Hallo Forum und einige Fragen zu Beuten(herstellern)

  • Hallo Jörg


    Lass das bloß nicht den Bernhard hören. Mir geht es aber genau so, find das Brutnest

    sehr natürlich von der Form her. Deshalb sind der größte Teil meiner Völker in 11er Kisten.

    Hab einige 10er die sind nach meinem empfinden total unpraktisch da der Honigraum nicht drehbar ist. Bin mal auf deine Erfahrungen gespannt da du ja einen Vergleich mit Dadant hast.


    MfG Frank

  • Also ich habe auch DN anderthalb mit Heroldmass, ich glaube 12 Waben gehen rein. Den Honigraum kann ich zwar nicht drehen aber das sehe ich nixht als so wichtig an. Im hinteren Drittel habe ich ein zweites Flugloch oben eingefräst, mit einem bienendichten Schied für Zwischenableger oder zum brutfrei machen Anfang Juli zu Behandlung.

    Die Beuten habe ich selber gebaut, ist die einzige MÖglichkeit es so zu haben wie es sein soll. Die Kisten von Holtermann mit umlaufendem Falz, direkt aufliegenden Absperrgittern sind nicht optimal.


    Grüße aus Werder Wo es scheiss kalt ist

  • Ich bastele alles selbst. Die 12er finde ich einfach zu groß. Und es geht mir um die Brutnestform, die sieht auf den 1,5DNM irgendwie nicht so gequetscht aus.


    Gruß Jörg

    Das klingt aber für micht nicht wirklich schlüssig, Jörg.

    Inwiefern? 12er oder Brutnest?

    ALSO ... einmal ist doch auch eine 12er gar nicht so groß. Breit ist sie, aber 2 ZA oder DN wären viel größer. Mit der DN1,5 verlierst du den riesigen Vorteil des langen Zehrweges (Kaltbau machen bei großen Waben und nix anderes, gell!). 6 cm könne da schon seh viel ausmachen, sprich sehr viel Futter drin haben, das im Frühjahr noch benötigt wird ohne die Rähmchen zu wechseln. Das Brutnest geht sowieso bei richtiger Handhabung von Holz zu Holz. Das soll so sein.

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.

  • Hat jemand Erfahrung mit Beuten von der Bergwiesenimkerei? Glaube werde die Beutren von dort bestellen und dann Edelstahldeckel und ASG von Holtermann. Dazu nen "Adapter-Rahmen-Dadant-DNM basteln" und dann sollte das passen.

    Bei Dadant gibt es doch recht viele Hersteller die sich dem 50,9x50,9 verschrieben haben. Verstehe aber nicht, warum aber auch dort einige Hersteller da wieder von abweichen müssen.

    Kann man nicht eine Beute festlegen und fertig is die Kiste.

    Ich bastele alles selbst. Die 12er finde ich einfach zu groß. Und es geht mir um die Brutnestform, die sieht auf den 1,5DNM irgendwie nicht so gequetscht aus.


    Gruß Jörg

    Also die Größe, es sind doch nur knapp 6,5 cm. macht es für dich echt so einen Unterschied?

    Das meinte ich. Die DNM 11er Kisten sind 44,4x44,4 und die Dadant sind 50,9x50x9.

  • Hallo Reiner,

    so richtig bin ich von der Erklärung vom Zehrweg nicht überzeugt. Ich habe die 1,5er eines Freundes zum direkten Vergleich. Da sitzen die Völker im Winter eher unten und in meinen Dadant vorn-oben.

    Das die Völker im Sommer zentral von Holz-zu-Holz brüten ist schon klar. Bei jungen Völkern und wenn man nicht so eng schiedet sieht man im 1,5DNM auf den Randwaben schöne kreisrunde Brutnester und im Dadant flachgequetschte. Vielleicht ist nur eine Frage der empfundenen Ästhetik...


    Messad: Mach dich nicht fertig wegen der Beuten! Richtig schlechte Kisten gibt es fast nicht und alle Beuten haben ihre speziellen Vorteile. Was dir nach 2...3 Jahren bei der Arbeit mit den Bienen wichtig ist kann du jetzt noch nicht wissen. Daher nützt es auch nichts jetzt irgendwelche Außenmaße zu vergleichen. Wenn du die Chance hast, dann nimm mal die verschiedenen Kisten in die Hand oder schau sie dir bei einem Imker live an. Wenn du jetzt "falsche" Beuten kaufst, dann kannst du sie auch in ein paar Jahren auch wieder im imkermarkt.de verkaufen - kein Problem! Die Bergwiesenimkerei soll eine der besseren Hersteller sein (gehört).


    Gruß Jörg

  • Das schlimmste an den DNM-Rähmchen sind die 8mm (oder teilweise weniger) starken Rähmchen. Das ist einfach zu wenig. Selbst die modifizierten mit starkem Oberträger sind nicht ausreichend stabil.

    Wobei bei 1,5 dann wohl öfter auf 10mm Dicke gewechselt wird. Wie sieht es dann mit der Mittelwand aus? Passt die noch?

