Zwischenboden mit Rüsselkontakt

  • Nutz jemand solche Zwischenböden?

    http://www.holtermann-shop.de/…mage.php/pID/4155&imgID=1


    Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen Zwischenboden "mit Rüsselkontakt" einsetzen werde, oder lieber noch ein Klarfix dazwischen packe.

    So sollen zwei kleine Ableger übereinander stehen.

    Möglicher Weise sollen auch zwei Völker als Zwilling jeweils Einzargig durch den Winter und sich wärmetechnisch unterstützen.


    Aber mit oder lieber ohne Rüsselkontakt?

  • Zwischenboden als Zwischenbodenableger - da gabs doch schon mal ne Diskussion, ob da der Boden offen oder geschlossen sein sollte.

    Als reiner Zwischenbodenableger sollte er meiner Meinung nach natürlich geschlossen sein, dem Volk soll ja vorgegaukelt werden, dass es nicht mehr so stark ist bzw auch der Kontakt des Ablegers zur Köinigin nicht mehr gegeben ist.

    Warum willst Du zwei Ableger übereinander stellen? Zur gegenseitiguen Wärmung?


    Das von Dir genannte Teil bei Holtermann ist ja ein Wanderrahmen.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Also Holtermann beschreibt das so:

    1285 Segeberger Wanderrahmen
    vereint Oberlüfter und Zwischenboden.
    Zum Aufsatz auf die Zargen, damit die Bienenvölker beim Wandern nicht verbrausen. Mit Edelstahl Lüftungsgitter und Falz. Zusätzlich mit verschließbarem Flugloch, zum Nutzen als Zwischenboden mit Rüsselkontakt.


    Ich will dieses Jahr Jungvölker mal mit Styropor starten.

    Die Tabelle zur Völkerentwicklung im Vergleich, Holzbeuten gegenüber Styroporbeuten, die "Kleingartendrohn" mal erstellt und hier im Forum veröffentlicht hat, finde ich recht überzeugend:

    voelkerentw.jpg


    Allerdings sind 4 Styropor Ablegerkästen mit Futterzarge von Stehr genauso teuer, wie eine richtige Beute mit 4 Zargen sowie zusätzlichen Deckeln und Böden. Die kann man natürlich auch vielfältiger einsetzen, eben auch mal für ein großes Wirtschaftsvolk:

    20170304_123154b_600.jpg


    Nur habe ich nicht so viel Platz bzw. Stellflächen und dachte auch an die Zwillingsbeuten in der Hinterbehandlung, wo im Winter oft zwei Völker ihre Traube Wand an Wand bilden, und sich gegenseitig wärmen.

    Also habe ich statt 4 Böden nur 2 Böden und zwei solche Zwischenböden bestellt. Einerseits damit sich kleine Völker schnell entwickeln können, oder auch um so 4 Reservevölker zu überwintern:

    dsc_4589b_600.jpg


    Nun stellt sich mir die Frage, nur Gitter als Trennwand (Vorteile?) oder noch ein Abdeckfix (sicherer) zusätzlich dazwischen packen.

    evtl. Vorteile:

    Würden die Bienen bei "nur Gitter" durch den Rüsselkontakt evtl. auch ihre Futterreserven ausgleichen?

    Wäre der Wärmehaushalt und die Belüftung besser?

    Geht die Varroa Behandlung durch das Gitter locker auch bis unten?


    Und vor allem, hat das jemand schon mal ausprobiert und gute/schlechte Erfahrungen gemacht?


    Weil möglicher riesiger Nachteil:

    Würde nur eine Königin überleben?

    Sollte ich vielleicht sogar lieber ein Sperrholzbrett mit einlegen, nicht nur ein Klarfix?

  • ich nutze ein Teil der Segeberger Zargen, um Ableger mit Reserveköniginnen über den Winter zu bekommen. Bei nichtfüllender Wabenzahl- Schied- Hohlraum mit geknüllter Zeitung gefüllt. Geschlossene Ablegerböden mit Trennschiede für 2x5 Waben sind im Bau. Zwillingsbetriebsweise wäre damit möglich, aber 5x DNM im BR sicherlich zu eng.

    Die Zargen werden dann im Frühjahr durch Verkauf oder Vereinigen wieder frei zur Verwendung als Honigraum.

