Ganz ohne Chemie?

  • Sorry, aber nach zwei Jahren hat es sich dann mit den Völkern erledigt.

    In dem 24-Jahr-Fall war es so, dass mit der Imkerei aufgehört wurde. Nach einigen Jahren saß in einem Stock, dessen Eingang sich wohl wieder geöffnet hatte, ein sehr dunkler Schwarm. Die Behandlung wurde arbeitsbedingt verpasst. Man ärgerte sich nicht darüber; man meinte es würde wieder Ruhe vor den Bienen einkehren. Pustekuchen! Da es einmal funktionierte probierten beide Seiten es ohne jegliche Behandlung fortzusetzen. Und das machen sie seither so, natürlich bei einem nach und nach angewachsenen Völkerbestand.

    Wie es vielleicht funktionieren könnte, erklärte Herr Büchler mal in einem Vortrag; das könnte auch hier zutreffen:


    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Hallo Jammeristen, Kritiker und Vorwerfer, nachdem ihr Herrn Büchler hier zum Thema hören und sehen konntet, vermisse ich nunmehr eure bahnbrechenden Konzepte zur Lösung des Problems, mittels heftigen Fach- und Sachverstandes, welche selbst die Einschränkungen, welche Herr Büchler noch vornahm, überwinden ließen.
    Leistet jetzt das, was euch sagen ließe, wir machen's umweltbewusster und besser als ...

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Warum?



    - Weil man persönlich angegriffen wird

    - weil es eigentlich niemand hören will

    - weil es nicht so einfach ist

    - weil man irgendwann müde wird

    - weil man sich rechtfertigen muss

    - weil es anstrengend ist

    - weil es unnötig Zeit stiehlt

    - weil es schon so vielen an so vielen Stellen erzählt wurde

    usw.


    Hallo Manne


    Besser könnte ich es nicht sagen.


    Biene67

  • Der Vortrag fand in einem anthroposophischen Zentrum vor Demeter-Imkern statt und war entsprechend "weichgespült". Mit ein paar Klicks landet man bei seiner Mitarbeit bei Arista Bee Research . Das klingt schon ganz anders: "osmotischer Kryokonservierung von Honigbiene-Samenzellen" oder "molekularen Marker für das VSH Verhalten". Sowas hätte den Demeter-Imkern sicher nicht gefallen. Welchem Ralph Büchler soll man glauben, oder zeigt es nur, dass die Lösung der Varraproblematik doch noch weit entfernt ist?

    Trotzdem vielen Dank für den Link.

  • "molekularen Marker für das VSH Verhalten"

    Zum VSH-Verhalten soll Herr Büchler vor den Buckfastimkern, auf eine konkrete Nachfrage hin gemeint haben, dass VSH allenfalls nur ein Varroatoleranzmerkmal sei.


    Es gab über die Jahre viele Tests zum Ausfressräumen der Zellen. Da waren die Carnicas z.B. den Primorskis deutlich überlegen. Überlebt haben aber die anderen.
    Was VSH und SMR angeht, wird leider vergessen, dass in D daran wohl am längsten und am vielseitigsten die Buckfastimker in Berlin-Brandeburg arbeiten, unter wissenschaftlicher Anleitung von Prof. Job van Praagh.


    Und weil bei Arista... auch das LIB Hohen Neuendorf erscheint, das ja intensiv am Problem forscht, so seit Mitte der 90er Jahre, wäre es interessant zu erfahren, wie hoch dort der letzte Winterverlust bei den Völkern war und woher die evtl. notwendige Auffüllung kommt.

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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Manne ()

  • Werner und manne, ich hab schon vor Jahren hier die varroatoleranzthreads gewälzt. Konnte keinerlei Hinweise von euch (Praktikern?) Finden auf eure Betriebsweise. Also bin ich entweder blind oder ihr habt sie nie mitgeteilt.

    Auf PM Werner Egger habe ich keine Antwort bekommen, auf die Frage wie man vorgehen kann. Auch Schade. Stattdessen steh ich hier und hau die Völker zum Teufel. Meine unbehandelten Schwärme 2016 im Naturbau, kleinen Kästen, teilweise Mini-Klotzbeuten & Einzelaufstellung sind mir allesamt verreckt. Honig hatten alle genug. Da frag ich mich, Schwärme, die in ihrem ersten Herbst zusammenbrechen?!


    Ein einziges Volk bei einem befreundeten Imker hat in einer Gruppe unbehandelter Völker (Reihenaufstellung, Mittelwände, nix Natur) überlebt. Die Völker daneben sind an der Varroa zusammengebrochen und dieses lebt noch, PZM ergab 6 Milben auf 500 Bienen. Von dem Volk zieh ich jetzt nach.


