Ganz ohne Chemie?

  • Hallo Bernd,

    " Spielereien " waren doch immer wieder initiale Triebfeder für Wissenschaft und Erkenntnis.

    Davon zeugen genügend Äußerungen von Erfindern und Wissenschaftlern.

    In anderen als imkerlichen Zusammenhängen, stelle ich mir nach Deinen bisherigen Beiträgen vor,

    wärest Du mit Deinen " Spielereien " ein heftigst ersehnter " Kandidat " für ein


    Citizen Science Projekt ( https://de.wikipedia.org/wiki/Citizen_Science )


    Wer weiss, vielleicht ergibt sich da ja noch weiterführendes....


    Herzlichen Dank von Petra

  • Danke, Bernd, danke!

    Leider relativiert dieser Post (klick) meine anfänglich gefühlte Dankbarkeit erheblich.


    Nach einem Jahr Bienenhaltung (auch wenn erweitert durch Vorbelastung in der Kindheit) solche Statements hier rauszuhauen, zeugt zwar von großen rhetorischen Fähigkeiten, hilft in der Sache aber nur bedingt weiter.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Danke, Bernd, danke!

    Leider relativiert dieser Post (klick) meine anfänglich gefühlte Dankbarkeit erheblich.


    Nach einem Jahr Bienenhaltung (auch wenn erweitert durch Vorbelastung in der Kindheit) solche Statements hier rauszuhauen, zeugt zwar von großen rhetorischen Fähigkeiten, hilft in der Sache aber nur bedingt weiter.

    Das Outing hört sich doch super an. Erste Erfahrung mit dem Einweiseln mittels Zeitungspapier, Platzierung von Opalith-Plätchen. Einige Jahrzehnte später, ein aufbauender Imkerkurs (2016), selbst gebaute Bienenbox und habe Wissen in der "Bienenhaltung ohne Chemie" , welches ich gerne teile.


    Wieso lässt dich der Werdegang zweifeln? :)

  • Ein Imkerkurs zu besuchen sagt nicht unbedingt viel darüber aus, was jemand seit 1.5 Jahren tut. Vielleicht zeigt es ja auch, wie umfassend ich mich mit der Materie beschäftige.

    Dabei verlasse ich mich nicht nur auf Theorie, Learning by doing, sondern such mir auch an anderer Stelle Input, um mit meinen Erkenntnissen abzugleichen oder zu korrigieren.


    Ich habe etwas vorgestellt, womit ich mich seit da. 2 Jahren beschäfftige, da ändert sich auch nichts dran, auch wenn es fast mit dem Beginn meiner aktiven Imkertätigkeit zusammenfällt.


    Es ändert sich für mich jedoch nichts an der Vision und dem Weg dahin. Ich habe nie behauptet, ich wäre der Guru schlecht hin.

    Die vorgebrachten Argumente und Erkenntnisse sind trotzdem real und nicht aus der Luft gegriffen oder Erfindungen meinerseits.


    Ich bleibe weiter dabei und wenn sich jemand von meine angeblichen Rethorik betrogen fühlt, empfehle ich jenem sich mal tiefer in die Thesen und Erfahrungen reinzuarbeiten. Spezialisierung hat nichts mit einer Dauer eine anderen Tätigkeit zu tun.

    Ja, ich habe Wissenslücken, damit habe ich kein Problem, denn ich versuche sie in einem angemessenen Zeitrahmen zu überwinden, bzw. auch mal Hilfe anzunehmen.

    Nur welche Wissenslücken gesteht sich der Zweifler ein? Schon einmal selbst Völker in dem Maße auf Varroabefall untersucht und versucht die Entwicklung zu kontrollieren und chemiefrei zu führen.

    Ich habe mehr Erfurcht vor jemanden der jung und frisch an einer Sache spezialisiert arbeitet und seine Erfahrungen und die Art der Erlangung preisgibt, als jene, die sich auf ihren alteingesessenen Positionen/Pfründen ausruhen, gelegentlich Kopfschütteln und kurzwortige Phrasen ins Forum werfen, wo man sich fragt, was will er damit sagen.


    Doch nun sind wir schon bei dem Punkt, den Werner und FranzXR schon ansprachen, der Rechtfertigung.


    Ich werde mich zukünftig nicht mehr rechtfertigen und dieses eine Mal wird das letzte Mal sein, das ich zum obigen Punkt etwas sagen werde. Wem dies nicht gefällt, möge das Thema oder mich ignorieren.

    Mein Angebot bleibt trotzdem, ich werde gern meine bescheidenen Erfahrungen für jene zur Verfügung stellen, die möchten.