    Da die beiden Königinnen nicht zusammenkommen dürfen, ist eine gemeinsame Behandlung schlecht möglich. 2 zargige Behandlungen mit AS sind schlechter in der Wirkung! Oxalsäuredampf wird sich auch am Gitter absetzen.

    Gruß Fred

  • Ich habe noch zwei Zargen und zwei Zwischenböden nachgekauft, um im Sommerbetrieb zwei komplette Beuten zu haben, und danach max. 6 Völker einzargig damit zu überwintern.

    Der erste Dreier-Zargenturm macht sich sehr gut, allerdings waren anfangs in der obersten Zarge ca. eine Hand voll Bienen unter dem Deckel umgekommen, weil dieser wohl die Abdeckfolie nicht richtig andrückt? Was ist das für eine Fehlkonstruktion?

    Da sind die Bienen durch die als passend dazu gekauften Abdeckfix Klarsichtfolien rausgekrabbelt und konnten nicht wieder zurück!

    In den unteren zwei Zargen hatten sie dann zum Glück "Rüsselkontakt" zum darüber liegenden Volk, aber ganz oben ist dann halt nur noch der Deckel...


    Als Abhilfe habe ich sofort normale größere flexilble Folien zurechtgeschnitten, die an der Seite etwas herausschaut, an denen aber keine Biene mehr vorbei kommt:

    vlcsnap-2017-07-25-13h20m25s406.jpg


    Ist das Problem normal bei der Segeberger? Passiert das nur anfangs, wenn die Folien noch nicht so recht festkleben?

    Werden genau darum diese umgebogenen Abdeckhauben als Alternative angeboten?

    Sollte man ansonsten noch Fensterdicht-Schaumgummistreifen in die Deckel kleben, damit die auch die Folie andrücken?

  • Deshalb nehme ich jetzt diese umgebogenen Abdeckhauben, die bei mir max 3 oder 4 Jahre überleben. Zuvor hatte ich mit Heftzwecken "angedrück" - ist aber eine Vorgehensweise, die sich bei mir nicht bewährt hat.

  • Ist das Problem normal bei der Segeberger? Passiert das nur anfangs, wenn die Folien noch nicht so recht festkleben?

    Huhu,


    die Abdeckfixe sind ziemlich steif, wenn man die nur minimal schief drauflegt weil es schnell ging, man nicht aufgepasst hat etc. schließt der Deckel nicht richtig. Mit Stein drauf geht´s, mit dem Drahtbügel nicht.


    Ein Imker der dem Klischee des imkerlichen Geizkragens nur zu sehr entspricht, hat mir mal - zu meiner Überraschung - einige Abdeckhauben geschenkt. Löst man die angekitteten oder mit Überbau angeklebten Hauben, gehen die recht schnell kaputt - sehen aber erstmal echt schick aus.

    Nur mal eine Ecke Umschlagen für einen Rauchstoss oder um mit aufgesetzter Schüssel zu füttern geht auch nicht.

    Ich nehme wieder flexible Folien.

    Würde nur eine Königin überleben?

    Zumindest im Frühjahr funktionert es ja auch tadellos ein schwaches Volk über ASG einem Stärkeren aufzusetzen. Da teilen sich die Bienen sogar das Flugloch. Eine Garantie möchte ich lieber nicht übernehmen, glaube aber dass das gut geht.



    Nur zum Verständnis: der Stellplatzmangel ist Dein Hauptproblem? Reservevölker würden ja auch einzargig ohne gegenseitiges Wärmen tadellos überwintern. Oder wie stark/schwach habe ich mir die Völker vorzustellen?


    Grüße aus dem Sauerland

  • Ja,


    nutze diese Teile.


    Allerdings erschließt sich mir nicht der Sinn des Einsatzes in deinem Plan.


    Das Flugloch der Zwischenböden ist klein und flach. Schon durchschnittlicher Totenfall wird den Ausflug verhindern.


    Ein gesunder Ableger übersteht den Winter auch auf einem richtigen Boden, der übrigens billiger ist als der Zwischenboden.


    Stapeln kannst du Beuten Boden auf Deckel, welches qm spart.


    Im Frühjahr dann über ASG vereinigen, oder ein Volk mit den Brutwaben des anderen verstärken, oder, oder, oder.


