Oberträgerbeute - Top-Bar-Hive

  • Bei mir wäre vermutlich jede Lücke ein Flugloch. Die Oberträger (leider 35mm und nicht 37mm, so brauche ich noch Spacer für Honigwaben...) habe ich extra dick hergestellt, damit sie selbst schon als gut isolierendes Dach wirken. Lücken gibt es da nicht, die werden zugekittet. Lösen lassen sie sich aber leicht, durch die Schräge der Auflagewände:

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    Drei verstellbare Fluglochschlitze, drei Futtertröge und 2 Trennschiede machen das Ding sehr flexibel.


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    Die Klappe zum unten öffnen finde ich im Nachhinein aber eher überflüssig, benutze ich nie, lässt sich mit dem Gitter nur schlechter ausfegen, würde bei mir nicht in Serie gehen...


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  • Danke Kruppi für die Fotos! Auf die Klappe habe ich von vornherein verzichtet und sie bisher auch noch nie vermisst. Die stammt wohl aus der Zeit als die Beuten noch keine Varroagitter brauchten und geschlossene Böden hatten. Da war so eine Gucköffnung sicher sehr nützlich. Jetzt kann man einfach von unten gucken.

    Interessant ist Deine Variante, die Brettkante der Seitenwände einfach rechtwinklig zu lassen. Ich habe mich abgeplagt, das Brett im entsprechenden Winkel zuzusägen, so dass oben eine ebene Auflagefläche für die Oberträger entsteht. Liegen Deine Oberträger auf der Kante stabil auch wenn unten eine volle Wabe dranhängt? Der Vorteil des leichteren Lösens leuchtet mir auf jeden Fall ein.

    Eine Frage hätte ich noch: Wie kriegst Du die Trennschiede bienendicht, wenn Du mehrere Völker in der Beute hast?

  • Ja, die liegen stabil auf der geraden Plattenkante. Wenn da mal 2 oder 3 Völker drin waren hatte ich auch für jedes Volk zusätzlich zum Trennschied noch die Futtertaschen drin, die ja auch nochmal mit 2 Seiten trennen, das hat gut funktioniert. Das alles so zurecht zu sägen, das es genau passt war aber letzten Endes schwieriger als die großen Teile zusammen zu schrauben.

    Jetzt steht sie mal wieder leer die TBH, aber ich werde sicher auch dieses Jahr wieder einen Versuch wagen sie neu zu besiedeln, irgendwie hängt man ja dran, auch wenn man genau weiß, das sich der Kunstschwarm in einer Segeberger viiiel besser entwickeln würde und auch den Winter überlebt und auch richtig viel Honig bringt, naja das macht man dann eben außerdem ... :)

  • Auf's Beutendiskussions-Glatteis lasse ich mich lieber nicht locken. ;) Mein Kunstschwarm vom Vorjahr hat den Winter überlebt - leider nicht gut weil irgendwann spät im Jahr wohl nachgeschaffen werden musste und das schief ging. Das kann man aber sicher kaum der Kiste anlasten eher der Person dahinter. Ob es nun die AS-Behandlung war oder irgendein anderes Pech, lässt sich nicht mehr rausfinden. Die alten Tanten halten sich noch immer zäh, was ja eher für ihre Wohnung spricht als dagegen, und dürfen bleiben bis ich die Beute für einen Neustart brauche.

  • Danke Kruppi für den Tipp aber ich hatte bisher nur dieses eine Volk, sonst wäre ich auch ganz sicher nicht so grausam, es einfach vor sich hin sterben zu lassen sondern würde es irgendwie vereinigen. Es kam selber auch schon zu schwach aus dem Winter, um irgendwelche Versuche mit Reserveköniginnen zu starten. Vermutlich ist eine Nachschaffungskönigin drin, die aber nicht oder nicht mehr richtig begattet worden ist und so murkeln sie nun vor sich hin, ohne Brut anzulegen oder Afterweiseln zu kriegen.