    Ansonsten danke ich für die Ehrlichkeit und Offenheit in dieser Sache und zolle dir dafür meinen Respekt.


    Liebe Grüße Bernd

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von d2dum ()

  • Wenn etwas seit zehn oder fünfzehn Jahren funktioniert, ist das schon ein stärkeres Indiz dafür, daß an der Sache mehr dran ist als Glück. Bei zwei drei Jahren ist von einem System oder gar einer Betriebsweise zu schreiben schon grenzwertig. Der ganze Faden hier ist schon ein ziemliches Spiel mit der Hoffnung. Vielleicht geht es ja nicht anders, aber der Preis scheint mir sehr sehr hoch. Ich drücke die Daumen.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Bernd hat immerhin geschafft, dass einigermaßen emotionslos über Imkern-ohne-Chemie geschrieben werden konnte.

    Und zwar einerseits Dank wirklich guter Kommunikation (= Rhetorik; ohne negative Konnotation) und andererseits offenbar ernst gemeinter, offener Schilderung seiner eigenen Erfahrung (das war authentisch).


    ... und weder Manne , FranzXR oder Werner Egger mussten dem gesagten offenbar widersprechen; rase ging auf die Diskussion ein.


    Das ist insgesamt schon mehr, als in früheren Freds. Ich bleibe bei meinem Dank dafür an Bernd.


    Bitte weitermachen, Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Hallo Ralf,

    mein Weg ist erst kurz, das stimmt. Doch ist das, wie ich oft betont habe keine Erfindung von mir, sondern basiert auf dem was viele Imker schon teilweise seit Jahrzehnten tun und basiert auf fundierten Forschungen und nachgewiesenen Erkenntnissen.

    Darüber gibt es massenhaft Erfahrungberichte unterschiedlichster Personen weltweit.

    Dabei gibt es teilweise vollkommene Verluste aber auch wieder Gebiete mit Wirt Parasit Gleichgewicht.

    Lies bitte einmal die Seminararbeit von Samuel Hirmer über VSH.

    Halte mal mein Schrieb in den Schlußfolgerungen daneben. Da gibt es eine Menge Parallelen. Leider habe ich nicht das Equipment und das Wissen des LV, die Erfahrungen des Josef Koller bzw. die Möglichkeiten der Stiftung. Doch hält es mich nicht ab, auf dieser Strecke aktiv zu sein, mir Wissen anzueignen, mit internationalen Erkenntnissen abzugleichen und meine Erfahrungen beizusteuern.

    Und wenn mir neben Glück auch durch Zielstrebigkeit Erfolg beschieden ist, werde ich mich riesig freuen. Ist mir der Erfolg nicht beschieden, bin ich nicht dümmer geworden.

    Ich verlasse mich nicht nur auf einen Weg, denn nur Wege die man beschreitet, über die kann man Erfahrungen kund tun.

    Klar haben mir meine Eltern auch gesagt, man muß nicht alle Fehler selbst machen, das sage ich meinen Kindern oder Enkeln auch.

    Doch kann ich es akzeptieren, wenn sie doch auch ihre "blutige Nasen" Erfahrungen wider besseren Wissens Anderer machen wollen und sogar müssen.

    Darum akzeptiere ich auch all die negativen Erfahrungen vieler Imker die auch einst diesen Weg gegangen sind.

    Doch mit jedem Jahr gewinnen wir auch neue Erkenntnisse dazu. An allen Ecken der Welt werden kleine Steinchen zusammengetragen und wenn dann jemand einen evolutionären "Glückstreffer" landet ist das kein Glück im Sinne einer Lotterie, sondern zu vergleichen mit einem Schatzsucher, der quasiwissenschaftlich sich auf seine Suche vorbereitet und dann mit seinem Metallsuchgerät zielstrebig loszieht.

    Das ist nicht zu vergleichen mit einemOstseeurlauber, der am Strand nach Bernstein sucht.


    Nichts machen und abwarten ist gefährlich.

    Nichts machen bringt zu einer hohen Wahrscheinlickeit auch keine Entwicklung, sondern man wird entwickelt. Hinterher beschwert man sich dann noch, wie unfähig doch die Akteure waren und man hätte hätte.... Fahrradkette.


    Liebe Grüße Bernd

  • Nochmals, ich drücke Dir beide Daumen! Luffi und allen VSH'lern auch. Wenn ich die Bilder von 25 Freiwilligen über Mikroskope gebeugt beim Milbenzählen sehe, dann weiß ich, daß das nicht mein Weg ist. Das hat mit wollen nichts zu tun. Ich KANN das nicht.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife