Ganz ohne Chemie?

  • Du findest in den Beiträgen hier im Forum keinen roten Faden zu alternativen, nicht nur chemiefreien, Imkerei ohne das sofort wieder einer kommt und es schlechtredet und 10 anderen hinterher.

    Hmmm...


    IMHO geht es im TBE-Thread von Kleingartendrohn recht konstruktiv zu. Zwar kommt man damit auch nicht ganz ohne Chemie aus. Es ist aber ein grosser Schritt in die Richtung.


    versteh mich, aber ich sehr viel Zeit (gefühlt) damit verbraucht meine Erfahrungen hier vorzustellen.

    Gibt es dazu einen Thread?

    Ich versuche die schon vorhandene Beschreibung meiner Betriebsweise um die Erfahrungen der letzten Jahre zu ergänzen und dann auf Anfrage zu verteilen.

    Würde mich zwar auch interessieren. Aber für Dich wäre es doch einfacher, auf einen existierenden Thread zu verweisen?

  • Eigentlich dachte ich, ich hät ihn damals mindestens bis zur Hälfte gelesen. Nachdem das nun schon einige Jahre zurückliegt, werde ich mich nochmal dransetzen und hoffentlich besser verstehen. Wenn ich Fragen habe, werde ich dir nochmal schreiben Werner, und du kannst hoffentlich kurz antworten. Ich verstehe vollkommen dass du nicht missionieren magst. Mir macht das auch keinen Spass.

    Ich hoffe auch, dass mein letzter Beitrag nicht zu fies rüberkam. Mir ist nur absolut und völlig unbegreiflich wie man bei der derzeitigen Art zu Imkern, nämlich mit systematischer, jährlicher Medikation die Füsse still halten kann. Und auf lieber auf den Zuchtfortschritt anderer Personen wartet. Das ist es was mich eigentlich so aufbringt. Das Gefühl, dass es so vielen Wurscht ist solang jährlich der Honig im Kasten ist.

  • Und auf lieber auf den Zuchtfortschritt anderer Personen wartet.

    Das ist eine der jüngeren Erkenntnisse: jeder muss es selbst anpacken. Es ist eine regionale Sache und lässt sich wahrscheinlich nicht exportieren.

    christian du bekommst aber die versprochenen Königin. Ist ein Versuch.


    Gruß

    Werner

  • Habe gerade die Info erhalten, dass auch in diesem Jahr (letzte Schleuderung vorm Jakobskreuzkraut) der Durchschnittsertrag je Standvolk (trotz widriger Tracht- und Witterungsverhältnisse) wieder 50 kg/Volk überschreite.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Ich glaube fest daran, dass es nicht 5 % der Imker wären, die auf eine chemiefreie Imkerei verzichten würden, wenn das so einfach und unkompliziert und vor allem effektiv im Bezug " Überleben aller Völker" wäre.

    Wir Imker sind normalerweise Umweltschützer und könnten gegenüber den von uns oft gescholtenen Landwirten nicht Wasser predigen und Wein trinken, wenn es ja so einfach und effektiv sein würde, auf Chemie und sei es sanfte Chemie wie AS, Milchsäure zu verzichten.

    Ich kämpfe in meiner kleinen Imkerei um jedes Volk und überlasse es Institutionen, die klügere Köpfe in Ihren Reihen als mich haben eine Lösung zu finden.

    Ich behandle nicht aus reiner Sturheit meine Bienen.

  • Habe gerade die Info erhalten, dass auch in diesem Jahr (letzte Schleuderung vorm Jakobskreuzkraut) der Durchschnittsertrag je Standvolk (trotz widriger Tracht- und Witterungsverhältnisse) wieder 50 kg/Volk überschreite.

    Hallo Manne,


    ich finde es ehrlich ganz toll, wenn du das so hinbekommst. Aber ohne Erklärung warum und wie du das schaffst ist diese Info für mich reine Effekthascherei...


    Gruß Jörg


  • Jörg, kennst Du die Wissenschaftler und Institute, denen über Millionen Jahre hinweg das Überleben der Biens zu verdanken ist?

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • bei 50kg können die lokalen Tracht-und Wetterverhältnisse nicht so schlecht gewesen sein, ist alles relativ. Wie behandelt wird, spielt beim Ertrag gesunder Völker keine Rolle!

    Wo keine Tracht bzw große Trachtpausen am Standort sind, kommen Rasseunterschiede bei gleicher Betriebsweise stärker zum Tragen. Ich habe Carnicas- und Buckfast. Ein Trost -keine Absatz- und Lagerprobleme.

    Jetzt beginnt das nächste Jahr, da steht ein Stand wieder mitten im Raps- da muß es nur noch Flugwetter geben.

  • Die Dinge existieren auch ohne menschliche Erklärungen. Tatsächlich trifft das auf die meisten Dinge um uns herum zu.


    Diese Dinge um uns herum zu beschreiben, das ist der erste Schritt zum Verständnis.


    Naturbeobachtung und -beschreibung war vor nicht allzu langer Zeit sogar die Grundlage jeglicher Wissenschaft.


    Die gute alte Zeit.