  • Das schlimmste an den DNM-Rähmchen sind die 8mm (oder teilweise weniger) starken Rähmchen. Das ist einfach zu wenig. Selbst die modifizierten mit starkem Oberträger sind nicht ausreichend stabil.

    Nicht ausreichend stabil wofür? Was machst Du denn damit?


    Gruß

    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Gut, dass ich gefragt habe. Das mit dem Auto hab ich nämlich noch nicht probiert und ich kaufe meine Rähmchen schon fertig gedrahtet.

    Beim bewegen und ziehen hab ich keine Probleme...

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • sieht man im 1,5DNM auf den Randwaben schöne kreisrunde Brutnester und im Dadant flachgequetschte. Vielleicht ist nur eine Frage der empfundenen Ästhetik...

    ich glaube, den Bienen ist die Form egal, sie passen sie den Gegebenheiten an.

    In der Bienenkiste hat man extrem langgestreckte, waagrechte Brutnester und die Entwicklung darin ist einfach phänomental.


    Und im Bild unten ist das Gegenteil zu sehen, ein frei hängender Wildbau in 10 Metern Höhe an einer starken Buche mitten im Wald. Den haben Kollegen gemeldet bekommen und den Bau noch im Oktober abgemacht, um das Volk zu retten.


    Zu sehen ist oben der Wildbau und unten die zentralen Brutwaben nebeneinader (hätte ich aus Rücksicht auf die Brut niemals gemacht, es war ca. 13°C kühl und regnerisch und die gesamte Bergung bis zu diesem Zeitpunkt hat geraume Zeit gedauert und danach haben sie die Waben auch noch in Rähmchen reingefrickelt, da war es dann schon dunkel, aber ich war ja auch nur Zuschauer). Leider weiß ich nicht, wie es danach weiter gegangen ist.


    Aber die größte Wabe hatte eine Höhe von 72cm und das Brutnest ist extrem vertikal ausgedehnt.

    Honig über dem Brutnest hat aber wohl unbestreitbar den Vorteil, dass er durch die Wärme der Winterkugel sicherlich leichter aufgewärmt und geborgen werden könnte. Aber damit hat es bei Dadant bisher ja auch keine Schwierigkeiten gegeben.


    [Blockierte Grafik: http://fs5.directupload.net/images/user/170315/temp/9vuxfvan.jpg]

  • ich glaube in beiden, DNM 1,5 und Dadant, werden die Bienen im Winter nicht verhungern. Dazu sind wahrscheinlich die Bienen viel zu unterschiedlich, als dass man sagen könnte sie bevorzugen vertikal oder horizontal. Glaube die Bienen nehmen es einfach so wie es kommt und machen sich nicht diese Gedanken wie wir.

    Das schlimmste an den DNM-Rähmchen sind die 8mm (oder teilweise weniger) starken Rähmchen. Das ist einfach zu wenig. Selbst die modifizierten mit starkem Oberträger sind nicht ausreichend stabil.

    Wobei bei 1,5 dann wohl öfter auf 10mm Dicke gewechselt wird. Wie sieht es dann mit der Mittelwand aus? Passt die noch?

    Das mit der "Instabilität" bzw. dem etwas "problematischen Festhalten" ist mir auch schon bei DNM 1,5 aufgefallen.

  • Guten Tag


    ich mach mal den nächsten alten Theard wieder auf.

    Das Bild ist schon beeindruckend. Kann jemand was dazu sagen, warum die nicht Wind und regengeschützt gebaut haben?
    Wenn man das sich so anschaut, 70cm hohe Waben, entspricht ziemlich genau drei Zander bzw zwei Zander 1,5. Dadant ist da schon um einiges zu flach.
    Aber ich denke auch, wenn man den Bienen eine schön winddichte und regengeschützte Beute hinstellt nehmen die auch gerne flachere Zargen/Rähmchen dankend an.
    Ein paar Beiträge zurück schrieb einer: „für was gibts so viele verschiedene Maße..., eines, das quadratische Zargen zulässt würde ja reichen....“

    Bevor ich mir meine Beuten gebaut habe, hatte ich die selben Überlegungen.
    Kaufen kann man, wie weiter oben schon erwähnt, welche. Aber für mich waren diese Zargen nicht überzeugend. Ich weiß nichtmehr warum, aber da war irgendwo der Wurm drin.


    Kann jemand etwas dazu sagen, warum die Bienen auf dem Foto im letzten Beitrag so ungeschützt gebaut haben?


    danke

    Timo

  • Weil die so abgestimmt haben.

    Wie so eine Abstimmung abläuft, kannst du bei Thomas Seeley ("Bienendemokratie") nachlesen.

    Faszinierend - aber gerade das obige Foto zeigt, dass das System eben nicht unfehlbar ist.

    Ich hab mir über sowas anfangs auch sehr viele Gedanken gemacht. Aber Beutenwahl aus Sicht der Bienen ist überbewertet. Die sind da offensichtlich sehr flexibel...