Oberträgerbeute - Top-Bar-Hive

  • Kann man da nicht einfach schieden (wie bei Dadant & Co)? Muss ja nicht so eng sein.

    Um den Honig ginge es mir nicht. Aber die Frühtracht (bei uns überwiegend Raps) nimmt man doch besser raus?

    Wolfgang

    Wie könnte das aussehen ? Den Schied der eigentlich zum kompletten Abtrennen gedacht ist unten absägen ? Um wie viel cm ? Honig habe ich eben z.T. als Wabenhonig entnommen oder ihnen als Winterfutter belassen. Raps oder Waldtracht habe ich nicht...


    Jens

  • ...Mein Problem: Honig aus nicht angebrüteten Waben zu ernten. Die Königin geht bei mir immer ziemlich weit nach hinten. Gibt es einen Trick das Brutnest etwas kompakter zu halten ? Ich wollte eigentlich Wabenhonig davon gewinnen aber das ist bisher nur im eher bescheidenen Umfang gelungen...

    ...

    Hast du einen offenen Gitterboden über die ganze Bodenfläche? Mit Luft lässt sich sehr viel beeinflussen.

    Wenig Belüftung -> Brut wird nur direkt vor dem Flugloch angelegt.

    Oder vielleicht noch besser: Gitter nur unter Brutnestbereich -> Honig wird besser "fluglochfern" eingelagert.


    gruß Jörg

  • Bei mir ist ein offener Gitterboden über die ganze Fläche (unterbrochen durch einen Steg auf der Hälfte). Schon auch deshalb zwangsläufig weil man die AS Schwammtuchbehandlung von unten machen muss.

    Ich habe aber schon die Schublade bis zum Hochsommer drinnen gelassen, dann muss sie raus um Zirkulation zu ermöglichen, weil sonst die Gefahr des Wabenbruchs bei frischen Waben besteht... schon auch beim Herausnehmen der Waben (weiches Wachs bei Wabe mit großem Gewicht die ja nur auf dem Oberträger hängt).


    Schönen Gruß,

    Jens

  • Verbauen die Bienen die Waben wirklich nicht mit den Seitenwänden?

    Doch tun sie, darum ist das wichtigste Werkzeug: ein Tapeziermesser (das mit dem blauen Griff, siehe auf meinem Foto weiter oben). Das ist auch sehr hilfreich, um die Bienen nach unten zu bekommen, wenn man die Oberträger wieder zusammenschiebt.

  • In den TBH´s kann man auf verschiedene Weisen Honig gewinnen.

    Mit vertikalem Absperrgitter wie bei den Lagerbeuten oder, was natürlich nicht der ursprünglichen TBH-Betriebsweise entspricht

    durch das Aufsetzen von Honigzargen. :)

    Meine TBH´s haben an 2 Seiten Fluglöcher und zwar an den Seiten.

    Ja ich habe Sie selbst gebaut.


    gruß

    bernhard

  • Ich habe meine Beuten selbst gebaut, angelehnt an die Pläne von Phil Chandler. Allerdings habe ich nicht wie oft verwendet Leimholz genutzt, sondern 27mm Nut-und-Feder Bretter. Dazu ein abnehmbarer Gitterboden mit Varroaeinschub, ähnlich wie bei Magazinen. Außerdem ein Fenster über die ganze Breite. Das war besonders in der Anfangsphase sehr interessant. Den Baufortschritt zu beobachten und die allgemeine Neugier als Anfänger zu besänftigen. Auch jetzt noch schaue ich gern mal rein. Ist außerdem eine schöne Sache für die Kinder und Besucher. Das macht den Bau natürlich etwas aufwändiger und es ist mehr, als nur mal eben ein paar Bretter zusammenzunageln. Ich hatte Spaß am Bau, von daher...

    Die Fluglöcher habe ich an den schrägen Wänden jeweils rechts und links angebracht, also sozusagen im Kaltbau. Man könnte sicher auch in der Mitte noch Fluglöcher machen und dann 3 Ableger unterbringen.

    Ich habe diesen Winter erstmals jeweils 2 Ableger überwintert, hat sehr gut geklappt. Auf Dauer reicht jedoch hier der Platz nicht für 2 Völker aus.

    Wichtig ist, auf eine waagerechte Aufstellung zu achten, sonst werden die Waben krumm gebaut. Das ist aber bei Naturbau immer zu beachten.

    Die Waben werden beim Bau gelegentlich auch an den Seitenwänden angebaut. Wie schon geschrieben wurde, sollte das vor der Entnahme geprüft und die Waben dann mit einem langen Messer o.ä. gelöst werden. Später werden fertig gebaute Waben dann nicht mehr angebaut. Das soll aber maßgeblich von der Neigung der Seiten abhängigen, daher kommen sicher die unterschiedlichen Beobachtungen.

    Varroabehandlung mache ich mit Nassenheider horizontal, der in einem Rähmchen eingebaut wird, ähnlich wie in HBB. Winterbehandlung mit Oxalsäure in die Wabengassen geträufelt. Dazu habe ich die Oberträger 30mm breit mit 5mm Zwischenleisten gebaut. Funktioniert gut und hat außerdem bei der Durchsicht den Vorteil, das beim Zusammenschieben der Oberträger keine Bienen gequetscht werden.

