Ganz ohne Chemie?

  • Hallo erstmal,

    mich interessierte eine Meinung mit Erfahrung zur dunklen Biene. Bei uns imkern die Meisten mit einer Mischung aus C und B. Da aber diesen Winter wieder viele Verluste zu verzeichnen waren, wäre es doch interessant, neues Genmaterial in Form der wohl winterhärteren und vorsichtigeRen Dunklen Biene einzubringen!? Was ist eure Meinung dazu? Viele Grüsse aus dem Saarland

    Hallo Auriae.

    Du brauchst kein neues Genmaterial in form der dunklen Biene. Die Winterverluste sind bestimmt

    nicht dadurch zustande gekomme, das die vorhandenen Bienen nicht Winterhart sind, sondern

    durch Varoa. Siehe dazu auch >www. nordbiene.de<.ein erfahrener Imker der alle dunklen Bienen

    durch Varoa verloren hat und neu beginnen muß.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Die Varroa kennt keine "Bienenrassen". Sie fühlt sich aber bei nachlässigen Imkern am wohlsten...

    Je intensiver die Behandlung desto intensiver erfolgt die Selektion!

    Hallo, ist zwar etwas weg vom Thema, aber die Antwort kann Imker auch zweifach deuten.


    Entweder selektieren wir intensiv die (resistenten)Milben bei intensiver Behandlung

    oder

    selektieren wir intensiv die (resistenten)Bienen bei intensiver Behandlung :)


    gr. Stefan

  • Die Varroa kennt keine "Bienenrassen". Sie fühlt sich aber bei nachlässigen Imkern am wohlsten...

    Je intensiver die Behandlung desto intensiver erfolgt die Selektion!

    Was soll diese geistreiche Antwort?

    Nachlässigkeit hat nichts, aber auch gar nichts mit intensiven AS oder Medikamenteneinwurf zu tun!

    Auch ein "Nichtbehandler" kann sich keine Nachlässigkeit erlauben und bei einem Nichtbehandler, falls man die mechanische Varroabehandlung so umschreiben will, kann sich die Varroa unwohl und verfolgt fühlen.

  • Eientlich wollte ich gerne Erfahrungsberichte hören.

    Dass die Winterverluste zum Großteil auf Varroa zurückzuführen sind, ist mir wohl bewusst. Danke für die wohlwollende Belehrung.

    Wäre es dennoch nicht denkbar, dass Bienen, die mit dem hiesigen Klima besser vertraut sind, auch weniger anfällig für Schäden durch Varroa und alle weiteren bekannten Faktoren sind? Vg

  • "Je intensiver die Behandlung desto intensiver erfolgt die Selektion!" Für den intensiven Obstbau ist das durchaus in Vorgehen aber wie willst du bei Bienen den kritische Stufe sehen.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Auch ein "Nichtbehandler" kann sich keine Nachlässigkeit erlauben und bei einem Nichtbehandler, falls man die mechanische Varroabehandlung so umschreiben will, kann sich die Varroa unwohl und verfolgt fühlen.

    Behandelnder Nichtbehandler - Unfug!

    Nichtbehandler heißt nicht, dass dieser Imker in Sachen Varroa nicht Handlungen gegen die Varroa vornimmt.

    Falls du es nicht verstehst müsste ich es näher erklären.

  • Für den Laien: (...)Also mit der dunklen Biene hat keiner Erfahrungen?

    Doch doch. Im Imkermarkt kannst Du grade billig Kisten kaufen, ich denk die Erfolgsstory und den Tipp AFD zu wählen gibt's beim Kauf gratis dabei.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Vergiss das mit der besonderen Winterhärte der Dunklen Biene oder was auch immer du dir von der erhoffst. Hier in der SChweiz sind auch vielen Nigra-Züchtern über den Winter einige Völker verreckt, an den unterschiedlichsten Gründen. Genauso wie Carnica-Imkern und Buckfast-Imkern. Die Carnicas kommen ja ursprünglich aus Kärnten und das hat ja nun nicht unbedingt ein völlig anderes Klima als der Rest Mitteleuropas. Ausserdem gabs die Dunklen von Spanien bis Nordeuropa, also über sehr viele verschiedene Klimazonen hinweg. Da ist der klimatische Unterschied zu Kärnten bzw. eine Anpassung daran kaum gegeben.


    Grüsse, Robert