Buckfast in Dadant und Carnica in Zander. Warum?

  • Es kommt bei den Vergleichen auf die Betriebsweise an. Wenn ihr aus euren Völkern Ableger bildet (bei Carnica notwendig), sind die Unterschiede zwischen Buckfast und Carnica in deren Entwicklungen eher gering. Bei Buckfastvölkern werden normalerweise keine Ableger aus den Wirtschaftsvölkern entnommen. Dadurch sorgt die erhöhte Bienenmasse für einen höheren Ertrag. Wer also Carnica mit Buckfast vergleichen will sollte mal beide Betriebsweisen parallel durchführen. Einmal Carnica und Buckfast mit Ablegerbildung und einmal ohne Ablegerbildung. Ohne Ablegerbildung wird der Unterschied allen sehr schnell klar.

  • Ich bilde nur sehr kleine Ableger zum Ausgleich von Verlusten und um Königinnen zu parken und mir ist es auch egal, ob von Buckfast oder Carnica. Ablegerbildung zur Bekämpfung des Schwarmtriebs betreibe ich nicht. Mit angepasstem Brutraum werden beide Unterarten gehalten, Schwarmtriebigkeit wird bei beiden mit Zellenbrechen bekämpft, dennoch gibt es bei beiden hin und wieder einen Schwarm. Schwarmtriebigkeit tritt nur in den Styroporbeuten auf unabhängig von der Unterart.

    Im Verein betreue ich 4 Völker in Liebigbeuten, alle Carnica. Die haben eine Normalzarge mit maximal 11 Waben als Brutraum, betrieben ebenfalls mit Schied. Bedingt durch die langsamere Frühjahrsentwicklung (Holzbeute) werden die überhaupt nicht schwarmtriebig und bleiben auch kleiner als in den Styroporbeuten.

    Vor wenigen Jahren noch wurden bei mir noch alle Völker schwarmtriebig. Das war dann aber auch keine ausgesuchte Carnica.

    Die Honigerträge der Unterarten unterscheiden sich ebenfalls nicht.

    Gruß Ralph

  • Lieber Ralf,

    das du imkern kannst, egal mit was für Kiste oder Variation, is klar ne!

    Das du eine ausgelesene teuer gekaufte C-Biene hergenommen hast sagst du selber, und genau darum gehts mir.

    Meine Erfahrung ist, das die bei Standbegattung oft schon in F1 ihr wahres Gesicht zeigen. (Heterosis läßt grüßen)

    Ich vermag die dann nicht mit meiner eher faulen Betriebsweise zu bändigen, muß also mehr arbeiten und mehr Beutenmaterial vorhalten. Bedenke, schon bei 50 Trachteinheiten verlangt das einen gaaanz schönen Kapitaleinsatz der nicht durch Mehrertrag gerechtfertigt wird.

    Ausweg wäre selber echte Zucht für jede Trachteinheit zu betreiben, aber das kostet ebenso Arbeit und Geld und können.

    Zusammen genommen, es geht mit der C-Biene, aber nur in Reinzucht oder nur mit mehr einsatz von Kapital und Arbeit.

    Besonders auffällig wird der Unterschied in so genannten Schwarmjahren, oder in Jahren ohne jegliche Waldtracht.

    LG

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Es kommt bei den Vergleichen auf die Betriebsweise an. Wenn ihr aus euren Völkern Ableger bildet (bei Carnica notwendig), sind die Unterschiede zwischen Buckfast und Carnica in deren Entwicklungen eher gering. Bei Buckfastvölkern werden normalerweise keine Ableger aus den Wirtschaftsvölkern entnommen. Dadurch sorgt die erhöhte Bienenmasse für einen höheren Ertrag. Wer also Carnica mit Buckfast vergleichen will sollte mal beide Betriebsweisen parallel durchführen. Einmal Carnica und Buckfast mit Ablegerbildung und einmal ohne Ablegerbildung. Ohne Ablegerbildung wird der Unterschied allen sehr schnell klar.

    Ableger bilden bei Carnica notwendig? Dann haben meine Bienen wohl was nicht mitbekommen xD


    Ich bilde keine Ableger, schröpfe oder verkleinere auf irgend eine weise meine Völker und kann keinen unterschied zwischen Carnica und Buckfast feststellen.

    Gruß

  • Das du eine ausgelesene teuer gekaufte C-Biene hergenommen hast sagst du selber, und genau darum gehts mir.

    Meine Erfahrung ist, das die bei Standbegattung oft schon in F1 ihr wahres Gesicht zeigen.

    Ich habe nur Standbegattung. Das Zuchtmaterial stammt von einer inselbegatteten Königin, die der Zuchtobmann des Vereins hat.

    Gruß Ralph