als 99% der anderen Selberbastler.

  • Mir fehlt es schlicht weg an Platz für etwas grosses. ....Aber mein keller hat nur 4,5m² Und es ist verdammt schwer einen Raum zum Mieten zu finden.

    Was ist in deinen Augen keine grössere Völkerzahl? Ich habe aktuell 6 und will auf 14 Einwintern.

    Das interessiert mich jetzt. Wie bekommst du schon das Material von 6 Völkern auf nur 4,5m2 unter?

    Und im Keller dürften ja noch andere Dinge als Imkermaterial sein.

    Und wie willst du dann das Zeug von 14 Völkern da unterbringen?!?

    Von Schleuder, Abfüller, Lagereimern, Gläsern, Honiglager, Fütterern, Absperrgittern und und und haben wir dabei noch gar nicht gesprochen?

  • Also die Zeit halte ich weniger für das Problem - glaube, da nehmen sich die verschiedenen Methoden auch nicht allzuviel. Allerdings hängt es ja auch von den Mengen und vor allem der Komposition des Ausgangsmaterials ab. Reines Deckelwachs oder Wachs mit nur geringen Brutwabenanteil ist trivial aber schwarze Schwarten sind wirklich sehr grenzwertig. Zumindest bei meinem Verfahren ist das so - habe es ohne Auspressen versucht und das war ein schlechter Witz was da rausgekommen ist! Muss ich dringend verbessern - ansonsten verbrenne ich die Bruträhmchen lieber um damit das Deckelwachs zu schmelzen!

    Ich will nicht mit Strom arbeiten; Gas ginge grad noch so aber Holz ist einfach für mich die preiswerteste Lösung und letztlich heizt es genauso gut an wie alles andere. Und das Nachwerfen nehem ich mal als Ubequemlichkeit hin.


    Leider ist die Emaille meines Waschkessels bereits durch diverse NaOH-Einsätze stark beschädigt und damit kann ich den Kessel nicht mehr so einfach direkt zum Wachsschmelzen verwenden - wird sonst grau.


    Ich habe mir nun Thermolack (Ofenlack) besorgt und werde versuchen, die Emaille so zu reparieren, dass es zum direkten Ausschmelzen langt...zumindest bis zum nächsten NaOH-Einsatz (der schon wartet...habe einen ganzen Hänger voller Segeberger Beuten die noch zu desinfizieren sind...vielleicht mache ich das einfach mal zuerst...).


    Jutesäcke sind auch schon geordert, will mal probieren ob ich den Trester nicht so eleganter getrennt bekomme.


    Zu dumm dass Kupfer auch ungeeignet für Wachs sein soll...da hätte ich noch einen großen Kessel!


    M.

  • Doch eigentlich steht da nur Imkerzeug drin. Ein hoch darauf, das ich keine Sammelleidenschaft besitze. Ein Teil Lagere ich direkt bei den Bienen, da ich ein Häuschen habe das ich abschliessen kann, aber in meinen Augen natürlich nicht das Optimum. Der Rest ... ich hab ja noch meine Wohnung... und da ich Weisellos bin ;) ... gibt das auch kein ärger ^^
    Aber ich gebe dir Recht, Platz ist Mangelware bei mir und deswegen suche ich wie bekloppter was zu Mieten.

  • alle 2-3 Wochen alle geschnittene Drohnenbrut aus den kühlgelagerten Behältern/Hobbocks in Jutesack, mit Draht zubinden - in ca 3/4 vollen kochenden Waschkessel (100l), mehrmals mit Stab runterdrücken und wenden bis keine Luftblasen mehr kommen, Gehwegplatte aus Beton gegen Auftrieb drauf, Deckel drauf zum Abkühlen, 2 Tage oder 1 Woche später beim nächsten Besuch, Wachsplatte abnehmen, abkratzen und trocknen lassen, ab in Drohnenwachskiste.

    Sack mit Trester auf Komposthaufen und zum Trocknen aufhängen, damit er nicht schimmelt.-


    Bei Rähmchen ist das zu unhandlich, da schöpfe ich die obere Tresterwachsbrühe mit 2l-Topf in 1-2 Durchschläge in eine Bauwanne, bevor ich die nächste Zargen mit Futterwaben durchschwenke. Wenn ich leihweise den Edelstahldampfwachschmelzer(ca 20 Rä) mit Tapetenlöser vom Verein in MV habe, läuft der parallel, aber der Stromverbrauch ärgert mich angesichts der vorhandenen Holzstapel vom Baumschnitt.


    Gruß Fred

  • Ich weiß ja nicht wieviel Völker dieser Kollege hat, aber es dürften schon ein paar mehr sein.