    Die zweite Beute ist mittlerweile fertig gebaut und ich werde künftig versuchen, mindestens zwei Völker zu haben, so dass ich in solchen Notsituationen bessere Handlungsmöglichkeiten habe.

  • Servusla,

    ein Imkerkollege aus Ghana hat mich angeschrieben, weil er Anleitungen zur Königinnenzucht in und mit der TBH sucht. Anderes Equipment hat er nicht und kann es sich auch nicht besorgen. Vielleicht hat hier ja einer was parat, Links o.ä. (möglichst auf englisch)? Würde mich freuen, wenn wir ihm helfen könnten.

    Grüße

  • Sorry, Ehrenbuerg für die späte Antwort, ich bin erst heute zum Nachschauen gekommen. Ein umfangreiches Buch speziell zum Thema ist "Managing the Top Bar Hive" von Phil Chandler, wie der Titel schon verrät ist es in Englisch. Phil beschreibt in Sachen Königinnenvermehrung den Bogenschnitt und das Umlarven sowie die "Miller-Method", bei der zunächst Nachschaffung provoziert, dann aber eine Art Königinnen-Distanzierung per Absperrgitter durchgeführt wird, so dass gut gepflegte Weiselzellen erhalten werden, die man dann entsprechend weiterverwenden kann. ISBN 978-1-326-49765-1

  • Sorry, Ehrenbuerg für die späte Antwort, ich bin erst heute zum Nachschauen gekommen. Ein umfangreiches Buch speziell zum Thema ist "Managing the Top Bar Hive" von Phil Chandler, wie der Titel schon verrät ist es in Englisch. Phil beschreibt in Sachen Königinnenvermehrung den Bogenschnitt und das Umlarven sowie die "Miller-Method", bei der zunächst Nachschaffung provoziert, dann aber eine Art Königinnen-Distanzierung per Absperrgitter durchgeführt wird, so dass gut gepflegte Weiselzellen erhalten werden, die man dann entsprechend weiterverwenden kann. ISBN 978-1-326-49765-1

    Danke Dir! Das ist genau das richtige. Ich hab ihm den Link via books.google.de weitergeleitet :thumbup:

  • Sorry, Ehrenbuerg für die späte Antwort, ich bin erst heute zum Nachschauen gekommen. Ein umfangreiches Buch speziell zum Thema ist "Managing the Top Bar Hive" von Phil Chandler, wie der Titel schon verrät ist es in Englisch. Phil beschreibt in Sachen Königinnenvermehrung den Bogenschnitt und das Umlarven sowie die "Miller-Method", bei der zunächst Nachschaffung provoziert, dann aber eine Art Königinnen-Distanzierung per Absperrgitter durchgeführt wird, so dass gut gepflegte Weiselzellen erhalten werden, die man dann entsprechend weiterverwenden kann. ISBN 978-1-326-49765-1

    Danke Dir! Das ist genau das richtige. Ich hab ihm den Link via books.google.de weitergeleitet :thumbup:

  • Das Thema ist zwar etwas älter, aber hat jemand Erfahrung mit Wabenbruch und Honigmenge?


    Man liest immer wieder dass man aus einer Oberträgerbeute weniger Honig erntet, aber Vergleichswerte gibt's immer nicht.


    Und bezüglich Wabenbruch - die LWG Anleitung hat 2 Varianten, einmal mit 33cm Innenhöhe und einmal mit 24cm. Letzteres wegen weniger Wabenbruch - gibt's da irgendwo eine magische Grenze ab welcher der Wabenbruch deutlich zunimmt?

  • Ist das nicht eher eine Frage der Handhabung und des Geschicks beim Umgang mit den Waben?

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Wabenbruch kommt bei langen Oberträgern mit großer Innenhöhe (alter LWG Bauplan) eher vor, insbesondere wenn 3-4kg Honig in unbebrüteten Waben lagern.

    Daher hat zB Chandler kürzere Oberträger in seinen Bauplänen. Oekobeute.de ist dazu kompatibel.