    Ich geb mir echt Mühe in Sachen Varroa voranzukommen, das IF hat mir dabei noch nie geholfen. Schreibe ich mal so aus dem Frust heraus.

  • Hallo rugnuza entschuldige, aber durch einen Rechnercrasch und andere privaten Hemmnissse, sowie durch die Forumsumstellung ging leider deine Anfrage und die Anfrage von zwei oder drei anderen verloren. Ich hole es nach.


    Im Forum ist es leider schwer zu helfen, weil sofort Querschüsse kommen, und mir die Zeit zu wertvoll ist, mich darauf einzulassen. Missionierung hat noch nie etwas gebracht. An der Isar ist nicht aus der Welt, das reale Leben zählt.


    In dem von dir genannten Fred wurde von mir genügend geschrieben, am Schluss waren es nur noch Rechtfertigungen, wo ich dann ausgestiegen bin. Es war mir zu schade um die Zeit. (s. Aufzählung)


    Nachtrag: ich führe meine Völker nicht auf kleinen Zellen.


    Gruß

    Werner

    der jetzt wieder raus in den Garten und zu den Bienen will.

  • Komme grad von meiner Bekannten. Dort wurden am Vormittag die Bienenfluchten

    zwischen die 5,4er eigelegt.

    4,9er wurden dort wohl um 2000 getestet. Obgleich die Testvölker sie ausbauten, erlebten sie

    das Frühjahr nicht, die damals 5,3er aber schon.

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  • Hallo,

    das Thema bewegt mich sehr. Nur die wirklichen Ansätze (zur chemiefreien Bienenhaltung und trotzdem Überleben) fehlen mir trotz viel lesen und wieder suchen, und wieder lesen.

    Ich habe im vergangenen Jahr behandelt und bin mit meinen zwei Schwärmen in großer Klasse aus dem Winter gekommen.

    Eines davon habe ich in den letzten Wochen verdreifacht. Sie stehen demnächst einzeln in ausgezeichneter Tracht. Sie könnten alle bis zum Herbst genügend Brutraum und Speicherraum ausgebaut haben, dass sie auf eigenem Honig wieder überwintern könnten.

    Da ich mit Warre-Beuten arbeite ist es manchmal nicht einfach Drohnenrahmen zu geben und dann auch zu schneiden. Es ist einfach keine Wabe im Brutbereich, die gegen einen Leerrahmen getauscht werden könnte.

    Zur Zellengröße: Ich habs versucht, ein Volk auf 4,9mm umzustellen. Ist alles gut gegangen. Doch bei Naturbau fallen sie in "ihr" Maß zurück. Die Waben und Rest-MW verbrauche ich noch. Doch künftig lasse ich 100% bauen.

    An dieser Stelle möchte ich es doch nochmal wagen und Werner zu mehr Offenheit ermundern. Lass doch einfach die Nölsäcke. Die sind nunmal reichlich!

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Harald,


    versteh mich, aber ich habe sehr viel Zeit (gefühlt) damit verbraucht meine Erfahrungen hier vorzustellen. Mir fehlt jetzt die Kraft, die Zeit und die Lust gegen die "Nölsäcke" anzugehen. Es sind zu viele, zu laute und von Ihrer Sache zu überzeugte. Ich will ja keinen bekehren. Wer mit seiner Art zu imkern erfolgreich und zufrieden ist, der soll so imkern, leise und still so wie ich es inzwischen mache.

    Du findest in den Beiträgen hier im Forum keinen roten Faden zu alternativen, nicht nur chemiefreien, Imkerei ohne das sofort wieder einer kommt und es schlechtredet und 10 anderen hinterher.

    Ich versuche die schon vorhandene Beschreibung meiner Betriebsweise um die Erfahrungen der letzten Jahre zu ergänzen und dann auf Anfrage zu verteilen. Wie gesagt versuche. Zeit ist bei mir leider das kostbarste Gut und davon habe leider viel zu wenig. Meine Frau ermahnte mich gerade beim Frühstück: "Gell, heit machs fei nix". Meine Antwort, dass ich heute noch Bienen erweitern muss, kam nicht richtig gut an. Aber ich reiß mich zusammen. Morgen ist Montag, da stielt mir die Schule wieder jede Menge Zeit, aber die zwingen mich ;), weil sie mich bezahlen.



    Gruß

    Werner

    Id schwäza, schaffa!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger ()