Schwarmverhinderung durch offenes Brutnest

  • Die komplizierte Arbeit mit Leerrähmchen ist ja letztlich auch nichts anderes...

    Damit meinte ich, dass das den selben Effekt hat:
    Das BN ist nach oben hin offen und nicht dicht mit Honig verschlossen.


    Ich meine hingegen nicht, dass diese Erweiterung des Brutnests mit x Leerwaben ansonsten sinnvoll ist.


    Das war missverständlich ausgedrückt.


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Hallo,


    also ich imkere seit einem Jahr mit einem Brutraum Herold/Zander und begrenze so eher den Platz zum Brüten. Auch der Honigkranz ums Brutnest verlagert sich dann in den Honigraum. Dort schaue ich dass bei Gelegenheit immer wieder mal MW zwischen die vollen und angetragenen Waben kommen, was evt. dazu führt, dass die Honigkappe von den Bienen als unfertig empfunden wird was ja angeblich schwarmdämpfend wirkt. Im vergangenen Jahr war die Schwarmstimmung überschaubar. Möglicherweise haben die Bienen dann auch das Gefühl sie sind noch nicht genug zum Schwärmen bzw. der Zenit der Volksgröße steht noch bevor. Raum und Baumöglichkeit gibt es in den HR genug. Honigertrag war sehr gut > 50 kg pro Volk. Gestern hat mir ein erfahrener Imker gesagt er hat das Gefühl, dass die Bienen seiner Beobachtung nach ohne direkten Honigkranz um die Brutzellen nicht ganz so sanftmütig seien. Das ist mir im letzten Jahr nicht aufgefallen werde ich aber mal im Hinterkopf behalten und beobachten.


    d.h. bis jetzt gute Erfahrungen mit nur einem Brutraum, weniger Materialeinsatz und weniger Waben zur Schwarmkontrolle. Mal sehen wie es dieses Jahr läuft.


    schöne Grüße

  • ...Dort schaue ich dass bei Gelegenheit immer wieder mal MW zwischen die vollen und angetragenen Waben kommen, was evt. dazu führt, dass die Honigkappe von den Bienen als unfertig empfunden wird was ja angeblich schwarmdämpfend wirkt....

    Das Einfügen von MW oder Leerrähmchen ins Brutnest oder meinetwegen auch in den ersten HR ist das ,oben von M. Busch beschriebene, 'Brutnestöffnen'. Genauso das Checkerboarding.

    Es funktioniert wohl, ist aber m.E. ein ziemlich heftiger Eingriff (Legoimkerei).


    Gruß Jörg, brutnestharmoniesüchtig

  • ...Dort schaue ich dass bei Gelegenheit immer wieder mal MW zwischen die vollen und angetragenen Waben kommen, was evt. dazu führt, dass die Honigkappe von den Bienen als unfertig empfunden wird was ja angeblich schwarmdämpfend wirkt....

    Das Einfügen von MW oder Leerrähmchen ins Brutnest oder meinetwegen auch in den ersten HR ist das ,oben von M. Busch beschriebene, 'Brutnestöffnen'. Genauso das Checkerboarding.

    Es funktioniert wohl, ist aber m.E. ein ziemlich heftiger Eingriff (Legoimkerei).


    Gruß Jörg, brutnestharmoniesüchtig

    Brutnest lasse ich komplett in Ruhe, ich versuche die Eingriffe und Kontrollen auf ein Minimum zu beschränken. Das meiste versuche ich am Einflugloch abzulesen. Wenn im HR mal eine MW von der Seite in die Mitte gerückt wird sehe ich das als eher kleinen Eingriff im Vergleich zum durcheinanderwürfeln von Brutwaben und Bienen was so praktiziert wird. Das ist für mich eher Legoimkerei.... Aber es geht natürlich auch mit noch weniger Eingriffen.



    Grüße

  • wenn sie auf einen Brutraum angepasst sind, und 2 HR draufhaben, lebt man ruhiger- alle 2 Wochen Check Drohnenwabe und maximal der folgenden Brutwabe. Aus den 2zargigen habe ich zum Teil 7-8 Pollenbretter schön glänzend entnommen, da hingen die Schwarmzellen ordentlich im Baurahmen. Dadurch das im Frühjahr nur Pollen eingetragen wurde, und Nektar mit Löwenzahn/Ahorn/Kastanie/Raps auf nur 4-5 Wochen konzentriert war, gabs schon Schwarmstimmung in MV, Berliner waren gelassen, aber auch von Anfang an nur auf einem BR.

    Dies Jahr werde ich nur bei den unbequemen Völkern wegen Varroa DrBrut schneiden, die anderen sollen für gute Standbegattungen sorgen.

    Gruß Fred