    Zur Honigernte werden die Waben ausgepresst oder als Wabenhonig verarbeitet. Da es keine so große Materialschlacht verursacht, kann man bei Bedarf oder Gelegenheit auch mal nur ein, zwei Waben entnehmen. Riesige Honigerträge sind ohnehin nicht zu erwarten, das ist sicher den meisten bekannt.

    Unsicher bin ich mir aber noch immer was die Frage nach genug Winterfutter angeht. Da die Waben nach der Ernte nun mal nicht einfach zurück gehängt werden können, darf man nicht zu viel entnehmen. Wenn man mehrere Völker hat, kann man versuchen, Waben von Völkern mit mehr Vorräten umzuhängen. Das gelingt durch den Naturbau aber nur bedingt. Glücklicherweise war bisher im Frühjahr immer noch reichlich Futter vorhanden.


    Gruß

    Michael

  • Vorletzten Sommer hatte ich im August zwei Völker in der TBH und hab beide bis Ende September flüssig gefüttert. Die haben in der Zeit noch Futterwaben gebaut. Letzten Frühling wurde das Futter aber doch noch knapp. Jeweils eine Eisschale voll mit Futterteig direkt an/unter die Bienentraube hat sie dann bis zur Kirschblüte gerettet.


    Von diesen zwei Völkern habe ich dann eins in DNM umgehangen (zwei Zargen übereinander - gleiche Oberträgerlänge) und darunter in der ersten Zarge die Königin auf Leerwaben und Mittelwänden im Zusetzkäfig eingehangen, viele Bienen dazugefegt und Absperrgitter drauf. Die Königin war somit in einer Normalmaßzarge, und die Brut ist auf zwei Zargen darüber ausgelaufen. Hat gut geklappt. Mit dem Volk hab ich dann später zur Linde auch noch ganz ordentlich Honig geerntet.

  • Genau deswegen hab ich auf eine Glaswand verzichtet. Glas ist einfach zu rutschig für die Bienen, darum wird hier die ganze Wabe angebaut und nicht nur kleine Wachsbrücken.

  • Puh, so etwas habe ich bei mir noch nie gesehen! Da wird wirklich maximal punktweise an der Wand angebaut. Dabei habe ich keinen Unterschied zwischen Holzwand und Fenster bemerkt. Ich habe allerdings Plexiglas verwendet. Die Oberfläche dürfte nicht so glatt wie von Glas sein. Außerdem könnte noch der Winkel der Seitenwände eine Rolle spielen.


    Gruß

    Michael

  • Wie füttert Ihr in der TBH?

    Ich habe jetzt endlich wieder einen Schwarm eingeschlagen. Wegen des kommenden kalten Wetters füttere ich den mit einem Futtergeschirr, das ich neben den mit Bienen besetzten Bereich stelle.

    Das ist keine ideale Lösung, weil ich das Trennschied dann nicht einsetzen kann und vielleicht auch mal zwei Völker in die Kiste sollen. Ausgestattet ist sie dafür.


    Ich könnte natürlich ein bisschen rumbasteln und einen "Adapter" zum Aufsetzen einer Nicot-Futterzarge bauen. Oder habt Ihr bessere Ideen?

    Oder überwintern Eure TBH-Völker alle auf Honig?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo Wolfgang,

    ich nutze dazu leere Eisverpackungen, die ich direkt auf den Boden stelle. Als Schwimmhilfe eine passend zugeschittene Luftpolsterfolie. Die wird zwar nach einiger Zeit angeknabbert, gibt aber trotzdem noch genügend Auftrieb, so das keine Bienen ertrinken. Mit 1 Liter Fassungsvermögen paßt da freilich nicht allzu viel rein. Du kannst aber falls erforderlich auch zwei oder mehr dieser Schalen reinstellen. Nachgetankt wird bei mir per Gießkanne mit verlängerter Tülle (Schlauch) ohne die Schalen rauszunehmen nach Abnehmen von 2 bis 3 Top-Bars. Ich habe die Beuten zu hause stehen, deshalb stört es mich nicht, alle paar Tage nachzufüttern.

    Bei einem frisch eingeschlagenen Schwarm kannst Du die Schale direkt unter die Bienentraube stellen, ansonsten eben neben die letzte Wabe oder auch hinter ein Schied.


    Gruß

    Michael

  • Hallo

    Bei einen frisch eingeschlagenen Schwarm ist ja Platz nach unten, da benutze ich diese 18l Mülleimer Beutel und fülle sie mit Flüssigfutter und lege sie auf den Boden (habe kein Gitterboden) und pikse von Oben ein paar Löcher rein mit einer Nadel. So habe ich auch schon eingefüttert, da ja nach der Honigernte die Waben nach hinten fehlen und man wieder genug Platz hat. Auf einer Seite besser auf zwei Seiten (Flugloch in der Mitte der langen Seite) sollte Platz zum bearbeiten sein. Zwei Völker würde ich nie in einer TBH halten es sei denn sie ist 2 Meter lang..;);)