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  • N'Abend


    Den CFM hat mein Bekannter auch. Laut seiner Aussage ist der Dampferzeuger sehr anfällig auf kalkhaltiges Wasser. Also entweder alle 2-3 Durchgänge 1-2El Zitronensäure reinkippen oder Regenwasser nutzen. Er hat jetzt alternativ nen 9kw-Dampferzeuger aus der Kellereitechnik, nachdem beim CFM 2x die Heizpatrone im A.... war. (Futter-, Drohnen,-)Waben oder Wachs rein, Deckel zu, REgenwasser anschliessen, 2-3min später Dampf anschliessen und nach ein paar Minuten läuft die Brühe unten raus. Nach ner halben Stunde ist das Ding fertig.


    Grüsse, Robert

  • In den letzten Jahren habe ich die Rähmchen im 100l-Wurstkessel mit ca. 10 kW-Gasbrenner ausgeschmolzen. Aber das dann folgende Abschöpfen und Sieben des wachshaltigen Wassers machte mir keine Freude. Eine Staderprese, wie sie in den IWF-Filmen aus der Imkerei Klindworth genommen wird, stand mir nicht zur Verfügung. Dann hatte ich auch an die Selbstbaulösung mit den Kunststoffkisten und Deckeln gedacht, aber wegen des Stromverbrauches (Edelenergie) und dem bereits vorhanden Gasbrenner gedanklich verworfen. Dann wurde welch Zufall im Imkermarkt ein Edelstahlschmelzer zu einem akzeptabelen Preis angeboten. Da, s.o. Brenner vorhanden, habe ich ihn erworben. Auch weil er rechteckig ist und man ihn für das Natronbad nehmen kann, was besser als runde Kessel für Segeberger Zargen ist, war ich erstmal zufrieden. Er ist leider schmäler als DNM-Rähmchen lang sind, so habe sie senkrecht hineingestellt und oben darauf bis drei mit reinen MW oder ausgebauten daraufgelegt, damit von oben kein Trester auf die anderen herabfällt. So habe ich jetzt ca. 16 Rähmchen darin. Es kommen noch zwei Edelstahlquerträger hinein, damit ich die Rähmchen in derLänge nach hineinhängen kann. Auch die schwarzen Brutwaben und die mit Futter gefüllten werden ausgechmolzen. Jedoch umsonst ist es auch nicht, an zwei Nachmittagen habe icheine 11 kg-Gasflasche für 18,90 € verbraucht. Wenn der Schmelzvorgang beendet ist, leere ich gleich den Schmelzraum mit einer Kohlenschaufel vom noch warmen Trester. Es ist eigentlich noch reichlich Wachs dazwischen, weil ich ja nichts auspresse. Dazu möchteich auch keine Presse "versauen" und habe ich auch keine Lust. Da die Rähmchen, trotz Abkratzen nach dem Schmelzen, jetzt ja noch gewaschen werden und die Drähte neu gespannt werden müssen, bin ich doch am Überlegen, mehr Rähmchen für die Winterfeuerung vorzusehen und Wagner neue liefern zu lassen. Aber momentan habe ich einige hundert alte Rähmchen und die will ich erstmal benutzen.- Wie fast jeder weiß. haben Ruheständler/ Rentner ja auch nur wenig Zeit. Darüber denke ich dann 2018 nach. Dieser schwedische Holzofen als Dampferzeuger gefällt mir schon sehr gut, aber bilig wird der auch nicht sein, bevor man das wieder hereingewirtschaftet hat, muß man viele Rähmchen bearbeiten. Außerdem muß ich erstmal die erforderlichen Abstellmöglichkiten geschaffen haben. (Zeit und Geld.) Dann kann ich auch einem Nachwuchsimker anbieten, bei mir einzusteigen bzw. mitzumachen. Bernhard hatte mich ja auch schon ermahnt, dass ich für die Korbimkerei eine Interessenten heranziehen solle. Also alles so herrichten, dass man dann selbst kein schlechtes Gewissen bekommt. - Als ich bis vor einigen Jahren Wohnungen vermietet hatte, habe ich die immer so hergerichtet, dass ich selbst einziehen würde, dann kann man auch ruhigen Gewissens Miete erwarten. Meine Frau weist immer daraufhin, wie alt ich bin. Langsam begreife ich diesen natürliche Vorgang auch und plane nicht für Jahrzehnte. Aber Vorstellungen und Träume sind trotzdem da. Erstmal reichlich Ableger, nach Pia Aumeier, bilden und auf Schwärme hoffen; denn die derzeitigen Verkaufspreise für Völker überschreiten bei einer gewissen Zahl doch meine Möglichkeiten.

    Es grüßt Euch der Heidjer, Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

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