Drohnenbrütiges Volk mit andern vereinigen

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    Eines meiner Völker kam drohnenbrütig aus dem Winter. Ich habe es jetzt (weil mir zum Abfegen zu wenig Flugbetrieb ist) über einem Wandergitter mit eigenem Flugloch einem anderen Volk aufgesetzt. Ich weiß, dass das Vereinigen bei drohnenbrürigen Völkern problematisch ist. Erst mal kann ja aber nichts passieren.

    Hört das drohnenbrütige Volk unter dem Pheromoneinfluss der Königin unten eventuell auf zu brüten? Und wenn ja, ist dann eine Vereinigung unkritisch?

    Hat jemand das so schon mal probiert?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ja, aber ist das nicht mit Gefahr für die Königin verbunden? Es hat doch einen Grund, warum man vom Vereinigen mit drohnenbrütigen Völkern abrät? Königin konnte ich keine finden, es können also Afterweisel im Volk sein.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • siehst Du doch am Brutnest: isses ein klassisches Brutnest, nur eben mit Buckeln, ist es ne Königin ohne Sperma, oder wenn Afterweiseln am Start sind ist es viel willkürlicher. Auch Zellen mehrfach bestiftet etc.


    Bei beidem hätte ich jetzt keine Bedenken. Kann immer was schiefgelaufen.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Gefahr besteht nur, wenn man versucht eine neue Königin alleine zuzusetzen. Dabei ist es egal, ob begattet oder unbegattet.

    ASG drauf, und weiselrichtigen Ableger draufsetzen. Die Königin ist durch ihre eigne Gefolgschaft geschützt.

    Unter dem Pheromoneinfluß bilden sich Afterweiseln zurück, die verkorkste Buckelbrut kann man ja nach Verdeckelung einschmelzen.

    Die Bienen merken übrigens schon durch das Aufsetzen und das neue Flugloch, das was anders ist, und fliegen sich neu ein.

  • siehst Du doch am Brutnest: isses ein klassisches Brutnest, nur eben mit Buckeln, ist es ne Königin ohne Sperma, oder wenn Afterweiseln am Start sind ist es viel willkürlicher. Auch Zellen mehrfach bestiftet etc.

    Das Brutnest ist noch zu klein, um das sicher sagen zu können. Mehrfachbestiftungen habe ich keine gesehen. Es sind nur ganz wenige Zellen verdeckelt


    Aber noch mal zur Ausgangsfrage: Warum werden dann drohnenbrütige Völker in ausreichendem Abstand zum Stand abgefegt (so habe ich es bisher auch gehalten)? Dann könnte man die ja genausogut vereinigen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Gefahr besteht nur, wenn man versucht eine neue Königin alleine zuzusetzen. Dabei ist es egal, ob begattet oder unbegattet.

    ASG drauf, und weiselrichtigen Ableger draufsetzen. Die Königin ist durch ihre eigne Gefolgschaft geschützt.

    Unter dem Pheromoneinfluß bilden sich Afterweiseln zurück, die verkorkste Buckelbrut kann man ja nach Verdeckelung einschmelzen.

    Die Bienen merken übrigens schon durch das Aufsetzen und das neue Flugloch, das was anders ist, und fliegen sich neu ein.

    Moin moin,


    habe ich heute so gemacht. Bin gespannt wie es weitergeht.

    Was meinst du, wann man zur Kontrolle reinschauen sollte / könnte?

  • Warum werden dann drohnenbrütige Völker in ausreichendem Abstand zum Stand abgefegt (so habe ich es bisher auch gehalten)? Dann könnte man die ja genausogut vereinigen.

    Weil die Afterweisel i.d.R. so "schlecht" fliegen kann, daß sie nicht in den Stock zurückkehrt, weil ihre Flugleistung nicht reicht.


    VG Martin

  • im Sommer sind bei einer kurzen Lebensdauer der Bienen praktisch in einem drohnenbrütigen Volk nur alte Tanten, gleichzeitig produzieren intakte Völker ab Mai soviele Bienen, das die Kiste schnell wieder besetzt werden kann.

    Aber jetzt im Frühjahr können die letzten langlebigen Bienen bei der Durchlenzung helfen. Ein Wandergitter verhindert, das sie den Brutbereich verstärken und ihr Futter nach oben tragen.

    Ich würde in 2 Wochen die verdeckelte Buckelbrut entfernen, ich hatte sie schon entfernt, weil sie auf 2 Zargen saßen. Die meisten saßen schon in der oberen Zarge und so kommen sie nicht mehr in die Verlegenheit 2 Brutnester zu wärmen.


    Gruß Fred

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von bienenfred ()

  • Danke, das habe ich letzte Woche auch so gemacht, also ein intaktes Volk auf drohnenbrütiges Volk gestellt und heute den Turm aufgelöst.


    Was mich gerade zunehmend irritiert ist, dass das nun schon die dritte Königin ist, die sich diesen Winter auf diese Weise verabschiedet hat. Anfang November war es eine bis dahin flotte Königin von 2015, Anfang März war es eine sehr spät begattete aus 2016 (da kann ich das noch verstehen) und die dritte jetzt war eine mittelprächtige von 2016. Das Bild ist immer gleich: plötzlich ein vergleichsweise kleines buckelbrütiges Brutnest. Also hochgewölbte Deckel auf Arbeiterinnenzellen in einem relativ geschlossenen Areal. Die gezeichnete Madam war jeweils nicht auffindbar.

    Ist diese Häufung in diesem Winter einfach Zufall? Den anderen Völkern geht es gut und ich bin mir keines Fehlers bewusst.


    Stirnrunzelnd

    Kikibee

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Hier auch, soviel wie noch nie. Aber das hab ich ja letztes Jahr schon gesagt, wie gut eine Königin begattet wurde zeigt sich nicht am Legenest im Juni, sondern im nächsten Jahr im März. Das Wetter letztes Jahr war über weite Strecken einfach bescheiden.


    Ein Lob auf Reservekös im Miniplus.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Kann ich da irgendwas dran ändern, damit das nicht wieder passiert? Ich meine, außer Reserveköniginnen zu horten. Oder ist das (für Kleinstimker) höhere Gewalt?


    Gruß Kikibee, von Anfang an ohne Reserveköniginnen

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.