Waldtracht 2017

  • Wollläuse an welchem Baum? Die Wolläuse sind aber nicht so irre ertragreich. Merkliche Tracht konnte ich noch nicht feststellen.


    Ich hab heute die ersten zwei Exemplare der großen schwarzen Fichtenrindenlaus entdeckt. Ameisen wiesen mir Weg. Hier ist in jedem Fall eine enge Beziehung zwischen großer schwarzer Fichtenrindenlaus und großer schwarzer Waldameise zu sehen. Für Bienen lassen die Ameisen aber nichts übrig zur Zeit. Aber die Ameisen müssen sich den Süßstoff auch schwer verdienen. Erst den Stamm rauf, am Zweig runter, geringe Ernte einfahren, Zweig wieder raufklettern und am Stamm wieder runter. Ganz schön lästig und anstrengend. Die Beobachtung und das Fotografieren sind aber nicht ganz einfach. Wenn man nahe an die belaufenen Bäume tritt, geht sehr schnell das große Krabbeln an und in der Hose los, weil überall Ameisenstraßen über den Boden laufen.


    Noch schlechter lassen sich die einzelnen Exemplare der rotbraun bepuderten Fichtenrindenlaus fotografieren. Sie sind wirklich noch sehr klein, blass bis fast durchsichtig und sehr schnell. Sie krabbeln sofort aus dem Licht in die Schattenseiten der Zweige. Da dreht man sich dumm und dusselig anden Zweigen.

  • An den kölschen Jung:

    Ich gestehe euch Rheinländern ja einen nicht unwesentlichen Vegetationsvorsprung zu. Wenn ich aber hier an den Eichen noch nicht das allerkleinste grüne Fitzelchen finden kann, komme ich mir bei der Erwartung einer sehr baldigen Eichenblatthonigernte etwas veräppelt vor.

    Da wäre das "womit" vielleicht genau so gut auf den bevorstehenden Blattaustrieb zu münzen.

    Foto von gestern. 'Bevorstehen' tut der Blattaustrieb jetzt nur noch in Sauerland-Sibirien.


    IMG-20170508-WA0000.jpg


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • auch noch in Sauerland-Untersibirien....

    :cool:


    Grüße aus 352 m ohne Eichenblätter

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moinsen,


    unser BSV´ler meinte, er hätte dieses Jahr sogar schon Spritzschäden aus dem Weizen gehabt. Ich ganz verwirrt gefragt, was denn da die Bienen interessieren würde. Er so: Zu viele Läuse, die schon Nektar absondern. Daher der Spritzeinsatz am Tag und daher der Spritzschaden...


    Ich hoffe, dass auch der Rest nach vielen Läusen aussieht :)


    Schönen Gruß

    Frank

  • An der Fichte? Nicht wirklich. Mach mal ein Bild.

    Ich bin mir sicher, dass Du eine Fichte erkennst, aber Wollläuse hab ich daran noch nicht gesehen. Würd ich aber gerne, wenn es die gibt.

  • Moin, moin,


    doch, doch, Honigtau im Getreide gibt es schon, wenn nicht die Giftspritze eingesetzt wird, um eben Qualitätsverluste, etwa durch Schwärzepilze, also Rußtau, zu verhindern... Weizen mit schwarzen Bärtchen möchte man nicht, und das bestimmt die Schadschwelle auf einem Niveau unterhalb der Massentracht...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • An der Fichte? Nicht wirklich. Mach mal ein Bild.

    Ich bin mir sicher, dass Du eine Fichte erkennst, aber Wollläuse hab ich daran noch nicht gesehen. Würd ich aber gerne, wenn es die gibt.

    Habe beim Joggen weder Kamera noch Handy dabei.

    Es waren auch nicht mehr als 10 oder 15 Stück.

    Und ob Sie honigen bzw. für die Bienen interessant sind weiß ich nicht.

    Sie erzeugen auf jeden Fall Honigtau.

  • Agot, Wo sind denn die Fichtentriebe schon so weit? Am besten ins Profil schreiben, jedesmal nachfragen ist blöd.

    Das ist doch ein neuer Maitrieb. Blühen bei Euch auch die Himbeeren schon? Das ist meist zeitgleich.

    Und ja, hier liegen sie richtig. Das ist eine Kolonie der cinara pilicornis. Normalerweise sitzen in den Maitrieben schon die Sekundärkolonien.

    Wenn es trocken war beim Bilder machen, ist links oben ein Honigtautropfen.

    Wenn du davon (den Läusen) dort noch mehr findest, ist es ein interessanter Platz. Diese Sorte ist aber nicht ganz so Gewitter fest wie andere.