    Folie ist aus den erwähnten Gründen praktischer.


    Öfter vergessen Imker, wenn sie das erste Mal Folie auflegen, dass noch Bienen unter dem Deckel sitzen.


    Die sitzen dann auf der Folie...


    doc

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.

  • Ja einerseits sind die Stellplätze erschöpft, aber vor allem will ich so die Wärme optimieren. Vorbild ist ein bisschen die Idee der Zwillingsbeute bei Hinterbehandlung, wo je zwei Völker nur durch eine dünne Wand getrennt sind und sich die Wintertrauben wohl meist Wand an Wand ansiedeln und gegenseitig wärmen.

  • Kleines Update:

    Inzwischen sind nun also 2 solcher Türme eingewintert. 6 Völker auf 2 Stellplätzen. Die Bienen haben sich hervorragend entwickelt. Dabei haben sie noch halbe Mittelwände komplett ausgebaut. Eingefüttert wurde August und September etwa Wöchentlich in jeweils eine schmale Futtertasche. Zum Einfüllen haben sich Kunststoff Benzinkanister mit Rüssel sehr gut bewährt. Tja, und wenn die Zargen so schön offen sind kann man auch gut mal schnell eine Haube aufsetzen und die Varroa bekämpfen... Zum Schluß wurden die zwei oberen Zargen natürlich immer schwerer, aber dank Styropor noch gut zu handhaben, etwa wie ein großer voller Bierkasten.

    Rüsselkontakt haben die Völker nicht, aber da sie nur durch Gitter und Folie getrennt sind natürlich einen enormen Wärmevorteil. In einem Turm war das oberste Volk Anfang September so stark, das ich noch eine zweite Zarge aufsetzen mußte, damit außen kein Bienenbart hängt. Gestartet wurde dieser 3`er Turm Mitte Juli mit jeweils 3 Leerwaben + 6 halbe Mittelwände + Bienen aus einem Einzargigen Sammelbrutableger, der gedrittelt wurde, dazu je eine zugekaufte Königin. Die zusätzlich ausgebauten Waben der nun 4. Zarge halb voll Futter hab ich dann Ende September aber gerecht verteilt und alle wieder auf einer Zarge.

    Bin bis jetzt sehr zufrieden mit diesen Türmchen:


    In der unteren Zarge war allerdings der Schaumgummi schon nach wenigen Wochen völlig zerfleddert und als Fluglochverschluß nicht mehr zu gebrauchen.

    (siehe auch hier gerade beschrieben )

    Der selbst gebaute Fluglochkeil gefällt mir aber auch viel besser...

  • Hab gerade in dem anderen Faden gelesen, bei dem zweiten Turm (der oben im Bild) wurden die zwei oberen Völker sogar erst am 8. August als Kunstschwarm gebildet. Die Kisten sind jetzt richtig voll. Man sieht ja schon am Flugloch, das sie sogar Nachts noch vor der Tür aktiv sind...

  • Nun stellt sich mir die Frage, nur Gitter als Trennwand (Vorteile?) oder noch ein Abdeckfix (sicherer) zusätzlich dazwischen packen.

    Die Frage hat sich geklärt:

    Es ist absolut notwendig, die Völker mit Folie zu trennen, und zwar nicht nur mit einer einfachen flexiblen Folie, sondern es muß außerdem noch eine Abdeckfix-Folie dazwischen. Zum Glück war das beim 1. 3`er Turm so auch der Fall. Beim 2. hatte ich nur flexible Folie dazwischen gelegt, weil man die beim Einfüttern mit Futtertaschen nur umschlagen braucht.

    Das untere Volk hat diese Folie so sehr nach oben gedrückt, das der entstandene Überbau fast schon einem kleinen Honigraum entspricht;), sonst ist aber dort alles gut gegangen.

    Das mittlere Volk allerdings hat es geschafft, mehrere große Löcher in diese Folie zu nagen, was zur Folge hatte, das sie nun den ganzen Jahresanfang tatsächlich Riech- und Rüsselkontakt hatten.

    In der Folge wurde das obere der beiden Völker weisellos...


    Das ist zwar blöd gelaufen, aber immerhin bringt dieses nun vereinigte Supervolk sicher auch sehr schnell und sehr viel Honig...:)